Unternehmen setzen bei SOA auf SAP

October 15, 2008 by SAP News 0

Marktveränderungen erfolgreich meistern und CO2 -Bilanz verbessern

Berlin/WalldorfAnlässlich der internationalen Technologiekonferenz SAP TechEd 2008, die vom 14. bis 16. Oktober in Berlin stattfindet, meldet SAP mehr als 42.500 produktive SAP NetWeaver-Systeme sowie über 10.000 SAP ERP 6.0-Installationen weltweit. Außerdem wurden bis heute mehr als 2.800 Enterprise Services und rund 1.000 SOA-Roadmaps bereit gestellt, die Kunden helfen, ihre SOA-Strategie umzusetzen. Der österreichische Klinikverbund Vinzenz Gruppe, der polnische Energieversorger DOSD und der Telekommunikationsdienstleister Bezeq aus Israel sind nur einige Beispiele für Kunden, die auf Basis von SAP NetWeaver serviceorientierte Architekturen (SOA) etablieren. Sie nutzen die SAP-Technologieplattform, um Innovationen voranzutreiben, ihre Geschäftsprozesse zu standardisieren und Wettbewerbsvorteile auszubauen. In Verbindung mit den SAP-Geschäftsanwendungen können Unternehmen so die Komplexität ihrer IT-Landschaft reduzieren, sie flexibel an Marktbedingungen anpassen und geschäftskritische Prozesse bestmöglich steuern. Anwenderfirmen profitieren neben dem Datenzugriff in Echtzeit sowie kürzeren Reaktionszeiten in der Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern etwa auch von papierlosen Geschäftsprozessen, mit denen sie ihre CO2-Bilanz verbessern.

SOA nimmt in der IT- und Geschäftsplanung vieler Unternehmen mittlerweile einen immer größeren Stellenwert ein und muss insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Anspannung einen signifikanten Mehrwert liefern. Dabei stehen die Reduzierung der IT-Kosten sowie die Geschäftsprozesseffizienz im Mittelpunkt. Das untermauert auch eine gemeinsame Studie der Universität St. Gallen und SAP (1), die den Einsatz von SOA bei SAP- und Nicht-SAP-Kunden untersuchte. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass Unternehmen mit Software und Technologie von SAP früher eine messbare Wertschöpfung aus ihrer SOA-Architektur ziehen.

DOSD verbessert Informationsfluss und Zusammenarbeit
Ein deregulierter Gas- und Energiemarkt stellte den polnischen Energieversorger DOSD (Dolnośląski Operator Systemu Dystrybucyjnego) vor die Aufgabe, wichtige Prozesse in Gasvertrieb und Distribution trennen zu müssen. Die klare Zielsetzung von DOSD lautete: hochwertige Dienstleistungen für Vertriebspartner bereitstellen und die Zusammenarbeit mit Partnern und Betreibern von Gasleitungsnetzen verbessern. Gleichzeitig musste die Restrukturierung im Mutterkonzern Polskie Górnictwo Naftowe i Gazownictwo SA (PGNiG). berücksichtigt werden. Auf Basis einer flexiblen, offenen und standardisierten Softwareplattform sollte das Geschäftsmodell verfeinert, das Kundenmanagement neu ausgerichtet sowie zentrale Backoffice-Prozesse wie etwa die Verwaltung des Leitungsnetzwerkes sowie entsprechende Investitionen und Ingenieursleistungen externer Firmen automatisiert werden.

Mit der Technologieplattform SAP NetWeaver konnte DOSD diese Kernprozesse automatisieren und sie in enger Abstimmung von IT- und Geschäftsstrategie mit anderen Organisationen integrieren. Mehr als 1.300 Anwender haben jetzt Zugriff auf umfassende und aktuelle Kunden-, Vertriebs- und Firmendaten, die vorher nicht verfügbar waren. Darüber hinaus stieg die Produktivität, Kunden werden besser betreut und Geschäftsprozesse laufen weitgehend elektronisch. Außerdem profitiert DOSD von einem besseren Einblick in Geschäftsabläufe in der gesamten Organisation.

