Soccer team in a huddle

Digitalisierung in der Praxis

26. November 2015 von Andreas Schmitz 0

Ob Alnatura, Roche, Kärcher, die Hamburg Port Authority oder STILL: 11 Ansätze zeigen, wie die digitale Transformation das Denken und Handeln in Unternehmen umwälzt.

Zwischen Unternehmen, die sich für digital reif halten und ihren eigentlichen Chancen, klafft nach Roland-Berger-Analyse noch eine Kluft. Die Umsatzsteigerung ist aktuell noch ein nachrangiges Ziel, das Manager mit digitaler Transformation verbinden. Klar ist aber auch: Mehr als 90 Prozent der Unternehmen – so fand Crisp Research heraus – halten sich für „gut gerüstet“. Grund genug, einige interessante Projekte vorzustellen.

Tatsächlich reicht das Feld der Unternehmen weit, die Projekte zur digitalen Transformation bereits erfolgreich abgeschlossen haben oder zumindest dabei sind. Da ist ein Maschinenbauer, der seine Maschinen über vorausschauende Wartung überwacht, ein Autohersteller, der Big Data zur Sicherung des Verkehrs einsetzt und ein Händler, der seine stationäre „Performance“ über digitale Kanäle verbessern will. So unterschiedlich die Ansätze auch sind. Sie haben alle das Ziel, über intelligente Vernetzungen und neue Geschäftsideen letztlich das Geschäft weiter zu bereichern.

1. 21sportsgroup rüstet sich für Big Data

2. Alnatura hat die Grundlage für Digitalisierung und Big Data gelegt

3. BearingPoint: Transparenz über die CO2-Bilanz von logistischen Prozessen gewinnen

4. SPAR ICS schafft Voraussetzungen für den vernetzten Kunden

5. Dodenhof – digitale Innovationen als Verstärker des stationären Geschäfts sehen

6. Hamburg Port Authority nutzt die SAP HANA Cloud Platform als logistische Drehscheibe im Hamburger Hafen

7. Die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG plant das Internet der Dinge nun auch für den B2C-Bereich 

8. STILL automatisiert seine Gabelstapler so weit es geht

9. Roche nutzt die SAP HANA Cloud Plattform für die Unterstützung chronisch kranker Patienten

10. BRP-Rotax ist auf dem Weg zur Losgröße 1 für das „Luxusspielzeug für Erwachsene, das jeder haben will.“

11. Maschinenfabrik Reinhausen setzt auf den „Data Lake”.


1. Die 21sportsgroup.com rüstet sich für Big Data

Herausforderung

Noch 2011 schrieb die 21sportsgroup keine sechs Millionen Euro Umsatz, ein Jahr später waren es schon 12 Millionen. Für das laufende Jahr rechnet der Geschäftsführer des Mannheimer Multichannel-Sporthandelsunternehmens Jörg Mayer mit über hundert Millionen Euro Umsatz. Abgesehen von der Freude über den geschäftlichen Erfolg gab es allerdings auch neue Herausforderungen. „Die Geschäftssysteme sind an ihre Grenzen gestoßen“, erläutert Mayer. Ein neues ERP-System musste her, das einerseits jene inzwischen über eine Millionen Bestellungen von 2,5 Millionen Kunden pro Jahr verarbeiten kann, aber zusätzlich auch landesspezifische Zahlungen in über 15 Nationen möglich macht. Spätestens mit dem Kauf vom Actionsport-Händler Planet Sports Anfang 2015 bekräftigte die 21sportsgroup, dass die Unternehmensstrategie im Multichannel-Verkauf liegt. In der Vergangenheit kam es jedoch schon mal zu Doppelverkäufen. Der stationäre und der Online-Handel waren nicht ausreichend miteinander vernetzt. Das soll künftig ausgeschlossen sein. „Der Kunde soll nicht nur online bedient werden, sondern auch vor Ort“, erläutert Mayer, der etwa biomechanische Analysen anbietet und biometrische Fußabdrücke nimmt, um seinen Kunden die bestmöglichen Schuhe verkaufen zu können. Das neue System sollte das große Wachstum mitgehen können und die Vertriebsschienen online und stationär noch enger integrieren.

Lösung

Die neue Lösung sollte also nicht wie bisher mit dem Unternehmen wachsen, sondern im vorhinein eine dynamische Entwicklung „verkraften“ können. Die „Software, die die Lösung im Bauch hat“ (Mayer) ist SAP ECC 6.0 mit den wichtigsten Modulen für das Finanzwesen (SAP FI), für den Verkauf (SAP SD) und die Logistik (SAP WM und SAP MM). Aufgesetzt auf einem Enterprise Service Bus schafft die Middleware SAP NetWeaver Process Integration zudem die Möglichkeit, auch Fremdsysteme ans System anzuschließen. Für Gründer und CEO Mayer ist das eine Lösung, die es ermöglicht, Geschäftsprozesse so einfach wie möglich zu halten, ob es um die Bestellung, die Bezahlung oder später die Verfolgung der Lieferung geht. Weiterer wichtiger Faktor der neuen Software: Der Anteil des ausländischen Geschäfts soll von derzeit 30 auf später 70 Prozent wachsen und die 21sportsgroup zu einem internationalen Multichannel-Player werden. „Der spanische Kunde möchte auch eine spanische Rechnung bekommen und keine englische“, betont Mayer. Dafür müssen Webshops in 15 Ländern integrierbar sein.

