Erste Elektroautos in Fuhrparks – SAP und MVV Energie fahren vor

September 16, 2009 by SAP News 0

Gemeinsames Forschungsprojekt in der Metropolregion

WienSAP und MVV Energie planen als erste Unternehmen deutschlandweit Elektrofahrzeuge in ihre Fuhrparks aufzunehmen – beim Aufbau der technischen und organisatorischen Infrastruktur wirken die Firmen zusammen im Forschungsprojekt „Green Fleet“.

Die Metropolregion Rhein-Neckar soll nach dem Willen des Softwarekonzerns SAP AG mit Stammsitz in Walldorf und des Mannheimer Energieunternehmens MVV Energie zu einer Modellregion für klimafreundliche Elektrofahrzeuge werden. „Green Fleet“ heißt das Gemeinschaftsprojekt der beiden Unternehmen, bei dem SAP und MVV Energie planen, bis zu 100 Elektrofahrzeuge in ihren Fuhrparks fahren zu lassen. Der hierfür benötigte Strom wird komplett aus erneuerbaren Energien bereitgestellt, was eine weitestgehend CO2-freie Mobilität ermöglicht.

Der Ökostrom für die Fahrzeuge wird von MVV Energie geliefert, die auch die Infrastruktur zur Beladung der Fahrzeuge aufbaut. Teile des Strombedarfs sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch direkt vor Ort in Photovoltaikanlagen erzeugt werden. Gesteuert wird der Einsatz der Fahrzeugflotte über einen Forschungsprototypen einer Flottenmanagementlösung der SAP. Der Prototyp gibt Gelegenheit, neue Anforderungen bei der Unternehmensnutzung von Elektromobilität zu erforschen – etwa die Einbeziehung von Parametern wie Länge und Dauer der geplanten Fahrt, Reichweite der Fahrzeuge sowie Ladekapazitäten entlang der Strecke. Die speziellen Spezifikationen von Elektrofahrzeugen sind im Flottenmanagement von Unternehmen bislang einzigartig und verbessern Transparenz und Effizienz der Systeme. SAP und MVV Energie unterstreichen mit ihrem Engagement in diesem Projekt die hohe Bedeutung, die sie ressourcenschonendem und nachhaltigem Wirtschaften beimessen. Ab 2010 planen die Partner den schrittweisen Aufbau der Flotte.

Wie SAP und MVV Energie gemeinsam am Dienstag im Vorfeld der 63. Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt mitteilten, ist „Green Fleet“ und damit die Metropolregion Rhein-Neckar eine von zwei Gewinnerregionen des vom Bundesumweltministerium ausgeschriebenen Wettbewerbs „Intelligente Netze, erneuerbare Energien und Elektromobilität“. Bis 2011 stehen dafür und für ein zweites Projekt im Landkreis Harz insgesamt rund zehn Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung.

Die Förderung ist nach Angaben des Bundesumweltministeriums Teil der Strategie, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln. Mit der „Nationalen Strategiekonferenz Elektromobilität“ im November 2008 hat die Bundesregierung ein deutliches Signal für ein neues Mobilitätszeitalter mit umweltfreundlichen Antriebskonzepten gesetzt. Aus dem Konjunkturpaket II stellt die Bundesregierung
100 Millionen Euro zur Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich Elektromobilität zur Verfügung. Ein Teil davon wird für den Förderschwerpunkt „Intelligente Netze, erneuerbare Energien und Elektromobilität“ verwendet. Ziel ist es, mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) Schlüsseltechnologien und Dienste zur Integration der Elektromobilität in bestehende Energie- und Verkehrsnetze zu entwickeln und zu erproben.

Die Ergebnisse der Forschung sollen beispielsweise dazu beitragen, künftig Fahrzeugbatterien als mobile Stromspeicher zu nutzen, um überschüssigen Wind- oder Solarstrom aus dem Netz aufzunehmen und umgekehrt Strom ins Netz zurückzuspeisen, wenn er gebraucht wird. Dadurch könnten Elektrofahrzeuge entscheidend zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien beitragen.

Andere Effekte sind die Erhöhung der Netzstabilität und die Einsparung von ineffizient erzeugter Regelenergie. Zur Steuerung dieser Prozesse ist der Einsatz von IKT unabdingbar. Im Fokus der Projekte stehen ferner die Entwicklung und Demonstration IKT-basierter Lade-, Steuerungs- und Abrechnungsinfrastrukturen sowie darauf aufbauender Geschäftsmodelle, Dienste, Normen und Standards. Beide Förderschwerpunkte knüpfen eng an das bestehende Leuchtturmprojekt E-Energy an, an dem bereits MVV Energie mit dem Forschungsvorhaben „Modellstadt Mannheim“, sowie SAP mit dem Projekt „MEREGIO“ beteiligt sind.

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware und Dienstleistungen, mit denen Firmen jeder Größe und in über 25 Branchen ihre Geschäftsprozesse auf Wachstum und Profitabilität ausrichten können. SAP-Anwendungen sind mehr als 86.000 Kunden in mehr als 120 Ländern im Einsatz. Gegründet 1972, ist SAP heute der weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter, mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 11,6 Mrd. Euro. SAP ist an mehreren Börsen gelistet, darunter an der Frankfurter Börse und dem New York Stock Exchange (NYSE: SAP). Weitere Informationen unter: www.sap.de oder www.sap.com.

Informationen zu MVV Energie
Die MVV Energie Gruppe ist mit einem Jahresumsatz von 2,6 Mrd. Euro und rund 5.900 Beschäftigten das größte börsennotierte Stadtwerke-Netzwerk in Deutschland. Mit einer wertorientierten Unternehmenssteuerung steigert die MVV Energie die Ertragskraft ihrer Beteiligungsunternehmen und damit den Gesamtwert der Unternehmensgruppe. Das Geschäftsmodell basiert auf der horizontalen Vernetzung und der Integration von mehrspartigen Stadtwerken. In unserem soliden Kerngeschäft der Strom-, Wärme-, Gas- und Wasserversorgung verfügt das Unternehmen über ein hohes technisches Know-how, hervorragende Marktkenntnisse und eine traditionell enge Kundenbindung. Innerhalb seines Kerngeschäftes entwickelt MVV Energie innovative Produkte sowie kundenspezifische Lösungen. Die Wachstumsfelder Umwelt und Energiedienstleistungen tragen mit steigenden Ergebnisbeiträgen zum Unternehmenserfolg bei. Zudem ist das Unternehmen im nationalen Stromvertrieb bundesweit aktiv. Mit konzernweiter Effizienzsteigerung und der Bündelung von internen Dienstleistungen in gemeinsamen Tochtergesellschaften (Shared-Services-Gesellschaften) hat MVV Energie die Unternehmensgruppe frühzeitig auf die neuen Herausforderungen des regulierten Wettbewerbs auf den Energiemärkten vorbereitet.

Die SAP Österreich GmbH steht zu 100% im Eigentum der SAP AG und wurde 1986 als erste Auslandsniederlassung gegründet. Rund 450 Mitarbeiter, darunter mehr als 200 für internationale Aktivitäten, werden derzeit beschäftigt. Die Bandbreite der über 1.300 österreichischen Kunden reicht von mittelständischen Unternehmen bis hin zu multinationalen Konzernen und Betrieben verschiedenster Branchen – von Industrieunternehmen, über Handelshäuser, Versicherungen und Banken bis zu Organisationen der öffentlichen Hand. Weitere Informationen unter www.sap.at bzw. www.sap.at/presse.

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Mag. Yvonne Masopust
Tel.: +43-1-28822- 75 387
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