Weltweite Studie belegt Schlüsselrolle der Informationstechnologie bei der Modernisierung im öffentlichen Sektor

May 19, 2005 by SAP News 0

Sozialer und politischer Wandel erfordert technologische Innovation

Boston, USA/WalldorfÖffentliche Institutionen werden in den kommenden fünf Jahren wesentlich stärker als bisher auf IT-Innovationen angewiesen sein, um dem rapiden gesellschaftlichen, politischen und technologischen Wandel Rechnung zu tragen und die Qualität ihrer Dienstleistungen zu verbessern. Vor dem Hintergrund sinkender Budgets und wachsender Anforderungen an bürgernahe Services sowie mehr Wirtschaftlichkeit und Transparenz ist der Einsatz flexibler IT-Lösungen für zeitgemäße und erfolgreiche Verwaltungen künftig unabdingbar. Dies belegt die weltweite Studie „Business 2010: The Public Sector Embracing the Challenge of Change“ des Londoner Wirtschaftsforschungsinstituts Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag der SAP. Befragt wurden rund 800 Führungskräfte aus öffentlichen Institutionen aus 23 Ländern in Europa, Amerika und Asien.

Die Mehrheit der Befragten ist sich einig, dass der Erfolg einer Organisation künftig wesentlich abhängig ist von ihrer Fähigkeit, Prozesse zu modernisieren und technologische Innovation voranzutreiben. Der Möglichkeit, sich schnell an Veränderungen anzupassen, kommt eine weitaus höhere Bedeutung zu, als dem Angebot zusätzlicher Dienste, so die Erhebung. Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Bessere Dienstleistungen für Bürger – Rund 90 Prozent der befragten Entscheider gehen davon aus, dass die Ansprüche der Bürger an schnelle und zuverlässige Dienstleistungen in den nächsten fünf Jahren zunehmen werden. Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, wollen die Verantwortlichen in Behörden verstärkt innovative IT-Lösungen einsetzen und ihre Mitarbeiter entsprechend schulen.

Anpassungsfähigkeit ist essenziell – Eine der größten Herausforderungen sehen die Befragten darin, dem gesellschaftlichen Wandel gerecht zu werden und ihre Organisationen entsprechend anzupassen. Dabei wird es wird künftig eher darauf ankommen, die Prozesse in öffentlichen Institutionen zu verändern, als das Dienstleistungsspektrum anzupassen. Um die Servicequalität zu verbessern – ein Ziel, das bei Behörden höchste Priorität genießt – sind neue Organisationsprozesse unabdingbar.

Transparentes und wirtschaftliches Handeln – Im Jahr 2010 werden Bürger mehr Einblick in erhaltene Dienstleistungen und die Sinnhaftigkeit öffentlicher Ausgaben verlangen. Die Befragten gehen davon aus, dass die Öffentlichkeit künftig mehr direkten Zugriff auf Informationen des öffentlichen Sektors haben wird und dem entsprechend erwartet, dass sich die Investition öffentlicher Gelder in IT-Systeme in sozialem wie finanziellem Mehrwert niederschlägt.

Mitarbeiter auf den technologischen Wandel vorbereiten – In Zukunft wird es nicht nur entscheidend sein, wie öffentliche Institutionen Technologie einsetzen, sondern auch, wie die Akzeptanz der Anwender erreicht wird. Mitarbeiter müssen sensibilisiert und Vorbehalte gegenüber Prozessveränderungen entkräftet werden, beispielsweise, indem jüngeren wie älteren Mitarbeitern Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihrer Arbeitsprozesse eingeräumt werden.

Orientierung an bewährten Methoden aus der Privatwirtschaft – Eine besonders erfolgversprechende Vorgehensweise für die Modernisierung öffentlicher Institutionen in den kommenden fünf Jahren sehen die Befragten in der Anlehnung an Best Practices aus der Privatwirtschaft. Um Partnerschaften und Kooperation zwischen den beiden Bereichen und innerhalb des öffentlichen Sektors zu fördern, muss ein zeitnaher und zuverlässiger Informationsaustausch gewährleistet werden – sowohl innerhalb von Organisationen als auch über deren Grenzen hinweg.

Return on Investment (ROI) auf verschiedenen Ebenen – Der Einsatz betriebswirtschaftlicher Modelle zur Beurteilung von Investitionen wird im öffentlichen Sektor immer mehr Akzeptanz finden, um öffentliche Ausgaben zu rechtfertigen. Dabei werden nicht nur traditionelle – monetäre – Amortisationsrechnungen angewandt, sondern die Befragten erwarten, dass in fünf Jahren auch der soziale und politische Mehrwert als Messkriterien herangezogen werden.

„Der Erfolg öffentlicher Institutionen wird in den kommenden Jahren ganz entscheidend davon abhängen, ob sie in der Lage sind, sich schnell und flexibel an Veränderungen anzupassen“, erläutert Tom Shirk, President von SAP Global Public Services. „Dabei wird der Wert öffentlicher IT-Investitionen auch am dem sozialen und politischen Nutzen von öffentlichen Programmen gemessen werden sowie an dem Verbesserungsgrad der Dienstleistungen und der Qualität von Informationen. Vor dem Hintergrund eines fortschreitenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels werden öffentliche Organisationen künftig nur mit flexiblen IT-Architekturen in der Lage sein, ihren Bürgern Mehrwert zu liefern.“

„Bereits heute sind öffentliche Einrichtungen überall in der Welt bestrebt, ihre Dienstleistungen durch den Einsatz von IT zu verbessern“, ergänzt Denis McCauley, Director of Global Technology Research, Economist Intelligence Unit. „Um jedoch langfristig noch flexibel und schneller zu werden, müssen sie ihre gesamte Organisation mit der geeigneten Informationstechnologie ausrüsten, auch im Back-Office-Bereich. Dies wird in den kommenden fünf Jahren hohe Anforderungen an Führungskräfte sowie an Mitarbeiter in Behörden stellen.“

Anmerkung
Die Studie „Business 2010: The Public Sector Embracing the Challenge of Change“ steht unter www.eiu.com/business2010 zum Download bereit.

Informationen zu SAP for Public Sector
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