Am 1. Mai 2015 ging das neue System bei der 21sportsgroup live, sieben Monate nach dem Start des Projektes. Die nach wie vor hohen Ratings auf Amazon.com und der Feedbackplattform eKomi bestätigen die Chefs des Unternehmens, dass der Weg richtig war.

Ausblick

Da auf den Sportartikelhersteller und -händler immer mehr Daten zukommen werden, ist auch eine immer schnellere und flexiblere Infrastruktur nötig. Deswegen plant die 21sportgroup nach Aussage von Geschäftsführer Mayer jetzt bereits den nächsten Schritt in der Software-Evolution – die Nutzung der SAP HANA-Plattform. Jetzt allerdings geht es erst einmal darum, den erstmals dreistelligen Millionenumsatz für das Geschäftsjahr 2015 zu realisieren.

ZUM VIDEO.


2. Alnatura hat die Grundlage für Digitalisierung und Big Data gelegt

Herausforderung

In den letzten acht Jahren hat die Alnatura Produktions- und Handels GmbH ihren Umsatz fast vervierfacht. 690 Millionen Euro erwirtschaftete das Unternehmen aus Bickenbach in Hessen im Geschäftsjahr 2013/14. Mit der bestehenden IT-Umgebung erschien ein weiterer Ausbau des Geschäfts nicht mehr möglich zu sein. Das eingesetzte ERP-System – eine Lösung von Navision – war in die Jahre gekommen und konnte bestehende und neue Geschäftsprozesse nicht mehr zufriedenstellend abbilden. Das Ziel von CIO Richard Kneis war es, „die IT-Landschaft neu zu denken und eine zukunftsfähige IT-Strategie zu entwickeln“.

Lösung

Nach einem intensiven Auswahlprozess entschied sich Alnatura für SAP. Und es wurde das größte Unternehmensprojekt in der bisherigen Geschichte von Alnatura gestartet. Der Startschuss fiel im Frühjahr 2013. Inzwischen hat Alnatura innerhalb von 24 Monaten die Branchenlösung für den Einzelhandel SAP for Retail eingeführt. Im SAP-Standard zu bleiben, war das übergeordnete Ziel des Projektes. Es wurden alle wesentlichen Unternehmensprozesse im SAP-System implementiert. Von der Entwicklung der Produkte, über deren Listung sowie der Belieferung und den Abverkauf. Dabei standen besonders die Integration der Filial- und Zentralprozesse und die Anbindung der Logistik- und Dispositionssysteme im Fokus des Projektes. Wichtige Pflichtaufgabe: Die Bereinigung der Stammdaten im Vorfeld. „Die eigentliche Herausforderung war, die Daten aus den Altsystemen in veränderte und neue Strukturen von SAP zu migrieren, was uns gut gelungen ist“, erklärt Richard Kneis, verantwortlich für die IT und Prozessgestaltung im Hause Alnatura.

„Der Reifegrad unserer Unternehmensprozesse ist gestiegen. Die Bestandsführung, der Warenfluss und das Monitoring der Wareneingangsqualität haben sich in den Filialen erheblich verbessert. Wir haben eine Systemplattform geschaffen, mit der wir auf zukünftige Anforderungen und Veränderungen schneller reagieren können“, resümiert das Geschäftsleitungsmitglied Kneis.

Ein weiterer Mosaikstein in der neuen IT-Landkarte von Alnatura wurde sechs Monate nach dem SAP Go-Live mit der Einführung einer neuen Kassenlösung gelegt. „Eine Integration der neuen Kassensoftware ins SAP-System erklärt sich hierbei von selbst“, so Kneis.

Ausblick

Mit dem Einsatz von SAP hat sich schnell gezeigt, dass nicht nur die Menge an Daten zugenommen, sondern sich vor allem auch deren Qualität verbessert hat. Hier verspricht sich Alnatura ein verbessertes Berichtswesen, mit dem sich Verbesserungspotenziale schnell identifizieren lassen. „Schneller und dynamischer auf Veränderungen reagieren zu können ist ein wichtiger Baustein für zukünftige Projekte und Aufgaben“, hebt Kneis hervor.

Mit großer Aufmerksamkeit beobachtet der Alnatura-Manager Kneis die Themen wie Digitalisierung, Big Data und SAP S/4HANA. Allerdings verhält sich Alnatura zunächst abwartend und ganz gemäß der hausspezifischen Herangehensweise „neue Entwicklungen zunächst auf ihre Sinnhaftigkeit zu prüfen“, wie Kneis bemerkt.

