SAP gründet Community zur IT-Virtualisierung

April 11, 2008 by SAP News 0

Die Ressourcen auf den Geschäftsprozess ausrichten

WalldorfMit der Gründung einer Community zur Weiterentwicklung virtueller IT-Umgebungen will SAP gemeinsam mit marktführenden IT-Anbietern die wachsenden Kundenanforderungen adressieren. Zu den Gründungsmitgliedern der „Enterprise Virtualization Community“ gehören AMD, Cisco, Citrix, EMC, HP, Intel, Network Applicance, Novell, Red Hat, Sun und VMware. Die Community soll neue, am Geschäftsprozess orientierte Virtualisierungsansätze entwickeln, die Kunden dabei unterstützen, ihre Ressourcen besser zu nutzen und Kosten zu senken. Die Ankündigung erfolgte auf der SAP Virtualization Week 2008, die vom 7. bis 10. April in dem SAP Co-Innovation Lab in Palo Alto stattfand.

Unternehmen müssen einerseits immer komplexere IT-Landschaften verwalten, andererseits zunehmend anspruchsvollere IT-Anforderungen der Fachachteilungen erfüllen, die mehr Flexibilität und Unterstützung für Geschäftsprozesse verlangen. Der SAP-Vorstoß zur Gründung der Enterprise Virtualization Community soll den Unternehmen dabei helfen, diese Anforderungen über offene Konzepte zur IT-Virtualisierung zu adressieren (1) und die Virtualisierungsprodukte und Technologien von SAP-Partnern direkt mit den Geschäftsprozessen der Kunden zu verbinden. Dieses neue, beratende Gremium ist aus der Enterprise Services Community von SAP entstanden. In dieser branchenübergreifenden Initiative definieren SAP-Partner und -Kunden die Entwicklung und Nutzung von Software mit, damit diese die spezifischen Anforderungen der Kunden noch besser adressiert.

„Virtualisierung ist mittlerweile Thema in fast jedem Kundengespräch“, erklärt Vishal Sikka, Chief Technology Officer bei SAP. „Unternehmen wollen wissen, wie sie Virtualisierungstechnologie heute und in Zukunft am besten nutzen können. Zudem evaluieren unsere Kunden ihre IT-Infrastruktur und Anwendungen kontinuierlich, um einen größtmöglichen Return in Investment zu erhalten. Die Verwendung virtueller Umgebungen können die Gesamtkosten signifikant reduzieren und das Potenzial der vorhandenen Ressourcen besser nutzen. SAP bringt nun die wichtigsten Virtualisierungs-Anbieter zusammen, um Unternehmen noch besser zu unterstützen, ihre Geschäftsprozesse durch virtuelle Umgebungen zu optimieren.“

Hardwarekosten um bis zu 70 Prozent reduziert
Seit 2003 ermöglichen SAP und ihre Partner, SAP-Lösungen in virtuellen Umgebungen zu betreiben. Vor allem durch die Adaptive-Computing-Funktionen der Technologieplattform SAP NetWeaver können Kunden ihre SAP-Anwendungen zentral über virtuelle Umgebungen steuern und so ihre Hardware-Infrastruktur optimal einsetzen. Die mit dem Einsatz von SAP-Anwendungen verbundenen Hardwarekosten können dabei um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Die nächste Stufe der Virtualisierungstechnologie, wie sie die neue Community nun anvisiert, hat eine am Geschäftsprozess orientierte Virtualisierung zum Ziel. Geschäftsprozess-Experten sollen zukünftig Prozesse entwerfen können, die in virtuellen Umgebungen ablauffähig sind, ohne dass sie dazu Vorkenntnisse über Virtualisierung benötigen.