„SOA ist Kern unserer IT-Strategie und SAP hat uns geholfen, dieses Konzept bei DOSD umzusetzen“, erklärt Andrzej Krzemiński, Koordinator für SAP-Implementierungen bei DOSD. „Dank SAP NetWeaver haben wir unsere Geschäftsprozesse über sämtliche Niederlassungen und Betriebsstätten hinweg automatisieren können. Die Amortisation unserer Investitionen wurde deutlich beschleunigt.“

Vinzenz Gruppe begegnet neuen Anforderungen im Gesundheitswesen
In Österreich stehen Änderungen der nationalen Gesundheitspolitik an, die den Einsatz der so genannten ‚Elektronischen Gesundheitsakte’ (ELGA) forcieren. So müssen Gesundheitsorganisationen künftig elektronische Kopien von Patientenakten, Überweisungen, Medikamentenverordnungen und Behandlungsverläufen speichern. Vor diesem Hintergrund entschied sich der Klinikverbund Vinzenz Gruppe, die IT- Strategie neu zu definieren und die Voraussetzungen für den organisationsübergreifenden Einsatz von SOA zu schaffen. Vor allem sollte so die Zusammenarbeit und der elektronische Datenaustausch mit externen Medizinern, Geschäftspartnern, Patienten und den mehr als 4.500 Anwendern innerhalb der Organisation gefördert werden.

Auf Basis der betriebswirtschaftlichen Anwendung SAP ERP und SAP NetWeaver eröffnete die Vinzenz Gruppe Anwendern einen personalisierten und sicheren Zugriff auf Dienste im Serviceportal der Klinikgruppe. Gleichzeitig wurde auf elektronische Patientenakten umgestellt, Prozesse in der Patientenverwaltung wurden automatisiert und damit Fehlerquellen sowie Sicherheitsrisiken minimiert. So war die Vinzenz Gruppe in der Lage, Verwaltungskosten in Verbindung mit manuellen Prozessen zu reduzieren und gleichzeitig die neuesten ELGA-Auflagen zu erfüllen, und dies ohne Auswirkungen auf den Klinikbetrieb umzusetzen.

„Mit der SOA-Lösung von SAP erhalten berechtigte Anwender jederzeit einen sicheren Zugang zu wichtigen medizinischen Dokumenten und gleichzeitig erfüllen wir die aktuellen Regierungsauflagen“, erläutert Dr. Christian Gierlinger, IT-Leiter der Vinzenz Gruppe. „Wir haben die IT-Landschaft modernisiert, die Behandlungsqualität erhöht und trotzdem die Servicekosten stabil gehalten. SAP NetWeaver bietet uns eine flexible und schnelle Technologieplattform, auf der wir auch zukünftige Initiativen optimal umsetzen können.“

Höhere Mobilität für den technischen Außendienst von Bezeq
Um seine Führungsposition im wettbewerbsintensiven und regulierten Telekommunikationsmarkt zu erhalten und die Kundenorientierung weiter zu forcieren entschied sich der israelische ITK-Dienstleister Bezeq, das bestehende Geschäftsmodell zu modernisieren. Weder Außendienst noch Anwendungsentwicklung verfügten über die notwendige Mobilität und die Ressourcen, um erforderliche Effizienzsteigerungen zu erzielen. Eine neue IT-Architektur sollte die Steuerung und Erweiterung sämtlicher Außendienstprozesse in Echtzeit unterstützen. Bezeq setzte SAP ERP bereits in der Lagerverwaltung ein und entschied sich für SAP NetWeaver als Technologieplattform, um SOA unternehmensweit einzuführen. Die Servicemitarbeiter im Außendienst wurden mit mobilen Endgeräten ausgestattet, die Anwendungsentwickler erhielten ein Set flexibler Web Services, die in unterschiedlichen IT-Applikationen und Logistikprozessen genutzt werden können.