ZUM VIDEO.


3. BearingPoint: Transparenz über die CO2-Bilanz von logistischen Prozessen gewinnen

Herausforderung

Die CO2-Emissionen entlang der Lieferkette zu berechnen, war in der Vergangenheit oft fehlerbehaftet. Viele Unternehmen nutzten beispielsweise Excel-Tabellen, um ihre CO2-Bilanzen zu berechnen. Die Folge: „Selbst DAX-Konzerne publizierten in der Vergangenheit teilweise falsche Werte“, bemerkt Matthias Wohlfahrt, Head of Green SCM beim Beratungshaus BearingPoint. Seit 2012 gibt es eine EU-Norm und in Frankreich gar ein Gesetz, das festlegt, in welcher Form der CO2-Fußabdruck berechnet und ausgewiesen werden muss. Zudem ist Umweltbewusstsein für ein gutes Image unerlässlich, wird in Nachhaltigkeitsberichten publiziert und ist sogar für Ratingagenturen relevant. Wer im Dow Jones Sustainability Index gut abschneidet, gilt als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen, was die Kreditwürdigkeit in der Regel erhöht. Nicht zuletzt aufgrund dieser Treiber ist analog zum Finanzwesen inzwischen von „Carbon-Accounting“ die Rede. Dessen Ziel: Präzise über die CO2-Bilanz einer Lieferkette in einem Unternehmen Buch zu führen, sämtliche zugelieferte Teile, die Fertigung und Auslieferung einzubeziehen und so Transparenz über die CO2-Bilanz von logistischen Prozessen zu schaffen. Ähnlich wie ein Controller im Finanzwesen den Umsatz, soll künftig ein CO2-Beauftragter die CO2-Bilanz von logistischen Prozessen in Gramm oder Kilogramm ebenso flugs berechnen und optimieren können.

Die Lösung

Um eine CO2-Berechnung möglichst genau durchführen zu können, muss sie gemäß den verabschiedeten Standards normgetreu und mit den geschäftlichen Prozessen aus den ERP-Systemen vernetzt sein. Definiert ein Zulieferer in der Autoindustrie etwa CO2-Einsparziele für die Produktion und den Transport seiner Zulieferteile, benötigt er ein System, das auf einzelne Bauteile und sämtliche Informationen auch seiner Zulieferer und Angaben von Transportdienstleistern zurückgreifen kann. BearingPoint hat dafür ein Berechnungstool entwickelt. „Der so genannte Logistics Emission Calculator (LogEC) ist ursprünglich in der Programmiersprache Java auf Basis einer Oracle-Datenbank entwickelt worden und nun auf die SAP HANA-Plattform migriert worden“, so Nicolas Löwe, Senior Manager bei BearingPoint: „Die Lösung kann sowohl in eigenen Systemen „on premise“ wie auch als Cloud Lösung als Software as a Service über die SAP HANA Cloud Platform genutzt werden.“ Sie beziffert, welche Auswirkungen der Transport von Einzelteilen per Flugzeug gegenüber dem Schiff hat, inwieweit die Fertigung in Fernost die CO2-Bilanz beeinträchtigt. Einen Schritt weiter geht der Logistics Cost Calculator (Log COST): Er berechnet, was Veränderungen in der gesamten Lieferkette für den CO2-Fußabdruck im Verhältnis zu den Kosten und Transportzeiten bedeuten. So stehen zehn Prozent CO2-Einsparung beispielsweise zwei Prozent Mehrkosten und bis zu mehrere Wochen längeren Transportzeiten gegenüber: Eine Simulation schafft die Möglichkeit, zwischen der umweltfreundlicheren und kostenbewussteren Variante abzuwägen. Bisher sind es vor allem Unternehmen aus dem Bereich der Autobranche, dem Handel und Unternehmen, die „schnell drehende Güter“ verkaufen, die als Pilotkunden auf die neue CO2-Kalkulation setzen.

Ausblick

„Der nächste Schritt wird sein, die CO2-Bilanz auf Produktebene zu etablieren“, ist sich BearingPoint-Experte Wohlfahrt sicher: „Allerdings wird ein verbindlicher EU- oder globaler Standard noch mehrere Jahre auf sich warten lassen.“ Auf jeder Mineralwasserflasche, jedem PKW, jeder Smart Watch und jeder Jeans wird dann neben dem Preisschild auch der CO2-Verbrauch des Produktes zu finden sein. Der Kunde kann dann selbst entscheiden, wie viel ihm sein Umweltbewusstsein wert ist.


