SAP eröffnet Future Public Security Center in Darmstadt

November 19, 2008 by SAP News 0

Innovative Sicherheitslösungen zum Anfassen für Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und andere Sicherheitsorganisationen

DarmstadtAm Vortag des 3. IT-Gipfels der Bundesregierung hat SAP heute in Darmstadt das Future Public Security Center eröffnet. In dieser Einrichtung wird SAP gemeinsam mit Kunden und Partnern an technischen Herausforderungen forschen, die auf Polizeiorganisationen, Rettungskräfte, medizinische Notfalldienste und andere Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zukommen werden. Ziel ist es, das bestehende Lösungsangebot der SAP für Sicherheitsorganisationen noch weiter auszubauen. Das Future Public Security Center funktioniert nach dem Prinzip eines ‚Living Lab’. Dieses neue Forschungsmodell bezieht alle relevanten Interessen- und Zielgruppen, insbesondere die Endnutzer, intensiv in den Forschungsprozess für neue Produkte und Dienstleistungen ein. In den vergangenen Monaten hat SAP mit der Future Factory in Dresden und dem Future Retail Center in Regensdorf, Schweiz, bereits zwei Living Labs mit den Schwerpunkten verarbeitende Industrie beziehungsweise Einzelhandel ins Leben gerufen.

In aller Welt nutzen bereits heute viele Organisationen im Sicherheitsumfeld SAP-Software, darunter zahlreiche Polizeiorganisationen in Spanien, Frankreich, Italien, Portugal, den Niederlanden, Großbritannien, USA, Kanada und Australien sowie in mehreren deutschen Bundesländern. Außerdem verfügt SAP über eine wachsende Kundenbasis in den Bereichen Justizvollzug, Zivilschutz, Grenzschutz und Nachrichtendienste. Der Sanitätsdienst der Schweiz nutzt eine SAP-Lösung zur Krisenprävention bei Großereignissen wie dem World Economic Forum in Davos oder der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr. Im Future Public Security Center wird geforscht, um Organisationen mit innovativen Lösungen auf die Sicherheitsanforderungen von Übermorgen vorzubereiten.

„Sicherheit ist heute eine hochkomplexe Aufgabe. Die reibungslose Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften erfordert innovative Lösungen unter Einsatz modernster Informationstechnologie“, erläutert Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG. „In unserem Future Public Security Center arbeiten wir eng mit den Anwendern an praxisnahen IT-Lösungen für die Zukunft.“

Inhaltlich setzt das Future Public Security Center mehrere Schwerpunkte. Aktuell gehört dazu beispielsweise die IT-Unterstützung bei Großschadenslagen und Krisenmanagement mit dem Forschungsprojekt SoKNOS. Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes ist es, die organisationsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Regierungsstellen und sonstigen Organisationen mit Hilfe von IT-Systemen weiter zu verbessern. So können im Ernstfall die Rettungsdienste noch schneller, koordinierter und zielgerichteter agieren.

„Sicherheitsforschung ist ein neuer Schwerpunkt des BMBF, um innovative Technik zu fördern, die Leben rettet und Schäden vermindert“, erklärt Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung und Darmstädter Bundestagsabgeordneter. „ Katastrophen machen weder vor Landesgrenzen halt noch vor den Toren eines Industrieunternehmens. Deswegen überzeugt der Ansatz von SoKNOS, die Lagesysteme der Rettungsdienste im Notfall zu öffnen für die Verknüpfung beispielsweise mit Systemen von großen Chemieunternehmen oder etwa dem Frankfurter Flughafen. Damit wird technisch das nachgebildet, was die Arbeit im Katastrophenfall immer auszeichnet: das nicht Planbare im Katastrophenfall und die Zusammenarbeit vieler Organisationen mit Computerhilfe zu koordinieren und besser beherrschbar zu machen.“

Weitere technische Herausforderungen, denen sich Sicherheitsbehörden in den kommenden Jahren stellen müssen, sind insbesondere die Bekämpfung der Produkt- und Markenpiraterie durch verbesserte Plagiaterkennung sowie der Einsatz von Biometrie und deren Integration in bestehende Systeme. Der Einsatz von RFID-Chips gewinnt derzeit im Kontext der Asservatenverwaltung und bei der Sicherung größerer Unfallstellen an Bedeutung. Auch die grenzübergreifende Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden wird in Zukunft noch wichtiger werden – mit allen technischen Integrationsaufgaben, die dazu gehören. Hier kann die Forschung von SAP Research wertvolle Grundlagen im neuen Living Lab schaffen.

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware und Dienstleistungen, mit denen Firmen jeder Größe und in über 25 Branchen ihre Geschäftsprozesse auf Wachstum und Profitabilität ausrichten können. SAP-Anwendungen sind bei etwa 76.000 Kunden (inklusive Kunden von Business Objects) in mehr als 120 Ländern im Einsatz. Gegründet 1972, ist SAP heute der weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter, mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 10,2 Mrd. Euro (ohne Berücksichtigung von Business Objects). Derzeit beschäftigt SAP über 51.950 Mitarbeiter, davon mehr als 15.450 in Deutschland (inklusive Business Objects). SAP ist an mehreren Börsen gelistet, darunter an der Frankfurter Börse und dem New York Stock Exchange (NYSE: SAP). Weitere Informationen unter: www.sap.de oder www.sap.com

Die SAP Österreich GmbH wurde 1986 als erste Auslandsniederlassung gegründet. Im Jahr 2006 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro. Über 450 Mitarbeiter, darunter rund 170 für internationale Aktivitäten, werden derzeit beschäftigt. Das Stift Klosterneuburg in Niederösterreich beherbergt das weltweit einzige SAP-Zentrum für Managementausbildung. Die SAP Business School Vienna, bietet unter anderem auch ein postgraduales Studium in Wirtschaftsinformatik an, das mit einem Master of Business Administration (MBA) abschließt. Weitere Informationen unter www.sap.at bzw. www.sap.at/presse.

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