Studie belegt wachsende Bedeutung von IT bei Banken und Versicherungen

May 10, 2005 by SAP News 0

Hohe Anpassungsfähigkeit erhält Wettbewerbsfähigkeit

Wien/WalldorfTechnologische Innovation und geänderte Kundenanforderungen werden die Geschäftsstrategien im Bankensektor in den nächsten fünf Jahren nachhaltig verändern. Die Fähigkeit von Banken und Versicherungen, ihre Geschäftsmodelle flexibel an Veränderungen anzupassen, wird sich im Laufe der nächsten Jahre zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil entwickeln. Dies belegt die weltweite Studie „Business 2010“ des Londoner Wirtschaftsforschungsinstituts Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag der SAP. Befragt wurden 577 Führungskräfte bei Finanzdienstleistern aus 23 Ländern in Europa, Amerika und Asien. Die Manager setzten dabei auf IT-Innovationen als entscheidendes Kriterium, um diese Anpassungsfähigkeit zu erreichen.

Um im globalen Wettbewerb zu bestehen und die zunehmende Marktkonsolidierung zu meistern, sehen Finanzdienstleister den Garanten für ihren zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg vor allem in höherer Flexibilität, so das Ergebnis der Studie „Business 2010“. Das Thema Kosteneffizienz weicht der Herausforderung, eigene Strategien, Prozesse, Produkte und Dienstleistungen schnell an veränderte Anforderungen anzupassen. Führungskräfte sehen die Informationstechnologie als zentrale Instanz, um diese Flexibilität zu erlangen. Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Neue Geschäftsmodelle vor neuen Produkten – Mehr als 60 Prozent der befragten Entscheider halten neue Geschäftsmodelle zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen für entscheidend. Lag in der Vergangenheit im Banken- und Versicherungsbereich der Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, wird diese Strategie mittlerweile überdacht. Dabei rücken die zunehmende Bedeutung von Technologie für die Anpassung von Geschäftsmodellen an Kundenanforderungen sowie aufsichtsrechtliche Vorschriften in den Mittelpunkt.

Fusionen und Übernahmen verschärfen den Wettbewerb – Drei von vier Befragten erwarten in den kommenden fünf Jahren eine Verschärfung des Wettbewerbs, weniger durch neue Marktteilnehmer als vielmehr durch Konsolidierung und Übernahmen.

Bedeutung der IT für den Kundenservice wächst dramatisch – Mehr als 70 Prozent der Befragten geben an, dass kundenbezogene Aktivitäten und die Entwicklung neuer Produkte im Jahr 2010 entscheidend auf neue Technologien angewiesen sein werden: Banken und Versicherungen werden vor allem Werkzeuge für das Management und die Auswertung von Daten benötigen, um die Kundenbeziehungen zu verbessern, das Kundenverhalten vorauszusagen und neue Absatzmöglichkeiten zu generieren.

Daten- und Informationsmanagement gewinnt an Bedeutung – Mehr als die Hälfte der befragten Manager stimmt darin überein, dass die Innovationskraft ihrer Unternehmen im Jahr 2010 entscheidend von der Qualität und Prozessgeschwindigkeit im Daten- und Informationsmanagement abhängig sein wird. Im Vordergrund stehen dabei analytische Anwendungen und Datenmanagement-Tools.

Technologische Innovation wird ein „Muss“ – Annähernd 84 Prozent der Befragten betrachten IT-Innovationen für ihre Organisation als unverzichtbar, um Geschäftsmodelle anzupassen und neue Strategien umzusetzen.

Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorschriften ist essentiell– Gesetzliche Regelungen und Corporate Governance-Auflagen – wie die Eigenkapitalrichtlinie Basel II und der Sarbanes-Oxley Act – stellen veränderte Anforderungen an Rechnungslegung, Eigenkapitalberechnung und Risikokalkulation. Die Auswirkungen werden insbesondere für die hochentwickelten Finanzmärkte als erheblich angesehen.

