Führende IT-Anbieter entwickeln Lösungen für die Enterprise Services Architecture von SAP

May 19, 2005 by SAP News 0

Geschäftsanwendungen werden “Enterprise Services Ready”

Boston, USA/WalldorfFührende Technologieanbieter aus allen Bereichen der IT-Branche unterstützen die Enterprise Services Architecture (ESA), das Konzept der SAP für eine an Geschäftsprozessen ausgerichtete service-orientierte Architektur (SOA). Das gab SAP heute anlässlich ihrer internationalen Kundenkonferenz SAPPHIRE ’05 in Boston bekannt. Adobe, Cisco, Computer Associates, EMC, Intel, Macromedia, Mercury, Microsoft, Symantec und VERITAS werden ESA lizenzieren und künftig “Enterprise Services Ready”-Lösungen anbieten, die unter Einsatz von Web Services mehr Flexibilität und Leistung bei geringeren Kosten und Risiken bieten. Das Engagement der IT-Hersteller zeugt von der hohen Marktrelevanz der SAP-Softwarearchitektur. Sie liefert die konzeptionelle Basis für flexible Systemlandschaften, mit denen Unternehmen ihre Geschäftsprozesse schnell an Markt- und Geschäftsveränderungen anpassen können.

Dynamischer wirtschaftlicher Wandel stellt Unternehmen vor die Herausforderung, eine flexible IT-Infrastruktur zu schaffen, die eine konstante Veränderung und Innovation von Geschäftsprozessen ermöglicht. Solche Flexibilität lässt sich nur mit Hilfe service-orientierter Architekturen (Services-oriented Architecture, SOA) erreichen. Es handelt sich um einen aktuellen Schlüsseltrend, der die IT-Branche nachhaltig verändert.

SAP hat ihr Konzept für eine services-basierte, komplett auf Geschäftsprozesse ausgerichtete Architektur, die Enterprise Services Architecture (ESA), bereits 2003 vorgestellt. Enterprise Services werden hier zum Kernelement innovativer Unternehmenslösungen und sorgen, neben höherer Flexibilität und Geschwindigkeit, für deutliche Kosteneinsparungen. Seither haben über 1.500 Kunden die Technologieplattform SAP NetWeaver implementiert, um darauf aufbauend ihre Geschäftsprozesse services-basiert auszurichten. SAP NetWeaver ist branchenweit die erste Plattform, die Geschäftsprozesslogik und zugrundeliegende Technologie eng miteinander verbindet und so die Grundlage für ein ESA-Konzept schafft.

Mit der Ankündigung führender IT-Anbieter, Enterprise Services zu unterstützen und ESA zu lizenzieren, stehen Kunden eine Vielzahl von “Enterprise Services Ready”-Produkten zur Verfügung, die in sämtlichen Bereichen der Unternehmens-IT eingesetzt werden können. Diese Produkte folgen dem ESA-Konzept und verankern die Vorteile von Enterprise Services in allen Bereichen einer IT-Landschaft, die damit in ihrer Gesamtheit auf
den Geschäftsprozessen ausgerichtet wird (“business process aware”). Kunden profitieren von diesem Paradigmenwechsel durch geringere Kosten und höhere Flexibilität beim Design, dem Einsatz und der Wartung innovativer Geschäftsprozesse.

Zugriff auf Entwicklungsressourcen
Mit der Lizenzierung von ESA erhalten Partner Zugriff auf alle Informationen zu Enterprise Services. Das sind spezifische, auf Geschäftsprozesse zugeschnittene Web Services, die gemeinsam von SAP,
Partnern und Kunden definiert werden. Sämtliche Partner im ESA-Netzwerk erhalten umfassende Entwicklungswerkzeuge und Laufzeitumgebungen, um “Enterprise Services Ready”-Lösungen entwickeln, testen und zertifizieren zu können. Dazu gehören Informationen zu Daten- und Anwendungsmodellen, Benutzeroberflächen sowie Sicherheitsfunktionen. Die gemeinsame und
technologieübergreifende Entwicklung der Enterprise Services sichert die Kompatibilität der Lösungen, vereinfacht ihre Implementierung und senkt die Risiken und Kosten für Kunden. Gleichzeitig gewährleistet die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Technologieanbieter eine weitgehende Verknüpfung von Anwendungslogik und technologischen Grundlagen sowie eine tiefgreifende Prozessorientierung.

