Software unterstützt fairen Rohstoffhandel

June 10, 2010 by SAP News 0

SAP, GTZ und Regierung von Ghana bekämpfen gemeinsam Korruption

Walldorf/AccraSAP und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) unterstützen Ghana im Rahmen eines Entwicklungsprojektes bei der Einhaltung der Richtlinien der internationalen Initiative für Transparenz in der Rohstoffindustrie (Extractive Industries Transparency Initiative, EITI). SAP fördert das viermonatige Projekt mit der Schenkung einer Enterprise-Performance-Management-Lösung (EPM) aus dem SAP BusinessObjects-Portfolio. Das ghanaische Finanzministerium wird mit der Lösung die Zahlungsströme und Einkünfte aus rohstofffördernden Unternehmen überwachen und analysieren sowie Gründe für Zahlungsversäumnisse oder andere Unregelmäßigkeiten identifizieren können.

In einem gemeinsamen zweitägigen Workshop in Accra, Ghana, verständigten sich SAP, die GTZ und das ghanaische EITI National Steering Committee auf den Umfang, die Leitung und den Implementierungszeitplan für das Projekt. Darüber hinaus wurden Teammitglieder nominiert, die das Projekt in den kommenden vier Monaten umsetzen sollen. Das EITI National Steering Committee besteht aus Repräsentanten der Ministerien für Finanzen und Wirtschaftsplanung, für Land und Bodenschätze, für Energie und der Kommission für Bodenschätze sowie Vertretern der Finanzbehörden, Bergbauunternehmen und weiteren gesellschaftlichen Gruppen.

Der stellvertretende ghanaische Finanzminister Seth E. Terkper sagte dazu: „Der EITI-Prozess ist ein wirksames Instrument, das unserer Regierung hilft, uns im Bereich Rechenschaftslegung und Transparenz zu verbessern. Die Unterstützung des EITI-Prozesses mit einem IT-System stellt eine wichtige Ergänzung in diesem Zusammenhang dar.“ Terkper fügte hinzu, dass der EITI-Prozess sich perfekt in die Agenda des Finanzministeriums einfüge. Diese umfasse Reformen des öffentlichen Finanzmanagements (Public Financial Management Reforms, PFM) mit einem besonderen Augenmerk auf die Informationssysteme für integriertes Finanzmanagement (Ghana Integrated Financial Management Information System, GIFMIS).

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem GTZ Good Financial Governance Programm (GFG) durchgeführt. Dr. David Nguyen-Thanh, Manager des GFG-Programms erklärte: „Das Ziel ist es, gemeinsam die EITI-Implementierung in Ghana voranzutreiben. So helfen wir, die Richtlinien für Transparenz in Ghanas rohstofffördernder Industrie einzuhalten. Aus unserer Sicht ist es eine einmalige Chance, da die Ergebnisse aus diesem Projekt auch für andere Länder mit einem großen Rohstoffsektor relevant sein können.“

SAP steuert zu diesem Projekt die SAP BusinessObjects- Anwendung SAP BusinessObjects Financial Consolidation für Budgetierung, Prognostizierung und Konsolidierung sowie Business-Intelligence-Lösungen aus dem SAP-BusinessObjects-Portfolio bei. Diese Anwendungen ermöglichen den weltweit größten Unternehmen und öffentlichen Organisationen, Finanzberichte schnell, flexibel und effizient abzuwickeln sowie internationale Buchhaltungsstandards wie die International Financial Reporting Standards (IFRS) einzuhalten. Denn sie schaffen die notwendige Transparenz über die Finanzen und bieten umfassende Analysefunktionalitäten.

Die Initiative ist ein Beispiel für das soziale Engagement der SAP. Ziel ist es, Technologie einzusetzen, um eine nachhaltige Gesellschaft zu formen und weltweit die Steuerung von Unternehmen zu verbessern. SAP setzt ihre langjährige Technologie- und Unternehmensexpertise ein und leistet so einen messbaren Beitrag zur Entwicklung von Ländern wie beispielsweise Ghana und Südafrika.

„Bei SAP geht es uns nicht nur darum, Geschäftsprozesse in Unternehmen zu verbessern, sondern auch darum, mithilfe unserer Technologie einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten“, so SAP-Vorstandssprecher Jim Hagemann Snabe. „Im ghanaischen EITI-Projekt kann SAP ihre Software-, Branchen- und Prozess-Expertise vereinen und das Land dabei unterstützen, die internationalen Standards für Transparenz in der Rohstoffindustrie einzuhalten.“

Informationen zu GTZ
Als weltweit tätiges Bundesunternehmen der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH die Bundesregierung bei der Verwirklichung ihrer entwicklungspolitischen Ziele. Sie bietet zukunftsfähige Lösungen für politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklungen in einer globalisierten Welt und fördert komplexe Reformen und Veränderungsprozesse auch unter schwierigen Bedingungen. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen unter: www.gtz.de.

Informationen zu EITI
Die Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) ist eine Koalition aus Regierungen, Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Gruppierungen, Investoren und internationalen Organisationen. Die Initiative hat zum Ziel, Unternehmens- und Regierungsführung (Governance) zu stärken, indem sie Transparenz und Rechenschaftspflicht (Accountability) in der Rohstoffwirtschaft erhöht. In ressourcenreichen Ländern unterstützt die Initiative verbesserte Governance, indem sie Unternehmenszahlungen und Regierungseinnahmen aus der öl- und erdgasfördernden Industrie sowie dem Bergbau verifiziert und veröffentlicht. Die EITI verfügt über eine Methode, die die Einhaltung eines internationalen Standards in den implementierenden Ländern gewährleistet. Der EITI-Vorstand sowie das internationale EITI-Sekretariat verantworten die Einhaltung der Methode. Die Implementierung des EITI-Prozesses liegt in der Verantwortung der einzelnen Länder.

Die internationale Gemeinschaft unterstützt die EITI-Implementierung sowohl auf bilateraler Ebene als auch über den EITI Multi-Donor Trust Fund der Weltbank. Das EITI-Sekretariat wird durch die fördernden Länder und Unternehmen finanziert. Die Regierungen der teilhabenden Länder tragen die Kosten sowohl für die Implementierung als auch die Validierung ihres EITI-Prozesses. Weitere Informationen unter: www.eiti.org.

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware und Dienstleistungen, mit denen Firmen jeder Größe und in über 25 Branchen ihre Geschäftsprozesse auf Wachstum und Profitabilität ausrichten können. SAP-Anwendungen sind bei mehr als 97.000 Kunden in mehr als 120 Ländern im Einsatz. Gegründet 1972, ist SAP heute der weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter, mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 10,7 Mrd. Euro. SAP ist an mehreren Börsen gelistet, darunter an der Frankfurter Börse und dem New York Stock Exchange (NYSE: SAP). Weitere Informationen unter: www.sap.de oder www.sap.com.

Die SAP Österreich GmbH steht zu 100% im Eigentum der SAP AG und wurde 1986 als erste Auslandsniederlassung gegründet. Rund 400 Mitarbeiter, darunter mehr als 200 für internationale Aktivitäten, werden derzeit beschäftigt. Die Bandbreite der über 1.300 österreichischen Kunden reicht von mittelständischen Unternehmen bis hin zu multinationalen Konzernen und Betrieben verschiedenster Branchen – von Industrieunternehmen, über Handelshäuser, Versicherungen und Banken bis zu Organisationen der öffentlichen Hand. Weitere Informationen unter www.sap.at bzw. www.sap.at/presse.

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