SAPPHIRE – Enterprise SOA steigert wirtschaftlichen Nutzen serviceorientierter Technologien

May 19, 2008 by SAP News 0

Gemeinsame Studie von SAP und Universität St. Gallen

Berlin / WalldorfAuf der internationalen Kundenkonferenz SAPPHIRE 2008, die vom 19. bis 21 Mai in Berlin stattfindet, stellt SAP heute die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie mit der Schweizer Universität St. Gallen vor. Die Studie zeigt, wie IT-Projekte auf Basis einer serviceorientierten Architektur (SOA) und ihren wieder verwendbaren Softwarebausteinen (Services) die Betriebskosten senken und zu effizienteren Geschäftsprozessen führen.

Serviceorientierte Architekturen werden zurzeit in zahlreichen Unternehmen eingeführt und etablieren sich vor allem aufgrund ihrer Flexibilität und Integrationsfähigkeit als De-facto-Standard für Softwarearchitekturen. Entsprechend wächst die Notwendigkeit in Unternehmen, die Wirtschaftlichkeit von SOA-Pilotprojekten konkret zu belegen. Um geeignete Verfahrensweisen (Best Practices) zu ermitteln, haben SAP und die auf Wirtschafts- und Informationswissenschaften spezialisierte Universität St. Gallen gemeinsam Projekte von SAP- wie Fremdkunden untersucht, um für unterschiedliche Branchen wie Finanzdienst-leister, Telekommunikation, Medien oder den öffentlichen Sektor Parameter zum Nachweis der Wirtschaftlichkeit einer SOA zu ermitteln. Die Studie untersuchte vor allem die technologischen und wirtschaftlichen Vorzüge, die für IT-Organisationen im Vordergrund stehen, wenn sie die Vorteile einer SOA-Strategie darlegen.

Die Studie zeigt, dass Unternehmen den Nutzen grundsätzlich unter zwei verschiedenen Aspekten betrachten: Im ersten Fall steht ein informationstechnischer Ansatz im Vordergrund, bei dem es um Fragen der IT-Infrastruktur und des IT-Managements geht. Der Nutzen einer SOA soll vor allem durch Wiederverwendbarkeit von Services realisiert werden, die Entwicklungskosten reduzieren und die Einsatzfähigkeit beschleunigen.

„Die Studie belegt, dass eine Serviceorientierung die Wiederverwendbarkeit von Software-funktionen deutlich erhöht“, betont Prof. Dr. Robert Winter, Leiter des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der Universität St. Gallen. „In Unternehmen mit einer weit entwickelten SOA werden Services durchschnittlich bis zu viermal wiederverwendet. Dies führt zu einer nachhaltigen IT-Konsolidierung und schafft ein großes Potenzial für Kosteneinsparungen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine strikte Einhaltung der SOA-Regeln, also eine konsequente SOA-Governance.“

Etliche Unternehmen jedoch – und hier besonders SAP-Kunden – gehen einen Schritt weiter. Dieser zweite, erweiterte Ansatz sieht in der IT-Konsolidierung mit SOA lediglich einen Teilaspekt für die Bewertung. So geht zum Beispiel der Technologie- und Beratungsdienst-leister Burda Digital Systems das Thema von einer umfassenden betriebswirtschaftlichen Perspektive an. Das Unternehmen nutzt SOA als offene Architektur für anpassungsfähige Geschäftsanwendungen. Dabei werden von Anfang an betriebliche Aspekte in die Entwicklung, Kombination und Verwaltung von Web Services einbezogen.

„SOA ist ein leistungsfähiges Konzept, mit dem wir unsere Produktivität erheblich steigern“, bestätigt Gerhard Thomas, Geschäftsführer von Burda Digital Systems. „Wir konnten die operativen Kosten um etwa 10 bis 20 Prozent reduzieren sowie die Projektlaufzeiten um 20 bis 30 Prozent verkürzen. Der größte Nutzen einer SOA zeigt sich jedoch bei den Geschäfts-prozessen. Hier erzielen wir bis zu 30 Prozent mehr Effizienz und profitieren dank konsistenter Daten und rollenspezifisch modellierter Prozesse von einer höheren Prozess-qualität. Um das zu erreichen, müssen die IT auf die Geschäftsabläufe und die Gestaltung der Services auf die Prozessanforderungen abgestimmt sein. Durch das SAP-Konzept, das die Geschäftssemantik in die Enterprise Services integriert, wird genau dieses erreicht.“

Nutzen für öffentliche Organisation
Mit einer Geschäftsprozess-Plattform auf Basis eines Enterprise-SOA-Konzepts konnten sich die Stadt Hagen und die FernUniversität Hagen neuen Herausforderungen schnell und effektiv stellen. Gleichzeitig wurden die Anliegen von Bürgern und Organisationen rascher beantwortet. Unter dem Namen „Rathaus 21“ entwickelten Stadt und Universität ein Online-Portal mit über 50 vordefinierten Serviceleistungen. Durch das Portal konnten die Prozesse bürgernah gestaltet und abteilungsübergreifend optimiert werden.