Die steigende Verfügbarkeit von “Enterprise Services-Ready”-Lösungen und die branchenweite Unterstützung für ESA wird von Experten als eine deutliche Ausrichtung der IT-Branche auf service-orientierte Architekturen bewertet. “Diese Ankündigung zeugt von einem fundamentalen Wandel der
Marktdynamik in der IT-Industrie”, kommentiert Joshua Greenbaum, Principal von Enterprise Application Consulting. “Die Tatsache, dass hier führende IT-Hersteller an einer gemeinsamen technologischen Plattform für Enterprise Services arbeiten und so die Probleme bei Einsatz, Integration und Betrieb lösen, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie ist von größter Bedeutung für Kunden wie für die IT-Branche selbst.”

“Die heutigen Ankündigungen führender Technologieunternehmen unterstreichen die Bedeutung von Enterprise Services als IT-Sprache für Geschäftsprozesse sowie als Fundament für Kunden auf dem Weg zu einer Enterprise Services Architecture”, betont Shai Agassi, Vorstandsmitglied der SAP und President der Product and Technology Group. “Die Ausrichtung der IT-Infrastruktur auf die Anwendungslogik bringt Kunden größere Integrationstiefe und einfachere Strukturen. Dadurch verringern sich Administrationsaufwand und Kosten. Wir sind heute der einzige Anbieter, der alle Systemelemente zusammenbringt, um diesen Wandel der IT-Infrastrukturen zu unterstützen: Mit ESA bieten wir das grundlegende Architekturkonzept für die skalierbare Unternehmenslandschaft von morgen und mit SAP NetWeaver die passende Technologieplattform. Wir liefern ein Repository, das bereits über 500 Enterprise Services enthält, mit denen unabhängige Softwareanbieter eigene,
kundenspezifische Lösungen fertigen können — und wir haben die Marktpräsenz, um die wichtigsten Vertreter der IT-Branche an einen Tisch zu bringen. All dies passiert nicht irgendwann in der Zukunft, sondern jetzt, hier und heute.” Folgende IT-Anbieter werden “Enterprise Services Ready”-Lösungen anbieten:

Adobe
Mit seinen interaktiven Formularen für SAP NetWeaver bietet Adobe eine der ersten Technologien, die “Enterprise Services Ready” ist. Adobe Interactive Forms sind das erste Produkt einer Reihe von Dokumenten-Services für die schnelle Bearbeitung und den Austausch von Informationen zwischen
Unternehmenslösungen sowie auch um Kunden, Partner und Mitarbeiter jenseits der Firewall zu erreichen. “Unsere interaktiven Formulare sind Enterprise Services Ready und nutzen die Leistungsfähigkeit von Web Services. Damit helfen wir unseren Kunden, bessere Kommunikationsprozesse über Unternehmensgrenzen hinweg umzusetzen”, erläutert Shantanu Narayan, President von Adobe. “Dies ist der Startschuss für die Entwicklung innovativer Adobe-Applikationen, die SAPs leistungsfähige Technologie-Infrastruktur nutzen und über die SAP-Kunden die Vorzüge umfassender Unternehmens-Applikationen erleben.”

Cisco
Cisco ist der weltweit führende Anbieter von Networking-Lösungen. Das Cisco-Konzept des Intelligent Information Network (IIN), das Unternehmenslösungen und IT-Prozesse signifikant unterstützt, korrespondiert hervorragend mit ESA: So können Kunden durch die Kombination von ESA and Cisco IIN eine skalierbare und hochverfügbare Netzwerkumgebung einrichten, die durchgängig auf SAP-Prozesse ausgerichtet ist. Kommunikationsprozesse zwischen einzelnen Applikationen verlaufen transparent und sicher über verschiedene Kommunikationsprotokolle hinweg.
Das Netzwerk wird so zu einer stabilen, flexiblen Plattform für die Integration von Unternehmensapplikationen. Cisco beabsichtigt zudem, SAP Business One-Funktionen in seine nächste Netzwerkgeneration einzubinden, um den Einsatz von Soft- und Hardware zu vereinfachen. “Großkunden und Mittelständler profitieren so von transparenten Echtzeitprozessen, höherer
Anwendungssicherheit sowie Transaktions- und Datenintegrität. Die enge Kopplung des anwendungsorientierten Netzwerks von Cisco mit ESA ermöglicht zudem die rasche Umsetzung innovativer Geschäftsprozesse”, kommentiert Taf Anthias, General Manager und Vice President der AON Business Unit bei Cisco.