4. SPAR ICS schafft Voraussetzungen für den vernetzten Kunden

Herausforderung

Welches Thema im Jahr 2015 die größte Bedeutung hat und wie hoch die benötigten Ressourcen sein werden, war für Andreas Kranabitl, den CIO von SPAR Österreich, ganz klar: Digitalisierung. Während es in der Vergangenheit noch um die Automatisierung von Prozessen ging, stehen heute der digitale Konsument, vorausschauende Analysen und der Einsatz von mobilen und sozialen Medien im Fokus. Mit der SPAR ICS betreibt SPAR Österreich eine eigene IT-Gesellschaft, wo auch seit 2013 ein Innovation Lab im Einsatz ist. Von Digitalisierung jedoch sprach kaum jemand – bis zu einer Tagung, die sich unter anderem mit Connected Drive von BMW auseinandersetzte, also mit Autos, die nicht länger (nur) durch PS und Hubraumgröße glänzen, sondern durch Services, die durch Vernetzung erst möglich werden. Übertragen auf den Bereich Retail hießen die primären Ziele immer mehr Connected Retail und Connected Consumer.

Lösung

Einige Schritte in diese Richtung hatte die IT von SPAR Österreich bereits entwickelt, etwa zusammen mit Partnern. So testet SPAR Österreich derzeit eine neue Technologie bei elektronischen Regaletiketten in einem SPAR-Markt in Wien. Kaum von herkömmlichen auf Papier gedruckten Etiketten zu unterscheiden, zeigen sie die aktuellen und zentral gesteuerten Preise an. „Die Technologie wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Umdasch Shopfitting entwickelt und verbindet alle Vorteile elektronischer Preisauszeichnung mit umweltschonender, funktionaler Technologie“, erläutert Kranabitl. Zudem beschäftigt man sich derzeit mit der zusätzlichen Ausstattung mit iBeacons. „100 iBeacons in einem Laden einzusetzen, ist heute sicher für 3.000 Euro möglich“, so Kranabitl, für den es eine überschaubare Investition mit großem Mehrwert wäre. Kunden, die häufig SPAR Fisch kaufen, würden zum Beispiel individuelle Nachrichten über Promotion-Aktionen bekommen oder via iBeacon zu den Produkten gelotst werden und nach jedem Besuch mit der Bitte verabschiedet, ein elektronisches Feedback via Smartphone abzugeben. Um diese Innovationen letztlich gewinnbringend einsetzen zu können, ist es hilfreich, so viel wie möglich über die Kundschaft zu wissen, um letztlich möglichst passende individuelle Angebote machen zu können. Das ist einer der Gründe, weshalb SPAR Österreich sich 2014 für die In-Memory-Technologie SAP HANA als Zukunftsplattform entschied und SAP BW und SAP CRM bereits auf SAP HANA portiert hat. Einer der aktuellen Schritte ist der Einsatz des SAP Customer Activity Repositiory (SAP CAR), ebenfalls In-Memory-unterstützt.

Ausblick

Mehr Transparenz über die Transaktionen an der Kasse, über Lagerbestände, über den Absatz in einzelnen Märkten, die Segmentierung der Kunden und ein Blick über alle Verkaufskanäle hinweg sind die Ziele der SAP HANA-unterstützten Technologie SAP CAR. Sie fügt sich ein in die aktuelle IT-Strategie, deren Ziele es unter anderem sind, das Kaufverhalten des Kunden vorhersagen, individualisierte Angebote unterbreiten und personalisierte Promotions für treue Kunden machen zu können – und zwar über alle Kanäle hinweg. Der Rollout von SAP CAR wird sich noch bis ins Jahr 2016 erstrecken.


5. Dodenhof sieht digitale Innovationen als Verstärker des stationären Geschäfts.

Herausforderung

Das Familienunternehmen Dodenhof betreibt in Norddeutschland zwei Einkaufszentren, besitzt einen Lebensmittelhandel, ein Mode-, Sport-, Technik- und Einrichtungshaus, vermietet Flächen etwa an H&M, S.Oliver, OBI und Aldi und beschäftigt über 2.500 Mitarbeiter. IT-Chef Andreas Iken sieht im klassischen Handelsgeschäft die Identität des Unternehmens. Viele Kunden kennen die Mitarbeiter von Dodenhof persönlich. Die digitale Transformation zielt besonders auf eine Steigerung der Aufenthaltsqualität. „Unsere digitale Welt soll emotionalisieren und Lust darauf machen, vor Ort einzukaufen“, sagt Iken. Das Digitale wird für uns ein Verstärker des stationären Geschäfts.

Lösung

Dodenhof löst diverse individuelle Systeme und eine veraltete Anwendungslandschaft aktuell durch SAP ab. Seit Pfingsten läuft im Mode- und Sporthaus von Dodenhof die Branchenlösung SAP for Retail, seit Oktober auch in der Technikwelt. Ebenso wurde die Finanzbuchhaltung bereits auf SAP umgestellt. Der Möbelhandel migriert als nächstes auf SAP. „Ohne dieses Fundament wäre eine Digitalisierung unmöglich gewesen“, sagt IT-Chef Andreas Iken.