„Als größter Telekommunikationsdienstleister in Israel mussten wir einerseits unsere neue IT-Strategie umsetzen und gleichzeitig den Kundenservice sichern, um unsere Marktposition zu erhalten“, kommentiert Yaki Zano, Leiter der Softwareentwicklung bei Bezeq. „Mit der Technologieplattform von SAP haben wir genau das erreicht. Unsere Außendienst-Techniker haben wertvolle Zeit gewonnen und unsere Entwickler haben jetzt die richtigen Werkzeuge und Arbeitsmittel für eine effizientere Softwareprogrammierung.“

Ein Tool mit weiteren Kunden- und Projektbeispielen, das Unternehmen eine schrittweise Anleitung für erste SOA-Projekte bietet, stellt SAP in einer zweiten Auflage ihres Starter-Kits für SOA vor (2).

„Die Verbreitung von SAP NetWeaver hat sich in diesem Jahr erheblich beschleunigt und es gibt zahlreiche Kundenbeispiele, die zeigen, wie unsere Technologieplattform zu Effizienzsteigerungen beiträgt“, betont Hervé Couturier, Entwicklungsleiter für SAP Netweaver sowie Executive Vice President für den Produktbereich bei Business Objects. „SAP NetWeaver hilft Unternehmen auf Basis einer serviceorientierten Architektur neue Geschäftsprozesse über System- und Organisationsgrenzen hinweg zu implementieren. Damit schaffen sie die Voraussetzung für flexible IT-Landschaften, die jederzeit an veränderte Geschäftsanforderungen angepasst werden können.“

(1) Siehe SAP-Pressemitteilung vom 19. Mai 2008: Enterprise SOA steigert wirtschaftlichen Nutzen serviceorientierter Technologien
(2) Weitere Informationen zum Starter-Kit für SOA unter: http://www.sdn.sap.com/irj/sdn/enterprisesoa-starterkit

SAP TechEd 2008
Die SAP TechEd richtet sich an Kunden, Partner, Entwickler und Berater und dient den Austausch über Zukunftsstrategien für Geschäftsprozesse und IT-Landschaften auf Basis von Enterprise Service-oriented Architectures (Enterprise SOA). Im zwölften Jahr bietet diese wichtigste SAP-Veranstaltung für die Entwickler-Community wieder über 1.000 Stunden an Präsentationen und Workshops. Erwartet werden mehr als 16.000 Teilnehmer. Die SAP TechEd 2008 findet statt in Las Vegas, USA, vom 8. – 12.September, in Berlin vom 14. – 16.Oktober, in Shanghai, China, am 5. und 6.November sowie im indischen Bangalore vom 12. – 14.November 2008. Weitere Informationen unter: http://www.sapteched.com.

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware und Dienstleistungen, mit denen Firmen jeder Größe und in über 25 Branchen ihre Geschäftsprozesse auf Wachstum und Profitabilität ausrichten können. SAP-Anwendungen sind bei über 47.800 Kunden in mehr als 120 Ländern im Einsatz. Gegründet 1972, ist SAP heute der weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter, mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 10,2 Mrd. Euro. Derzeit beschäftigt SAP über 51.200 Mitarbeiter, davon mehr als 15.100 in Deutschland. SAP ist an mehreren Börsen gelistet, darunter an der Frankfurter Börse und dem New York Stock Exchange (NYSE: SAP). (Angaben zu Kunden und Umsatz ohne Berücksichtigung von Business Objects). Weitere Informationen unter: www.sap.de oder www.sap.com

Die SAP Österreich GmbH wurde 1986 als erste Auslandsniederlassung gegründet. Im Jahr 2006 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro. Über 450 Mitarbeiter, darunter rund 170 für internationale Aktivitäten, werden derzeit beschäftigt. Das Stift Klosterneuburg in Niederösterreich beherbergt das weltweit einzige SAP-Zentrum für Managementausbildung. Die SAP Business School Vienna, bietet unter anderem auch ein postgraduales Studium in Wirtschaftsinformatik an, das mit einem Master of Business Administration (MBA) abschließt. Weitere Informationen unter www.sap.at bzw. www.sap.at/presse.

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