Computer Associates
Im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit SAP wird CA ein umfassendes Lösungsportfolio entwickeln, mit dem Unternehmen die Enterprise Services Architecture einfacher einsetzen, verwalten und sicher betreiben können, und gleichzeitig ihre Gesamtbetriebskosten senken. CA wird sein Enterprise IT Management (EIM) “Enterprise Services Ready” machen, um damit die über 27.000 SAP-Kunden zu unterstützen. Zudem plant CA, zusammengesetzte Anwendungen (Composite Applications) auf Basis von SAP NetWeaver zu entwickeln, die SAP-Lösungen mit den Business Service Management-Komponenten von CA verknüpfen. Diese werden als SAP xApps zur Verfügung gestellt. “So wie ESA die Komplexität bei der Entwicklung und Anpassung von aufwändigen Prozessabläufen sowie komplexer Datenbeziehungen verringert, vereinfacht unser EIM die Verwaltung aufwändiger Service-Umgebungen und der zugrundeliegenden IT-Infrastruktur”, erklärt Rob Levy, Senior Vice President und Chief Technology Strategist bei CA. “Die Verbindung von ESA und EIM versetzt Kunden in die Lage, ihre Unternehmenssysteme dynamisch zu entwickeln und so Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Gleichzeitig erhalten sie die volle Kontrolle über Leistung, Sicherheit und Betriebskosten.” (siehe hierzu auch heutige CA-Pressemitteilung)

EMC
Anlässlich der SAPPHIRE ’05 in Boston haben SAP und EMC Corporation, weltweit führender Anbieter von Speicherlösungen und Informationsmanagement, die Erweiterung ihrer Zusammenarbeit bekannt gegeben. Die Kooperation soll Firmen bei der Entwicklung einer erfolgreichen Strategie für Information Lifecycle Management (ILM) unterstützen. EMC und SAP werden gemeinsam ein Portfolio von Serviceangeboten bereitstellen, das “Enterprise Services Ready” ist. Die Angebote werden SAP-Kunden unterstützen, Informationen unternehmensweit mit minimalen Betriebsrisiken und höchstmöglichem Geschäftsnutzen zu verwalten. “Mit ESA entwickelt SAP eine erweiterbare Architektur, die eine nahtlose Integration der SAP-Anwendungsumgebung mit EMCs ILM Infrastruktur ermöglicht”, kommentiert Howard Elias, Executive Vice President für Corporate Marketing und Office of Technology bei EMC. “Diese Allianz wird Tausenden unserer Kunden einen hohen Mehrwert bieten. Sie können flexibler agieren, ihre Lösungen schneller einsetzen und die allgemeinen Verwaltungskosten senken.” (siehe hierzu auch EMC-Pressemitteilung vom 17.Mai 2005)

Intel
Intel arbeitet eng mit SAP zusammen, um die Entwicklung und Skalierbarkeit der Enterprise Services Architektur zu fördern. Insbesondere eine Beschleunigung der Antwortzeiten ist für die technologische Evolution von ESA von höchster Bedeutung. Intel verfügt über innovative Technologien und detailliertes Wissen darüber, wie Unternehmen service-orientierte Architekturen (SOA) implementieren. Damit bietet Intel die idealen Voraussetzungen, um Kunden bei der Umstellung auf derartige Umgebungen zu unterstützen. “SAP und Intel haben eine breite Kundenbasis und ein gemeinsames Verständnis von den Anforderungen ihrer Geschäftskunden”, erläutert Renee James, Vice President und General Manager der Intel Software und Solutions Group. “Wir arbeiten in den Bereichen Virtualisierung, Systemmanagement, Business Intelligence und RFID zusammen,
um Kunden Enterprise Services der nächsten Generation auf verschiedenen Intel-Plattformen zu bieten, von Itanium 2 über 64-bit Xeon bis hin zur mobilen Centrino-Technologie.” (siehe hierzu auch heutige SAP-Pressemitteilung)

Macromedia
Wie bereits im April auf der SAPPHIRE ’05 in Kopenhagen angekündigt, nutzt SAP das Macromedia Flex Application Framework, um Unternehmen die Gestaltung intuitiver Benutzeroberflächen für SAP NetWeaver-Lösungen zu ermöglichen. In Verbindung mit ESA kann Macromedia Flex die Akzeptanz und die Verbreitung von SAP-Lösungen in Unternehmen steigern. Daten und Informationen werden für Endanwender leichter zugänglich, verständlicher und einfacher nutzbar. “Enterprise Services machen den Zugriff auf Unternehmensdaten flexibler und schneller”, erklärt David Mendels, General
Manager bei Macromedia. “Macromedia und SAP arbeiten eng zusammen, um die Benutzerfreundlichkeit durch eine Verbindung der intuitiven Oberflächen von Macromedia Flex mit der Flexibilität der Enterprise Services kontinuierlich zu verbessern.” (siehe hierzu auch entsprechende SAP-Pressemitteilung vom 26. April 2005)

