200 Start-Ups auf der CeBIT

6. März 2013 von Andreas Schmitz 0

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BITKOM-Präsident, Prof. Dieter Kempf (Foto: CeBIT)

Smartphones verdrängen Handys, hohe zweistellige Wachstumsraten für die Cloud und weiterhin steigende Umsätze mit mobilen Datendiensten: Die gerade auf der CeBIT in Hannover vorgestellten Zahlen des Branchenverbands Bitkom zeigen das Potenzial, das im mobilen Geschäft noch grossteils schlummert. Auch wenn Dieter Kempf “gerne die Aussteller aus Barcelona” in Hannover gehabt hätte, jene, die in der vergangenen Woche auf dem Mobile World Congress unterwegs waren, zeigt sich der Bitkom-Präsident zufrieden: Über 500 Unternehmen, die sich mit mobilen Applikationen und Social Media beschäftigen, zählt der Veranstalter – allein 200 Start-Ups, die sich mit mobilen Anwendungen beschäftigen.

Mobil Datendienste: Das grosse Wachstum weicht dem Mainstream

Über 9 Milliarden Euro Umsatz erwartet Bitkom in 2013 auf dem Markt für mobile Datendienste, sieben Prozent mehr als im Vorjahr, wobei allerdings die Wachtumsraten gegenüber den Vorjahren sinken. 2011 lagen sie bei 16, 2012 bei 8,6 Prozent. Für Messe-Vorstand Frank Pörschmann ist das ein Zeichen dafür, dass die “Grundvorraussetzungen für das mobile Geschäft bald erfüllt sind”. “In zwei drei Jahren”, so Pörschmanns Prognose, “wird alles mobile sein, dann wird das Thema nicht mehr so stark diskutiert werden”. Und das Thema wird sich nach dem Hype zu einer Art Mainstream-Thema wandeln. Das bestätigt auch der Blick auf die aktuellen Verkaufszahlen für Handys und Smartphones. Während 2009 gerade einmal 17 Prozent der Konsumenten ein Smartphone nutzten, prognostizieren Marktforscher für 2013, dass vier von fünf Mobiltelefone Smartphones sind.

Cloud Computing mit 53 Prozent Wachstum

Nachhaltiges Wachstum konstatiert Bitkom hingegen beim Cloud-Geschäft. Für 2013 erwartet der Branchenverband mit einem Umsatz von 4,6 Milliarden Euro ein Plus von 53 Prozent. Bis 2016, so die Prognosen aus Zahlen der Experton Group und Bitkom, wird der Umsatz auf dann 13,7 Milliarden Euro steigen. Cloud-Dienste von Filesharing bis zu Sozialen Netzen bieten den Vorteil, ohne grosse Investitionen eine IT-Infrastruktur zu nutzen, die bislang ausschliesslich Grossunternehmen zur Verfügung stand. Ein enormer Vorteil für kleine und wendige Unternehmen.

Gedämpftes EU-Wachstum

Etwas mehr als ein Viertel des derzeit 2,7 Billionen Euro starken weltweiten ITK-Geschäfts findet in den USA statt (26,8 Prozent), gefolgt von der EU (21,8 Prozent). Allein in Deutschland erwirtschaften die Unternehmen etwa 4,5 Prozent des Weltmarktumsatzes. In Hinsicht auf das Umsatz-Wachstum schwächelt die Euro-Zone derzeit. Mit nur 0,9 Prozent Prognostiziertem Umsatzwachstum liegt die Eu weit hinter China (+8,9 Prozent), den USA (+6,5 Prozent) und dem “Rest der Welt”(+6,7 Prozent) zurück.

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