Globale Datensynchronisation in heterogenen IT-Welten

October 6, 2004 by SAP News 0

SAP bringt neue Version für Master Data Management mit SAP NetWeaver

WalldorfAuf ihrer Entwicklerkonferenz SAP TechEd in San Diego hat SAP heute wesentliche Erweiterungen für das Master Data Management in SAP NetWeaver vorgestellt. Zu den Neuerungen, die ab sofort für SAP Master Data Management (SAP MDM) verfügbar sind, zählen das Datenmanagement über Web Services, ein Framework für Objektmodellierung sowie zahlreiche Verbesserung für die Datennormalisierung und die Verarbeitungsleistung. Ab Dezember bietet SAP außerdem neue Funktionen für die globale Datensynchronisation an. So sind Unternehmen erstmals in der Lage, sämtliche Informationen über Kunden, Produkte und Lieferanten in heterogenen IT-Welten zu verwalten.

Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, ihre Stammdaten über eine Vielzahl heterogener Datensilos und Anwendungen hinweg verwalten zu müssen. Wollen sie diese Daten effektiv nutzen, müssen sie häufig eigene Lösungen entwickeln oder Angebote verschiedener Anbieter nutzen, beispielsweise für die Integration von Kundendaten, das Management von Produktinformationen, die weltweite Kostenanalyse und die Bereinigung der Daten.

Mit SAP MDM lassen sich Daten aus unterschiedlichen Anwendungen und IT-Landschaften harmonisieren. Integrationsprobleme, beispielsweise bei Kunden-, Produkt- und Lieferanteninformationen, die aufgrund unterschiedlicher Datenquellen und -formate entstehen, gehören damit der Vergangenheit an. Sämtliche Stammdaten können mit Hilfe von Funktionen für Datenmodellierung und -normalisierung, Dublettenbereinigung und die Weitergabe von Inhalten (Syndication) verwaltet werden.

SAP for Wholesale Distribution ist eine modulare, skalierbare Lösung. So sind Firmen in der Lage, die Lösung schrittweise, entsprechend den individuellen Anforderungen ihrer eigenen Organisation sowie der Kunden und Lieferanten zu implementieren. Zugleich entsteht damit eine flexible Infrastruktur, die jederzeit Anpassungen an Marktveränderungen ermöglicht.

“IT-Landschaften sind voll redundanter, widersprüchlicher und heterogener Daten, so dass Organisationen bisher in mehrere Lösungen für die Stammdatenverwaltung investieren mussten, um firmenweit auf wichtige Informationen zugreifen zu können”, erklärt David Yockelson, Senior Vice President bei der META Group. “Was Unternehmen wirklich benötigen, ist eine integrierte Lösung für das Master Data Management aller Daten. Nur so können sie ihre IT-Kosten reduzieren, um sich auf Innovation und Wachstum zu konzentrieren.”

Neue Funktionen für die Stammdatenverwaltung
SAP NetWeaver bietet ein flexibles Framework für die Stammdatenmodellierung, mit dem Anwender Datenobjekte nach ihren Geschäftsanforderungen definieren können. Die benutzerdefinierten Modelle arbeiten parallel zu bereits vorhandenen, vorinstallierten Objektmodellen und nutzt dieselben Standardservices, wie Datennormalisierung und ausgereifte Verteilungsmechanismen, die SAP NetWeaver bereit stellt. Dieses Konzept der benutzerdefinierten Objekte wird derzeit ausschließlich von SAP angeboten.

SAP liefert zudem sofort einsatzfähige Funktionen für die Stammdatenverwaltung über Web Services. SAP verfolgt das Ziel, alle Business-Lösungen mit Hilfe der Enterprise Services Architecture Web Service-fähig zu machen. Daher können Unternehmen mit Hilfe der SAP-Lösungen eine Vielzahl von Web Services zu neuen Geschäftsprozessen und zusammengesetzten Anwendungen (Composite Applications) verbinden.