Ausblick

Sämtliche Kanäle sollen künftig mit dem Kunden kommunizieren: So soll es beispielsweise möglich sein, per „Click and Reserve“ Termine mit Verkäufern online zu vereinbaren oder sich virtuell seine Wohnung einzurichten. Das heißt, dass Dodenhof sich auf Online-Maßnahmen konzentriert, die im Geschäft vor Ort wirken.

Die Ausgangslage ist gut: 500.000 Kundenkarten werden aktiv genutzt. Allerdings ist das bisher eher ein „Rohdiamant im Keller“. „Wir können unsere Kunden allerdings aktuell nicht so persönlich ansprechen, wie wir das gerne wollen“, gibt IT-Chef Andreas Iken zu bedenken. Wenn künftig jemand Pampers einkauft, ist Dodenhof in der Lage, auch Hinweise auf Kinderkleidung geben. Durch das ERP-Projekt mit SAP ist Dodenhof klar geworden wie wichtig Stammdaten sind. Die ersten Schritte in ein neues Zeitalter hat Dodenhof mit einem neuen Kassensystem getan, das nun über unsere Kundenkarten dazu in der Lage ist, unseren Kunden personalisierte Angebote zu machen.


6. Hamburg Port Authority nutzt die SAP HANA Cloud Platform als logistische Drehscheibe im Hamburger Hafen

Herausforderung

Für 2030 erwartet der Hamburger Hafen eine Steigerung des Containerumschlags von derzeit knapp zehn auf dann 18 Millionen Stück. Da allerdings der Raum des Hafengeländes begrenzt ist, steht die Hamburg Port Authority (HPA) vor der Herausforderung, effiziente Lösungen für die Steuerung und die Nutzung der Infrastruktur im Hamburger Hafen zu finden. Bereits 2011 wurde deshalb das Pilotprojekt smartPORT logistics auf den Weg gebracht. Zusammen mit der Spedition Stapelfeldt Container Logistik, dem Logistiker und Parkplatzbetreiber Hoyer, dem ADAC, dem Implementierungspartner T-Systems und Softwarepartner SAP begann die HPA damit, ein System zu entwickeln, das den Verkehrsfluss im Hafen optimieren soll. Das Ziel ist, mehr Umsatz und Umschlag bei gleichbleibender Fläche möglich zu machen.

Lösung

Das Projekt basiert technologisch auf der SAP HANA Cloud. Informationen der Speditionen und Parkplatzbetreiber hat das Team von T-Systems und SAP in die In-Memory-Datenbank von SAP eingespeist und sendet beispielsweise den LKW-Fahrern der Speditionen direkt Informationen über Parkplatzbelegungen auf ihr Samsung-Tablet. Das reduziert Standzeiten, macht Touren besser planbar und vereinfacht die Kommunikation mit und besonders auch für die LKW-Fahrer.

Viele Stakeholder im Hafen können auf der SAP HANA-Plattform ihre Services aufsetzen. Das smartPORT-logistics-Team der HPA, dem auf Logistik spezialisierten IT-Dienstleister DAKOSY, Telekommunikationskonzern Deutsche Telekom und SAP bereitet sich derweil auf die „Ausweitung der Anwenderzahlen“ der Cloud-Anwendung vor. Mehr LKW-Fahrer und auch „bewegliche Anlagen“ sollen das System nutzen. Deren Fahrposition und -ziel intelligent verknüpft mit Drittdaten etwa von Containerterminalbetreibern oder Informationen über Baustellen machen die Verkehrslage- und Verkehrsflusssteuerung zum und im Hamburger Hafen effizienter. Der besondere Vorteil der Cloud-Technologie: Weitere Anwendungen lassen sich unkompliziert anbieten, denn über Web bekommt die HPA einen einfachen Zugang zu smartPORT logistics.

Ausblick

Teilnehmer und Informationsquellen sollen stetig erweitert werden. Künftig sollen etwa Slotinformationen zum Abholen der Container durch LKWs zur Verfügung stehen und weitere Speditionen, Hafenbetriebe und auch erste Containerterminalbetreiber aufgenommen werden. Zudem dient dieses Projekt auch als internationaler Pionier für andere Häfen mit hohen Umschlägen, etwa in Indien und China.


7. Die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG plant das Internet der Dinge nun auch für den B2C-Bereich

Herausforderung

Ob Kehrmaschinen, Scheuersaugmaschinen oder Dampfreiniger: Professor Matthias Mehrtens vom Reinigungsspezialisten Kärcher spürt den Trend, „dass jedes Gerät bald seine eigene IP-Adresse haben wird“. Vor zwei Jahren entstanden die ersten Konzepte, das Internet der Dinge im Profibereich zu erschließen. Das Ziel des Vice President Information Systems Mehrtens war es, die Maschinen auf Kundenwunsch digitalisiert anzubieten und Auswertungen zu ermöglichen. Das ist einerseits für die Produktentwickler sinnvoll, die Hinweise auf Mängel bekommen sowie für Reinigungsdienstleister, die die Maschinen zielgerichtet einsetzen und wissen wollen, wie stark die Maschinen im Einsatz waren oder welche Maschinen erhöhte Ausfallzeiten aufweisen.