„Nachdem Banken und Versicherungen über viele Jahre scheinbar resistent gegenüber Veränderungen waren, werden die bestehenden Geschäftsmodelle nun überdacht“, sagt Thomas Balgheim, Senior Vice President für Financial Services bei SAP. „Im Vordergrund steht dabei die Suche nach geeigneten Technologien, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu wahren. Die Economist-Studie zeigt, worum es auf dem Sektor der Finanzdienstleistung in Zukunft geht: Eine flexible IT-Infrastruktur, die eine schnelle Anpassung an veränderte Kundenbedürfnisse sowie an gesetzliche Auflagen erlaubt, wird zu einem entscheidenden Diffenzierungskriterium. Die Strategie von SAP, mit der offenen, flexiblen SAP NetWeaver-Plattform innovative Geschäftsprozesse zu ermöglichen, erfüllt die Anforderungen der Finanzdienstleister und unterstützt den Wandel.“

„Um auch 2010 wettbewerbsfähig zu sein, wird für Finanzdienstleister der Einsatz von Technologie zur Anpassung von Geschäftsmodellen von entscheidender Bedeutung sein,“, ergänzt Denis McCauley, Director of Global Technology Research, Economist Intelligence Unit. „IT muss zudem unternehmensübergreifend dafür sorgen, relevantere Informationen exakter und zeitnah zu liefern. Kunden- und Prozessdaten erhalten hierbei oberste Priorität.“

Informationen zur Economist Intelligence Unit (EIU)
Die Economist Intelligence Unit ist das Marktforschungsinstitut der Verlagsgruppe The Economist, die auch das Wirtschaftsmagazin „The Economist“ herausgibt. Innerhalb des weltweiten Netzwerks der Ecomist Intelligence Unit erheben und analysieren über 500 Analysten die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage sowie die Marktsituation von 195 Ländern. Die profunden Analysen lokaler Märkten unterstützen Führungskräfte bei der Entscheidungsfindung. Die EIU liefert zeitnahe, verlässliche und unabhängige Analysen zu weltweiten Marktrends und Geschäftsstrategien.

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Die Branchenlösung SAP for Banking verbindet Lösungen der mySAP Business Suite mit speziellen Funktionen für die individuellen Ansprüche von Finanzinstituten. Mit mehr als 550 Kunden aus 60 Ländern bietet SAP for Banking integrierte Funktionen und automatisierte Prozesse für die Steuerung sämtlicher Prozesse im Front- und Back-Office-Bereich von Banken – von umfangreichen Finanztransaktionen und dem Management der Kundenbeziehungen über das Rechnungswesen und Controlling bis hin zu Profitabilitäts- und Risiko-Analysen. SAP for Banking unterstützt Finanzinstitute unternehmensübergreifend und professionell beim Management von Transaktionen und Beziehungen, um Geschäftsmöglichkeiten schnell zu identifizieren und zu nutzen. Darüber hinaus lassen sich mit Hilfe von SAP for Banking neue Produkte für individuelle Kundenanforderungen entwickeln. Weitere Informationen unter: www.sap.de/banking

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SAP for Insurance ist das branchenspezifische SAP-Lösungsportfolio für Versicherungsunternehmen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Kostenkontrolle bis hin zur Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten und der Stärkung der Kundenbindung. Die Lösungen lassen sich schrittweise gemäss den strategischen Zielen, Prioritäten und Ressourcen von Versicherungsunternehmen implementieren. SAP for Insurance ist bei rund 400 Kunden aus 45 Ländern im Einsatz und integriert Kernversicherungsprozesse nahtlos mit kundenbezogenen Funktionen und Back-Office-Prozessen – vom ersten Kundenkontakt über Policenverwaltung, Produkt-Management, In- und Exkasso bis hin zur Schadensabwicklung. Weitere Informationen unter: www.sap.com/germany/industries/insurance

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