Mercury
Mercury und SAP arbeiten zusammen, um Lösungen für die Qualitätssicherung, die Leistungsoptimierung und das Application Management im Kontext der Enterprise Services Architecture zu liefern. Insbesondere die Mercury-Produkte für Business Technology Optimization (BTO) tragen dazu bei, den Prozess der Qualitätssicherung von Enterprise Services zu standardisieren. Dies reduziert Implementierungsrisiken und ermöglicht eine sichere Migration kundenspezifischer Unternehmensprozesse. “Durch die Zusammenarbeit mit SAP können wir unseren gemeinsamen Kunden helfen, ihre ESA-Initiativen erfolgreich umzusetzen”, kommentiert Zohar Gilad, Senior Vice President of Strategy bei Mercury. “Mit der steigenden Verbreitung von Web Services und SOA wird Mercury ausgereifte Methoden, Software und Services zur Verfügung stellen, mit denen wir SAP-Kunden bei der Optimierung ihrer Web Services und Komponenten von Unternehmensapplikationen unterstützen.” (siehe hierzu auch heutige Pressemitteilung von Mercury)

Microsoft
Ebenfalls auf der SAPPHIRE ’05 in Kopenhagen angekündigt, entwickeln Microsoft und SAP unter dem Codenamen “Mendocino” ein gemeinsames Produkt auf Grundlage der Business Process Platform (BPP). Mendocino wird die Art und Weise revolutionieren, wie Anwender Unternehmensdaten und –prozesse analysieren und nutzen, um bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen. Die Lösung verknüpft das Funktionsspektrum der Enterprise Services Architecture und SAP NetWeaver mit Microsoft .NET, dem Microsoft Office-System und dem Microsoft SQL-Server. “Mendocino unterstreicht die Microsoft-Strategie, die Unternehmenssoftware der nächsten Generation auf Basis von Web Services zu entwickeln”, erklärt Lewis Levin, Corporate Vice President of Microsoft Office Business Applications. “Mendocino verbindet die Vorteile der Enterprise Services Architecture mit den Web Services-Fähigkeiten aus Microsoft .NET. Damit werden Geschäftsinformationen und Geschäftsprozesse nahtlos in Microsoft Office integriert, die Umgebung, die Millionen von Menschen täglich nutzen.” (siehe hierzu auch entsprechende SAP-Pressemitteilung vom 26. April 2005)

Symantec
Symantec, weltweit führender Anbieter für Informationssicherheit, evaluiert gemeinsam mit SAP die Entwicklungsmöglichkeiten für intelligente, applikationsspezifische Sicherheitsfunktionen, die Geschäftsprozesse im gesamten Unternehmen unterstützen. Eine Integration von Symantec-Technologien zum Schutz und zur Einhaltung gesetzlicher Richtlinien in die SAP-Architektur gewährleistet die Sicherheit und Verfügbarkeit von SAP-Anwendungen in der gesamten Applikationsumgebung. “Symantec sieht sich verpflichtet Lösungen zu liefern, die Geschäftsanwendungen in beliebigen Umgebungen schützen”, kommentiert Niall Wall, Vice President für Business Development and Alliances bei Symantec. “Gemeinsam mit SAP werden wir daran arbeiten, unsere gemeinsamen Kunden mit intelligenten, anwendungsspezifischen Sicherheits- und
Hochverfügbarkeitslösungen zu unterstützen.”

VERITAS
VERITAS bietet SAP-Kunden Lösungen, die eine Verfügbarkeit ihrer Systeme in einer Enterprise Services Architecture sichern. Die hochverfügbare Software schützt SAP-Anwendungen und -Daten bei Hard- und Software-Ausfällen. So können Kunden ihre SAP-Systeme bei laufendem Betrieb weiterentwickeln sowie mit Hilfe von VERITAS-Software Anwendungen zwischen Systemen oder Servern verlagern, um einen fortlaufenden Geschäftsbetrieb und gleichzeitig eine optimale Auslastung der Systeme zu sichern. Die Zusammenarbeit von VERITAS und SAP wird Kunden unternehmensweite Transparenz und Kontrolle ihre Server- und Speicherauslastung, der Systemleistung und Kosten eröffnen, damit sie ihre IT-Systeme gezielter an Geschäftsanforderungen anpassen können. “VERITAS unterstützt schon heute die Lösungen der SAP und arbeitet aktuell an der Umsetzung der Enterprise Services Architecture”, erklärt Sanjay Poonen, Vice President für Strategic Alliances bei VERITAS Software. “Dank der Hochverfügbarkeitslösungen von VERITAS profitieren unsere gemeinsamen Kunden von geringeren Ausfallzeiten bei ihren Anwendungen sowie
vereinfachtem Systemmanagement durch weitgehende Automation. VERITAS bietet außerdem Software für Datensicherheit und Performance Management, mit der SAP-Kunden ihre ERP-Systeme zusätzlich absichern und optimieren können, um auf Marktveränderungen vorbereitet zu sein.”

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