SAP zertifiziert Berater für IT-Sicherheit und Software zur Virenerkennung

January 26, 2005 by SAP News 0

Sicherheitsangebote stärken Anwendervertrauen

Walldorf/WienMit zwei neuen Initiativen will SAP den Schutz der Informationssysteme und Geschäftsprozesse ihrer Kunden noch umfassender unterstützen. In Rahmen einer Zertifizierung können Berater überprüfen und testieren lassen, ob sie Experten für sichere SAP-Umgebungen sind. Zudem wurde das Zertifizierungsprogramm für den Einsatz von Sicherheitssoftware mit SAP-Lösungen auf die Virenerkennung erweitert. SAP adressiert damit die wachsenden Kundenanforderungen nach geprüften Dienstleistungen und Software für IT-Sicherheit im SAP-Umfeld.

Die SAP Consultant Certification für sichere SAP-Umgebungen wurde bereits an Berater aus mehr als 20 Partnerfirmen vergeben, darunter Atos Origin in Europa, Deloitte Singapur und EDS Enterprise Solutions in Südafrika. Die Liste von mittlerweile über 50 zertifizierten Schnittstellen von Sicherheitssoftware für SAP-Lösungen wird zudem um Adapter für Virenscanner erweitert. SAP-Kunden können so die Sicherheit ihrer Geschäftsanwendungen durch geprüfte Softwareintegration und Beratungsleistungen ausbauen, um den Schutz ihrer Informationssysteme und Geschäftsprozesse zu gewährleisten.

„Wenn unsere Kunden Interesse an Beratung oder Software anderer Anbieter für den Bereich Sicherheit bekunden, gilt eine der ersten Fragen der Zertifizierung des Dienstleisters oder des Produktes seitens der SAP“, erläutert Sachar Paulus, Chief Security Officer von SAP. „Für uns ist Sicherheit ein integraler Bestandteil unserer Software. Mit unserem Zertifizierungsprogramm können Kunden auch auf ergänzende Dienstleistungen und Produkte von Partnerfirmen vertrauen.“

Tests belegen Expertenwissen für sichere SAP-Implementierung
Mit der SAP-Zertifizierung können Berater ihr Wissen über Sicherheitsmaßnahmen und
-Tools sowie deren Einsatz in ihrem SAP-Fachgebiet nachweisen. Dafür sind über 80 Tests verfügbar, die Sicherheitskompetenzen für SAP NetWeaver und die mySAP Business Suite sowie branchenspezifische und mittelständische Lösungen überprüfen. Jeder Test umfasst 80 Auswahlfragen, angefangen bei der Benutzerverwaltung über rollenbasierte Zugriffe und Firewall-Konfigurationen, bis hin zu Netzwerk- und Schnittstellenthemen.

Für Unternehmen wie Atos Origin Europa, deren Berater zu den ersten Teilnehmern der neuen Zertifizierungskampagne zählten, war die Steigerung des Kundenvertrauens in deren Sicherheitsexpertise ausschlaggebend: „IT-Security wird ein zunehmend wichtiger Teil unseres Serviceangebotes. Das gilt insbesondere für Sicherheitsfragen bei SAP-Implementierungen. Unternehmen erkennen die hohe Bedeutung von Sicherheit und sehen, dass dieser Aspekt bei jeder neuen Implementierung von Beginn an berücksichtigt werden muss“, beschreibt Martin Koistinen, Director Global Security bei Atos Origin, die veränderten Kundenanforderungen. „Mit diesem Zertifikat differenzieren wir uns von anderen Beratungsunternehmen. Auf Grund der großen Bandbreite der behandelten SAP-Sicherheitsstrategien können unsere Berater ihre Kenntnisse vertiefen. Und es hilft auch bei der Gewinnung von Neukunden.“

Gütesiegel für die Integration von Virenscannern

Der zunehmende Einsatz des Internet-Protokolls HTTP in Verbindung mit SAP-Lösungen und der offenen Plattform SAP NetWeaver hat die SAP-Softwarelandschaft verändert. Datenbanken sind heute offen für externe Dokumente, Anwender erhalten externen Zugriff auf die IT-Systeme ihrer Unternehmen über das Internet – deshalb müssen Firmen den Schutz ihrer operativen Systeme ausbauen. Computerviren können schlimmstenfalls auch zu Störungen der SAP-Umgebung führen. Daher hat SAP sein Prüfsiegel „SAP Certified Integration“ auf Schnittstellen für Virenscanner erweitert. Der erste zertifizerte Anbieter von Virenerkennungssoftware ist die H+BEDV Datentechnik in Tettnang mit der Produktlinie AntiVir. Mit dem geprüften AntiVir-Adapter können Administratoren von SAP-Systemen festlegen, welche Dokumente und Programmdateien beim Im- oder Export von SAP-Umgebungen überprüft werden müssen.

SAP hat auf dem Sektor Sicherheitssoftware bereits Schnittstellen für über 50 Fremdprodukte aus sieben weiteren Technologiebereichen zertifiziert. Dazu zählen digitale Signaturen, Verschlüsselung, Datensicherung auf externen Datenträgern (Secure Store and Forward), Directory Services, externe Authentifizierung, Risikomanagement, sichere Netzwerkkommunikation, Systemanalysen und Benutzerverwaltung.

Informationen zur SAP Consultant Certification
SAP bietet Zertifizierungen für Lösungs-, Technologie- und Entwicklungsberater. Informationen dazu im Internet unter www.sap.com/services/education/certification. Auf dieser Website können Informationen zur Sicherheitszertifizierung von Beratern unter folgendem Pfad gefunden werden: “Technical Consultant Certification” / “SAP NetWeaver – SAP Security (2004)”.

Informationen zur SAP Certified Integration
Mehr als 800 Software-Anbieter haben bisher die SAP Certified Integration für verschiedene Produktintegrationen erworben. Das SAP-Programm zur Integrationszertifizierung ermöglicht unabhängigen Softwareanbietern und SAP Softwarepartnern, auf die Unterstützung der SAP Integration and Certification Center (ICCs) zurück zu greifen, um das geeignete Integrationsszenario zu eruieren und ihre Softwareprodukte testen und zertifizieren zu lassen. Softwareanbieter können die Unterstützung der drei ICCs effizient nutzen und außerdem das umfassende Schnittstellenportfolio in Anspruch nehmen, das SAP zur Integration in eine SAP-Lösungsumgebung sowie für die SAP NetWeaver Plattform anbietet. Interessenten haben die Möglichkeit, ihre Produkte zur SAP Zertifizierung unter www.sap.com/partners/apply registrieren lassen. Weitere anbieterspezifische Informationen über die SAP Zertifizierung erhalten Interessenten unter www.sdn.sap.com/sdn/icc.sdn oder direkt bei einem der Integration and Certification Center. Kontakt: icc@sap.com (Europa, Naher Osten, Afrika), icc-americas@sap.com (Amerika) oder icc-apa@sap.com (Asien).

Leave a Reply