Versicherer lösen Altsysteme durch SAP ab

June 10, 2008 by SAP News 0

Serviceorientierte Architekturen unterstützen Wachstum und Effizienz

WalldorfZunehmend mehr Unternehmen der Versicherungsbranche entscheiden sich zur Umsetzung einer serviceorientierten Architektur (SOA) mit SAP. Assekuranzen wie ATP Gruppe, CLAL Insurance, Winterthur Gruppe und Öffentliche Versicherung Braunschweig steigern ihre Produktivität, verkürzen die Produktentwicklung oder verbessern ihren Kundenservice mit SAP-Software auf Basis einer serviceorientierten Architektur. Mit der Ablösung monolithischer Altsysteme vollziehen die Unternehmen eine Transformation ihrer IT-Infrastruktur, um mehr Flexibilität für künftige Geschäftsanforderungen zu erzielen. Die Ankündigung erfolgt anlässlich des Internationalen SAP-Kongresses für Versicherer, der am 10. und 11. Juni in Leipzig stattfindet.

Viele Versicherungsunternehmen nutzten bislang heterogene, gewachsene IT-Landschaften, die sich oftmals aus Eigenentwicklungen oder proprietären Insellösungen zusammensetzen. Veränderte Kundenanforderungen und ein zunehmender Wettbewerb durch traditionelle sowie branchenfremde Versicherungsdienstleister zwingen jedoch weltweit die Unternehmen zu einer Neuausrichtung ihrer IT-Infrastruktur. SAP-Software auf Basis einer serviceorientierten Architektur erlaubt es, betriebswirtschaftliche Funktionen, die in herkömmlichen Anwendungen „fest verdrahtet“ waren, mit anderen Applikationen zu kombinieren und aus diesen Bausteinen neue Geschäftsprozesse individuell zu modellieren.

Geschäftsanforderungen mit SOA flexibel begegnen
CLAL Insurance Company, eine führende Finanzdienstleistungsgruppe in Israel, unterliegt einer strengen staatlichen Aufsicht, die eine umfassende Kontrolle der Schadensabwicklung bei Versicherern vorsieht. „Mit dem SOA-Konzept von SAP sind wir flexibler und schneller in der Anwendungsentwicklung, so dass wir die Geschäftsanforderungen umfassend unterstützen und die Wartung mit standardisierten Prozessen besser durchführen können“, erläuterte Ruslan Torgovetsky, Projektleiter SAP Claims Management bei CLAL Insurance. „Unsere SOA-Strategie zielt darauf ab, jede Anwendungsschnittstelle auf Basis eines Web Services zu implementieren.“

Bei der Ablösung vorhandener Altsysteme suchen viele Unternehmen nach Wegen, um ihre Geschäftsdaten, IT-Investitionen und Eigenentwicklungen weiter zu nutzen. Die Technologieplattform SAP NetWeaver ermöglicht es Versicherern, vorhandene Daten und Funktionalitäten ihrer bestehenden Altsysteme nach wie vor einsetzen zu können.

Schnelle Implementierung durch Standardsoftware
Der größte dänische Rentenversicherer ATP Group etwa setzt gerade ein staatliches Mutterschutz-Programm um. Das Programm, das alle nicht von der Privatwirtschaft unterstützten dänischen Angestellten – rund 800.000 Arbeitnehmer – adressiert, musste von ATP in nur sechs Monaten implementiert werden. ATP entschied sich für eine weitgehende Automatisierung und Vereinheitlichung ihrer Verwaltungsprozesse. „Wir haben unsere Anwendungen bislang vollständig selber entwickelt“, erklärt Marianne Aarslev-Jensen, Chief Project Manager bei ATP. „Doch wir wollen unsere durch Großrechner geprägte IT-Landschaft verändern und haben uns deshalb für eine Standardanwendung entschieden, die schnell und ohne umfangreiche Anpassungen einsetzbar ist.“ Auf Basis von SAP NetWeaver implementierte ATP das staatliche Mutterschutz-Programm mit den Anwendungen SAP Insurance Collections and Disbursement sowie SAP Claims Management. Der Einsatz von Web Services in den SAP-Anwendungen ermöglichte einen modularen Aufbau der Geschäftsprozesse und stellte die termingerechte Einführung der Lösung sicher. Für die Verwaltung des staatlichen Sozialprogramms für die rund 800.000 Beschäftigten sind bei ATP lediglich sechs Sachbearbeiter erforderlich. Zudem können die Arbeitgeber über ein Internetportal umfangreiche Angebote als so genannte Self-Service nutzen.