Lösung

Seit etwa einem Jahr übermitteln neue Telematik-Bausteine in den Maschinen Daten über deren Standort, Ladezustand und etwaige Probleme an Kärcher. „Unsere Kunden bekommen Zugang zu einer Cloud-Plattform, auf der sie ihre Flotte analysieren können: „So sehen sie die Kosten des Gerätes und deren Betriebsdaten in Echtzeit auf dem Bildschirm“, erläutert Mehrtens. Zudem lassen sich die Gesamtkosten wie etwa für ein Bürogebäude oder ein Einkaufszentrum zuordnen. Darüber hinaus hilft diese Transparenz auch der Produktentwicklung.

Perspektive

Mehrtens registriert einen exponentiellen Anstieg der Datenvielfalt. Auch die Anzahl der Geräte, die mit IP-Adresse ausgestattet sind, nimmt immer mehr zu. So wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Endverbraucherbereich und der Servicesektor ebenfalls von der Vernetzung der eingesetzten Geräte profitieren – ob das Bewässerungssysteme sind, die sich automatisch in Betrieb nehmen, wenn Blumen Wasser benötigen oder der Staubsauger, der – sobald der Staubsaugerbeutel annähernd voll ist – dem Besitzer eine SMS mit Bestelloption zusendet. „Big Data zielgerichtet ausnutzen“, nennt das der IT-Verantwortliche Professor Matthias Mehrtens pragmatisch. Kärcher setzt aktuell sowohl SAP Business Objects als auch das SAP Business Warehouse ein, das gerade auf das Enhancement Package 7 (EHP 7) gebracht wurde. Erste Erfahrung mit der In-Memory-Plattform SAP HANA will Mehrtens mit dem Lieferantenportal sammeln, auf dem sich neue Partnerunternehmen vorab qualifizieren müssen. „Hier sind wir bereits gestartet“, sagt Mehrtens.

Wie Kärcher sein Geschäft digitalisiert:


8. Still automatisiert seine Gabelstapler so weit es geht

Die Herausforderung

Einen Gabelstapler schaffen, der in der Lage ist, selbständig Aufträge zu empfangen und auszuführen: Das war das Ziel des Hamburger Unternehmens STILL. „Inzwischen geht es nicht mehr um höher, schneller und weiter, sondern darum, ein intelligentes Netzwerk zu schaffen“, sagt Thomas Fischer, Chief Sales Officer, STILL GmbH.

Die Lösung

Ein Gabelstapler namens cubeXX entscheidet nicht nur selbst welches Ziel er anfährt, sondern reagiert auch auf plötzlich auftauchende Hindernisse. Um einerseits Auftragsdaten wie auch Fahrzeugdaten zusammenzubringen, nutzt STILL die SAP HANA Cloud Platform. Sie verarbeitet riesige Datenmengen in Echtzeit und macht Auftragsdaten online verfügbar, schafft also die Verbindung vom ERP zu den Sensor- und Gerätedaten. Damit verhilft sie dem cubeXX zur Selbstständigkeit und verschafft Logistikmanagern einen transparenten Flotten-Überblick. Denn nun können sie Sensor- und Prozessdaten ganzer Flotten von überall überwachen und frühzeitig korrigierende Maßnahmen ableiten.

Der Ausblick

Schon heute ist aus dem einstigen Gabelstapler nicht nur ein autonomes Fahrzeug, sondern ein Service geworden, der Aufträge ohne menschliches Zutun erledigt. In der Zukunft werden die Maschinen sich untereinander abstimmen und selbst beschließen, welche Fahrzeuge welche Aufträge annehmen, prognostiziert STILL-CSO Fischer.


9. Roche nutzt die SAP HANA Cloud Plattform für die Unterstützung chronisch kranker Patienten

 Herausforderung

Aktuell gibt es allein in Deutschland sechs bis acht Millionen Menschen, die an der „Zuckerkrankheit“ Diabetes leiden. Die meisten von ihnen leiden unter Typ-2-Diabetes, der zumeist durch einen ungesunden Lebensstil mitverursacht wird. Das belastet das Gesundheitssystem enorm: Weltweit verursacht diese Erkrankung jährlich über 460 Milliarden Euro Kosten, bei knapp 350 Millionen Patienten. Die Weltgesundheitsorganisation hat ermittelt, dass die Todesursache Diabetes in den letzten zehn Jahren um 50 Prozent zugenommen hat. Viele Herzinfarkte und Schlaganfälle etwa sind auf den Typ-2-Diabetes zurückzuführen. Das Ziel von Roche Diabetes Care in Zusammenarbeit mit SAP ist, „Metaboliker“, also Menschen, die in der Regel überhöhten Blutdruck, Übergewicht und hohe Blutfettwerte aufweisen, bereits präventiv zu unterstützen, so dass sich der Typ-2-Diabetes gar nicht erst ausbildet.