Die Mitglieder der neuen Community reflektieren unterschiedliche Ebenen der Virtualisierung, vom Netzwerk bis zur CPU, vom Server über Speichersysteme bis hin zum Desktop. SAP NetWeaver integriert dabei die Infrastrukturen der einzelnen Anbieter. Durch die enge Kooperation zwischen SAP und diesen Anbietern ist SAP in der idealen Position, um auf Basis von Enterprise SOA die Virtualisierung von der Ebene der Infrastruktur auf die des Geschäftsprozesses zu heben.

„Virtualisierung macht IT-Infrastrukturen flexibler und bietet klare Kostenvorteile. Aber um die Technologie wirklich effektiv zu nutzen, bedarf es einer klar definierten Roadmap zur Einführung, einer Strategie sowie Partner, die verstehen, welche Herausforderungen das Business bewältigen muss“, erklärt John Humphreys, Program Vice President IDC Enterprise Platform Group. „Die Enterprise Virtualization Community ist ein richtiger Schritt, um dieses und vielleicht noch mehr zu leisten.“

Kunden nehmen Enterprise Virtualization Community positiv auf
„Virtualisierungstechniken sind eine wesentliche Komponente unserer Anwendungsinfrastruktur und der darunter liegenden Architektur. Damit können wir unsere operative Effizienz eindeutig erhöhen“, erklärt Arthur Fleiss, IT-Architekt bei Colgate Palmolive. „Wir begrüßen daher die Enterprise Virtualization Community von SAP und freuen uns darauf, gemeinsam an integrierten Virtualisierungstechnologien zu arbeiten.“ (2)

(1) Virtualisierung unterstützt das Management von IT-Systemen und -Ressourcen nach funktionalen Gesichtspunkten, unabhängig von Standort oder Architektur dieser Ressourcen. Dafür werden virtuelle Instanzen etwa von Servern, Speichersystemen, Netzwerken oder Betriebssystemen gebildet und diesen Instanzen spezifische Anwendungen oder Nutzer zugewiesen. Endgeräte, Applikationen und Anwender können auf diese virtuellen Ressourcen genau so zugreifen wie auf reale Geräte, die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten lässt sich damit nachhaltig optimieren.

(2) Kommentare von SAP-Partnern zur Gründung der Enterprise Virtualization Community finden Sie auf einem aktuellen „Quote Sheet“ unter www.sap.com/company/press/press.aspx?pressID=9298

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware. Das Portfolio der SAP umfasst Geschäftsanwendungen für große Unternehmen und den Mittelstand, die auf der Technologieplattform SAP NetWeaver aufbauen, sowie leistungsfähige Standardlösungen für kleine und mittelgroße Firmen. Darüber hinaus unterstützt SAP mit mehr als 25 branchenspezifischen Lösungsportfolios Kernprozesse in Industrien wie Handel, Finanzen, High-Tech, im Gesundheitswesen und in öffentlichen Verwaltungen. Damit sind Organisationen in der Lage, ihre Geschäftsprozesse intern sowie mit Kunden, Partnern und Lieferanten erfolgreich zu organisieren und die betriebliche Wertschöpfung maßgeblich zu verbessern. SAP-Anwendungen sind bei über 46.100 Kunden in mehr als 120 Ländern im Einsatz. SAP wurde 1972 gegründet und ist heute der weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter, mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 9,4 Mrd. Euro. Derzeit beschäftigt SAP über 43.800 Mitarbeiter, davon mehr als 14.700 in Deutschland. Weitere Informationen unter: www.sap.de oder www.sap.com

Die SAP Österreich GmbH wurde 1986 als erste Auslandsniederlassung gegründet. Im Jahr 2006 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro. Über 450 Mitarbeiter, darunter rund 170 für internationale Aktivitäten, werden derzeit beschäftigt. Das Stift Klosterneuburg in Niederösterreich beherbergt das weltweit einzige SAP-Zentrum für Managementausbildung. Die SAP Business School Vienna, bietet unter anderem auch ein postgraduales Studium in Wirtschaftsinformatik an, das mit einem Master of Business Administration (MBA) abschließt. Weitere Informationen unter www.sap.at bzw. www.sap.at/presse.

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