Des Weiteren sind Organisationen in der Lage, über neue Funktionen für Direktverarbeitung Millionen von Stammdatenobjekten aus externen Quellen in ihr Informationssystem zu laden. Dieser hochgradig optimierte Ladeprozess bietet auch die Flexibilität, die Prozesse der Datennormalisierung, also der Anpassung, zurück zu stellen und parallel weitere eingehende Informationen an angeschlossene Systeme zu verteilen.

Globale Datensynchronisation für Konsumgüter- und Handelsunternehmen
SAP wird SAP MDM zusätzlich um neue, Standard-basierte Funktionen für Global Data Synchronisation (GDS) ergänzen. Diese sind speziell auf die Bedürfnisse von Konsumgüter- und Handelsfirmen zugeschnitten. So können Konsumgüterhersteller Produktdaten in einem Industriestandards entsprechenden Format mit Datenpools synchronisieren, die bei der elektronischen Zusammenarbeit mit Vertriebs- und Handelspartnern genutzt werden.

Whirlpool, Weltmarktführer bei Haushaltsgeräten, erwirtschaftet mit 68.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 12 Milliarden US-Dollar und unterhält rund um den Globus knapp 50 Produktions- und Forschungsstandorte. Mit dem Ziel, IT-Betriebskosten zu senken, will der Konzern seine IT-Strukturen vereinfachen sowie eine globale, integrierte Plattform und Organisation schaffen, um innovativer und kundenorientierter agieren zu können.

“Globale Datensynchronisation ist das zentrale Fundament für ein nachfragegesteuertes Lieferantennetz und niedrigere Beschaffungskosten”, betont Eric Lub, Director Global Development Customer Chain bei Whirlpool. “Mit diesen Funktionen von SAP Master Data Management sind wir in der Lage, Produktinformationen mit wichtigen Datenpools wie UCCnet auszutauschen. Das gibt uns eine herausragende Ausgangsposition für die Harmonisierung zentraler Lieferketten und Verkaufsprozesse mit unseren Handelspartnern. Darüber hinaus rechnen wir mit signifikanten Vorteilen und Synergien auf Grund der Vorintegration von SAP NetWeaver mit dem Branchenportfolio SAP for Consumer Products.”

Peter Zencke, Vorstandsmitglied der SAP, ergänzt: “SAP NetWeaver liefert kontinuierlich neue, innovative Technologien, die Unternehmen helfen, wichtige unternehmerische Herausforderungen zu lösen. Sie sehen die Vorteile, die ihnen der Wechsel auf eine offene, Services-orientierte Architektur bietet und effizientes Stammdatenmanagement ist ein wesentlicher Schritt in diese Richtung.”

SAP TechEd 04 USA: 5. bis 8. Oktober, San Diego Convention Center, Kalifonien
SAP TechEd 04 Europa: 12. bis 14. Oktober, München, ICM (Messe München)

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware. Auf Basis der Technologieplattform SAP NetWeaver umfasst das Angebot der SAP die Geschäftsanwendungen der mySAP Business Suite sowie Standardsoftware für den Mittelstand. Darüber hinaus unterstützt SAP mit mehr als 25 branchenspezifischen Lösungsportfolios industriespezifische Kernprozesse von Automobil bis Versorgung. Damit sind Unternehmen in der Lage, ihre Geschäftsprozesse intern sowie mit Kunden, Partnern und Lieferanten erfolgreich zu organisieren und die betriebliche Wertschöpfung maßgeblich zu verbessern. Mehr als 13 Millionen Anwender in 23.400 Unternehmen setzen SAP-Lösungen in mehr als 120 Ländern ein. SAP wurde 1972 gegründet und ist heute der weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr 2003 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 7,0 Mrd. Euro. Derzeit beschäftigt SAP über 30.950 Mitarbeiter, davon mehr als 13.250 in Deutschland. Weitere Informationen unter: www.sap.at oder www.sap.com.

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