Lösung

Die technische Lösung SAP Health sammelt die Daten des Patienten über eine mobile App ein und stellt sie über die SAP HANA Cloud Platform zur Verfügung. Das Blutzuckermessgerät der Patienten – „Accu-Chek Aviva Connect“ – schickt den aktuellen Blutzuckerwert per Bluetooth aufs Handy. Den Patienten steht es frei, zusätzlich einen Schrittzähler einzubinden, der die tägliche Bewegung des Nutzers aufzeichnet. Messwerte werden über eine Smartphone-App von SAP automatisch auf der Plattform gespeichert und sind, sofern der Patient seinen Arzt autorisiert, auch für den Mediziner einsehbar. Vorteil für den Arzt: Er hat den gesamten Krankheitsverlauf und die beeinflussenden Rahmenparameter wie zum Beispiel den Bewegungsstand in einem internetbasierten Arztportal vor sich, ohne dass der Patient öfter als nötig in die Praxis muss.

Ausblick

Immer häufiger wird der Arzt in der Lage sein, auf Basis solider Messungen des Patienten schon online zu reagieren, mit dem Patienten zu sprechen und ihn aus der Ferne zu beraten. Den Schlüssel dafür liefert eine Technologie, die es möglich macht, Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenfließen zu lassen und zur Verfügung zu stellen. Patienten sollen so zunehmend auf ihre Gesundheit und ausreichend Bewegung achten und ihren Lebensstil verbessern. „Prinzipiell hat diese Plattform Potenzial für jede Form von chronischen Erkrankungen, die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient wird verbessert und individualisierter möglich als zuvor“, ist Oliver Haferbeck, Leiter Diabetes Care Germany bei Roche Diagnostics überzeugt.


10. BRP-Rotax auf dem Weg zur Losgröße 1 für das „Luxusspielzeug für Erwachsene, das jeder haben will.“

Herausforderung

2009 bekam auch der österreichische Motorenspezialist BRP-Rotax die Weltwirtschaftskrise zu spüren. Die Nachfrage nach den Premiumprodukten des kanadischen Konzerns BRP (Bombardier Recreational Products) ließ in dieser Zeit nach. Als Tochterunternehmen produziert BRP-Rotax die Motoren für „ultimative Freizeitfahrzeuge“ wie Ski-Doo Motorschlitten, Sea-Doo Jetboote, Can-Am Spyder Roadster und Can-Am All Terrain und Side-by-Side Vehicles. „Wir produzierten damals fertige Produkte auf Halde und hatten letztlich zu hohe Lagerstände“, erinnert sich Harald Okruch, IT-Director bei BRP-Rotax, dessen Unternehmen jährlich etwa 250.000 Motoren für Freizeitfahrzeuge baut, die von 4.200 Händlern in mehr als hundert Ländern an die Kunden verkauft werden. Das Ziel war gesteckt: Möglichst präzise nur noch so viel produzieren, wie der Markt abnimmt. „Denn das Unternehmen musste unbedingt resilient gegen derartige Konjunkturschwankungen und damit flexibler werden“, so Okruch.

Lösung

Weg vom Batch, hin zu Losgröße 1: Weg also von der Serienproduktion im großen Stil hin zur individuellen Fertigung lautete die Idee der Strategen von BRP-Rotax. Zudem sollten Chassis und Motoren online konfigurierbar werden. „Zukünftig werden wir nur noch wenig Stangenware produzieren“, erläutert Okruch, der den Schlüssel für diese Entwicklung in der Digitalisierung der Abläufe im Unternehmen sieht. So setzt das Unternehmen heute unter anderem auf so genannte Automated Guided Vehicles, selbstfahrende Montageblöcke, die mit hoher Intelligenz ausgestattet sind und die nötige Flexibilität für die individuelle Produktion schaffen. Zudem ist BRP-Rotax gerade dabei, die Produktionshalle enger mit ihrem ERP-System zu vernetzen. „Dadurch können wir die Prozesse besser steuern als vorher“, erläutert Okruch. Jedes einzelne Teil ist damit in seiner Historie genau nachverfolgbar, Produkte und Maschinen werden intelligent, indem sie RFID-Chips enthalten, die zusätzlich mit Prozess- und Steuerungsdaten angereichert sind. „Während des Baus eines Motors überprüft nun das SAP-Tool SAP Manufacturing Execution (SAP ME) die Prozesse und identifiziert Fehler sehr früh im Produktionsprozess“, so Okruch, der sich nur ungern an das alte Legacy-System zurückerinnert. Echtzeittransparenz im Unternehmen, schnelle, fundierte Entscheidungen aufgrund zeitnaher Fertigungsdaten, genaue Überwachung der Arbeitsfortschritte: Die Versprechungen von SAP in Hinsicht auf SAP ME haben sich zum großen Teil schon bewahrheitet. Doch ist Okruch Realist genug: Als Tochter eines Konzerns mit 7.600 Mitarbeitern ist der „Change-Prozess“ das fast noch größere Vorhaben als die Technik an sich. Der Ausbau der „Predictive Maintenance“ etwa sei noch nicht umgesetzt und zunächst ist es Ziel, die Mutter in Kanada von der neuen Herangehensweise und den ersten Schritten hin zu einer Smart Factory als „Best Practice“-Beispiel zu begeistern. „Das ist ein Leuchtturmprojekt für den Konzern“, ist Okruch überzeugt.