Wettbewerbsvorteile mit SOA
Die führende Schweizer Versicherungsgruppe Winterthur wollte ihre IT-Infrastruktur neu ausrichten, um sich zusätzliche Wettbewerbsvorteile zu sichern. „Unsere heterogenen, in Teilen überholten IT-Systeme haben uns vor ernste Herausforderungen gestellt, ebenso die dezentralisierten Strukturen und Verantwortlichkeiten“, sagt Rolf Bischofberger, Direktor des IT-Programms bei der Winterthur Gruppe. „SOA mit SAP ist ein starkes Fundament für neue Geschäftsprozesse. Damit können wir neue Prozesse schnell einführen, diese durchgängig überwachen und auf neuartige Weise Daten gewinnen. Dies bietet ein Höchstmaß an Qualität, Steuerung und Transparenz.“

Geschäftsprozesse mit SOA vereinheitlichen
Die Öffentliche Versicherung Braunschweig, ein regionales Versicherungsunternehmen aus Niedersachsen, hat sich frühzeitig für eine flexible IT-Infrastruktur entschieden, um sich schneller auf veränderte Kunden- und Marktanforderungen ausrichten zu können. „Unsere Kunden erwarten umfassende Leistungen zu wettbewerbsfähigen Konditionen, doch unsere Geschäftsprozesse waren oftmals zu wenig effizient und vielfach noch durch manuelle Abläufe gekennzeichnet“, konstatiert Dennis Lidzba, IT-Geschäftsführer der Öffentlichen Versicherung Braunschweig. „Mit einer SOA von SAP sind unsere Geschäftsprozesse nicht nur unternehmensweit vereinheitlicht, die neue IT-Infrastruktur ermöglicht zudem die standardisierte Integration unserer externen Partner.“ Die Assekuranz hat mit SAP mehrere Lösungen integriert und konnte damit sowohl Betrugsfälle wie auch Schadenersatzzahlungen reduzieren.

Geschäftsprozessplattform für Versicherer
Mit dem Einsatz von SAP-Software auf Basis einer SOA können Versicherer ihre Altsysteme ersetzen und bislang manuelle Kernprozesse weitgehend automatisieren. SAP-Software hilft einer wachsenden Anzahl von Versicherungsunternehmen, ihre IT-Systeme und Geschäftsprozesse zu vereinheitlichen, die Unternehmensproduktivität zu steigern und dabei Kosten zu senken, das Transaktionsvolumen in der Schadensbearbeitung zu reduzieren sowie Großschäden zügiger abzuwickeln. Neue Geschäftsprozesse lassen sich durch die Wiederverwendung und Kombination von Funktionen aus SAP-Anwendungen einfach modellieren. Damit können sie spezifischen Anforderungen von Versicherern sowie von deren Partnern und Kunden optimal angepasst werden.

„Unsere integrierten Lösungen fungieren als flexible Geschäftsprozessplattformen für Versicherungen, die den komplexen IT-Anforderungen weltweiter Versicherungsunternehmen gerecht werden“, kommentiert Leo Schneider, Leiter des Geschäftsbereichs Versicherungen bei SAP. „Auf Basis umfangreicher betriebswirtschaftlicher Anwendungen und branchenspezifischer Lösungen von SAP können sie eigene Geschäftsprozessplattformen mit SOA und Standardsoftware umzusetzen.“

Informationen zu SAP for Insurance
SAP for Insurance ist das branchenspezifische SAP-Lösungsportfolio für Versicherungsunternehmen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Kostenkontrolle bis hin zur Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten und der Stärkung der Kundenbindung. Die Lösungen lassen sich schrittweise anhand der strategischen Ziele, Prioritäten und Ressourcen von Versicherungsunternehmen implementieren. SAP for Insurance ist bei rund 560 Kunden aus 60 Ländern im Einsatz und integriert Kernversicherungsprozesse nahtlos mit kundenbezogenen Funktionen und Back-Office-Prozessen – vom ersten Kundenkontakt über Policenverwaltung, Produkt-Management, In- und Exkasso bis hin zur Schadensabwicklung. Weitere Informationen unter: www.sap.de/insurance

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware. Das Portfolio der SAP umfasst Geschäftsanwendungen für große Unternehmen und den Mittelstand, die auf der Technologieplattform SAP NetWeaver aufbauen, sowie leistungsfähige Standardlösungen für kleine und mittelgroße Firmen. Darüber hinaus unterstützt SAP mit mehr als 25 branchenspezifischen Lösungsportfolios Kernprozesse in Industrien wie Handel, Finanzen, High-Tech, im Gesundheitswesen und in öffentlichen Verwaltungen. Damit sind Organisationen in der Lage, ihre Geschäftsprozesse intern sowie mit Kunden, Partnern und Lieferanten erfolgreich zu organisieren und die betriebliche Wertschöpfung maßgeblich zu verbessern. SAP-Anwendungen sind bei über 46.100 Kunden in mehr als 120 Ländern im Einsatz. SAP wurde 1972 gegründet und ist heute der weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter, mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 9,4 Mrd. Euro. Derzeit beschäftigt SAP über 43.800 Mitarbeiter, davon mehr als 14.700 in Deutschland. Weitere Informationen unter: www.sap.de oder www.sap.com

Die SAP Österreich GmbH wurde 1986 als erste Auslandsniederlassung gegründet. Im Jahr 2006 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro. Über 450 Mitarbeiter, darunter rund 170 für internationale Aktivitäten, werden derzeit beschäftigt. Das Stift Klosterneuburg in Niederösterreich beherbergt das weltweit einzige SAP-Zentrum für Managementausbildung. Die SAP Business School Vienna, bietet unter anderem auch ein postgraduales Studium in Wirtschaftsinformatik an, das mit einem Master of Business Administration (MBA) abschließt. Weitere Informationen unter www.sap.at bzw. www.sap.at/presse.

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