Replizierbare Prozess-Szenarien wie zum Beispiel „Einkaufskörbe“ oder elektronische Zahlungsfunktionen stehen nun auch anderen Städten und öffentlichen Dienstleistern mit einer Enterprise SOA zur Verfügung. Im Vergleich zur herkömmlichen Softwareentwicklung können diese Szenarien schneller und effizienter eingesetzt werden.

„Die Umsetzung regulatorischer Auflagen wie etwa der EU-Dienstleistungsrichtlinie ist eine zentrale Aufgabe für öffentliche Verwaltungen“, betont Prof. Dr. Gunter Schlageter, Ordinarius für Praktische Informatik an der FernUniversität Hagen. „Gleichzeitig müssen wir jedoch Bürgern und der Wirtschaft neue oder verbesserte Dienstleistungen bieten. Mit einer Enterprise SOA werden unsere Prozesse flexibler und effizienter, was zu besseren und effizienteren Dienstleistungen führt, etwa im Meldewesen: Die Bürger können sich jetzt über das Portal selbst an- oder ummelden. Wir konnten die Effizienz unserer internen Prozesse um 16 Prozent steigern, die Bürger profitieren von einer kürzeren Bearbeitungszeit, die statt acht Tage jetzt nur noch 60 Sekunden dauert. Für uns ist Enterprise SOA also kein rein technisches Thema, sondern hat strategische Relevanz.“

„Durch die gemeinsame Studie mit der Universität St. Gallen wollten wir direkt von den Kunden erfahren, wie sie dank Enterprise SOA schneller auf Marktveränderungen reagieren können“, erläutert Patrick Frerichs, Consulting Director bei SAP. „Diese Studie ist Teil der Analysen und des Feedbacks, das wir kontinuierlich von unseren Kunden einholen. Sie zeigt, dass zahlreiche SOA-Projekte zwar ohne eine spezifische Wirtschaftlichkeitsanalyse begonnen werden, mit fortschreitender Projektdauer jedoch zunehmendes Interesse entsteht, den wirtschaftlichen Nutzen zu erfassen und zu belegen. Auf Basis der Studie können wir jetzt gemeinsam mit Kunden und Interessenten Ansätze entwickeln, um den Nutzen von SOA noch zu erhöhen.“

Die vor wenigen Wochen angekündigten SAP-Werkzeuge für Geschäftsprozessmanagement (1) in Verbindung mit den servicefähigen Anwendungen der SAP Business Suite, der SAP NetWeaver-Technologieplattform sowie der breiten Palette an Applikationen und Dienstleistungen von SAP-Partnern, werden die Flexibilität, Effizienz und Transparenz einer serviceorientierten Architektur zusätzlich steigern.

(1) Siehe SAP-Pressemitteilung vom 6. Mai 2008: SAP kündigt Werkzeuge für das Geschäftsprozessmanagement an

Veranstaltungshinweis
SAP und Partner präsentieren ihre Anwendungen auf der internationalen Kundenmesse SAPPHIRE 2008, die vom 19. bis 21. Mai in Berlin stattfindet. Weitere Informationen unter http://www.sapsapphire.com/emea2008/

Multimedia-Inhalte zu SAP
Multimedia-Angebote von SAP sind über www.sap-tv.com/de erhältlich. Es besteht die Möglichkeit, SAP-Videoangebote in eigene Webinhalte einzubinden, über E-Mail-Links bereitzustellen sowie RSS-Feeds von SAP TV zu abonnieren. SAP-Videos und TV-Schnittmaterial können elektronisch abgerufen oder, für Medien kostenfrei, auf Band bestellt werden; Registrierung und Vorschau unter www.thenewsmarket.com/sap.

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware. Das Portfolio der SAP umfasst Geschäftsanwendungen für große Unternehmen und den Mittelstand, die auf der Technologieplattform SAP NetWeaver aufbauen, sowie leistungsfähige Standardlösungen für kleine und mittelgroße Firmen. Darüber hinaus unterstützt SAP mit mehr als 25 branchenspezifischen Lösungsportfolios Kernprozesse in Industrien wie Handel, Finanzen, High-Tech, im Gesundheitswesen und in öffentlichen Verwaltungen. Damit sind Organisationen in der Lage, ihre Geschäftsprozesse intern sowie mit Kunden, Partnern und Lieferanten erfolgreich zu organisieren und die betriebliche Wertschöpfung maßgeblich zu verbessern. SAP-Anwendungen sind bei über 46.100 Kunden in mehr als 120 Ländern im Einsatz. SAP wurde 1972 gegründet und ist heute der weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter, mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 9,4 Mrd. Euro. Derzeit beschäftigt SAP über 43.800 Mitarbeiter, davon mehr als 14.700 in Deutschland. Weitere Informationen unter: www.sap.de oder www.sap.com

Die SAP Österreich GmbH wurde 1986 als erste Auslandsniederlassung gegründet. Im Jahr 2006 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro. Über 450 Mitarbeiter, darunter rund 170 für internationale Aktivitäten, werden derzeit beschäftigt. Das Stift Klosterneuburg in Niederösterreich beherbergt das weltweit einzige SAP-Zentrum für Managementausbildung. Die SAP Business School Vienna, bietet unter anderem auch ein postgraduales Studium in Wirtschaftsinformatik an, das mit einem Master of Business Administration (MBA) abschließt. Weitere Informationen unter www.sap.at bzw. www.sap.at/presse.

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