Ausblick

Aktuell beginnt BRP-Rotax zwar bereits, seine Prozessdaten als Big Data zu konsolidieren. Von „Smart Data“ spricht Okruch allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht und auch noch nicht von einer Art Leitstand, auf dem diese intelligenten Analysen zusammengeführt werden. 2020, so das Ziel des Managers, sollen schließlich die alten Montagebänder aus der Produktionshalle verschwunden und die gesamte Fertigung auf Losgröße 1 möglich sein. „Dann sind auch alle Zulieferer in der Prozesskette integriert“, ist Okruch überzeugt, der selbst einen Spyder Roadster fährt. Okruch: „Eigentlich ist BRP ja nichts anderes als eine Luxusspielzeugfabrik für Erwachsene – Luxusspielzeug, das jeder haben will.“


11. Maschinenfabrik Reinhausen setzt auf den Data Lake

Herausforderung

Mit Stufenschaltern für Regeltransformatoren wurde die Maschinenfabrik Reinhausen (MR) Anfang der 20-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts groß. Steigt der Strombedarf sorgen die Schalter dafür, dass die Spannung an der Steckdose im Lot bleibt. Die Hälfte des weltweiten Stroms fließt durch Produkte des Regensburger Weltmarktführers. Die wichtigste Anforderung an das anstehende Digitalisierungsprojekt der MR lautet: Viele einzelne Datensilos auflösen und in einen „Data-Lake“ fließen lassen, ohne dass die IT-Systeme mit deren Verarbeitung überfordert sind und die Übertragungsgeschwindigkeit unverändert hoch bleibt. „Wissen aufbereiten, das aktuell noch in vielen Datenbanken verteilt zu finden ist“, heißt ein Ziel vom CIO der Reinhausen Gruppe Christoph Heiss (51).

Lösung

Die Lösung heißt SAP HANA und ist für den Diplomkaufmann Heiss die Plattform, die das leisten soll. Vor anderthalb Jahren ist die Entscheidung gefallen. Seit diesem Sommer ist das Kundenmanagement mit SAP CRM auf SAP HANA live, das Business Warehouse SAP BW seit einigen Tagen ebenso. Im zweiten Quartal 2016 soll nun auch das ERP des Hidden Champions aus Regensburg mit 3.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 650 Millionen Euro (2014) auf SAP HANA basieren. „Wir haben schon heute Datenmassen, die in unterschiedlichen Datenbanken gespeichert sind“, erläutert Heiss, „mit SAP HANA werden wir die Daten zentral halten und intelligent miteinander verknüpfen können.“

Aktuell erstellen die IT-Experten sogenannte Use Cases – Szenarien, die später im Geschäft zum Einsatz kommen sollen. Wo lassen sich Prozesse verbessern, Kosten reduzieren und Fehler vermeiden? MR möchte jeden einzelnen Stufenschalter über alle Phasen des 30 bis 60 Jahre dauernden Product-Lifecylces begleiten und durch konsequente Mustererkennung zusätzlichen Kundennutzen generieren sowie interne Prozesse optimieren.

Zudem freut sich Heiss auf die Analyse der „Masse von Sensordaten, die irgendwo gespeichert sind“, so Heiss.

Ausblick

Im Laufe des zweiten Quartals wird der nächste Schritt des Millionen-Projekts umgesetzt: Dann wird ERP ebenfalls auf SAP HANA-Basis betrieben. „ERP auf SAP HANA aufzusetzen wird ein Meilenstein, der Data Lake das zusätzliche Bonbon“, konstatiert CIO Heiss, der sich bereits die Finanzprozesse im In-Memory-Umfeld vorstellt. Doch bis dahin müssen noch ein paar Schalter umgelegt werden. Ein nicht unwichtiger Punkt: Der Markt der SAP HANA-Spezialisten ist noch überschaubar. Mit zunehmender Digitalisierung und wachsender Bedeutung von Big Data steigt auch der Bedarf an hierfür spezialisierten IT-Mitarbeitern. „Als Top-Arbeitgeber in der Region bietet MR interessante und herausfordernde Aufgaben in einem stabilen Familienunternehmen“, bemerkt Heiss, CIO beim Hidden Champion Maschinenfabrik Reinhausen.

Weitere Informationen:

Tags: ,

Leave a Reply