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500 Jahre reines, klares Bier

Feature | 25. April 2016 von Devyani Bhattacharjee 0

„…Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gerste, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen. Wer diese unsere Anordnung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Fass Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtlich weggenommen werden.“

— Bayerisches Reinheitsgebot von 1516

Streng und doch geschätzt feiert das deutsche Reinheitsgebot  seinen 500. Geburtstag. Über ein halbes Jahrtausend lang hat es unser Verständnis von Bier geprägt. Am 23. April 1516 bestimmte der bayerische Herzog Wilhelm IV., dass Bier nur aus Gerste, Hopfen und Wasser bestehen darf (wozu später noch Hefe und Getreidesorten wie Weizen und Roggen hinzukamen). Jeder, der weitere Zutaten beimischte, wurde hart bestraft. Der Erlass, der zunächst in Bayern und dann in ganz Deutschland galt, sollte verhindern, dass Brauer mit krimineller Energie Biertrinkern durch chemische Zusätze oder dem Beimischen giftiger Pilze gesundheitlichen Schaden zufügten. Bis heute genießt das Reinheitsgebot als ältestes Nahrungsmittelgesetzt der Welt und Garant für reines, qualitativ hochwertiges Bier einen hohen Stellenwert, besonders bei deutschen Brauereien.

Heute ist Bier unbestritten das weltweit beliebteste alkoholische Getränk. Bekannte Bierproduzenten füllen jährlich Millionen von Fässern ab. 2020 soll sich der Umsatz auf 688,4 Mrd. $ belaufen, was ein jährliches Wachstum von 6% bedeutet (Quelle: Allied Market Research, Mai 2016). Inzwischen gibt es tausende von Brauereien weltweit, um die 1300 davon allein in Deutschland, die 5000 Biersorten produzieren (Quelle: Wikipedia). Um der Menge Herr zu werden, wird zunehmend auf nachhaltige Verpackungslösungen wie Dosen oder kleine Fässer zurückgegriffen.

Um innovativ zu sein, experimentieren manche “Bier-Rebellen” heutzutage mit Zusätzen wie Himbeere oder Schokolade und verlangen eine Lockerung des Reinheitsgebotes, um kreative Mischungen möglich zu machen.

SAP hilft bei der Bier-Produktion

SAP und die Bierbranche sind eng miteinander verbunden. Und diese Verbindung wird pro Minute um 282 000 Liter enger. Denn so viel Bier produzieren unsere Kunden, womit sie 77 Prozent der Produktion weltweit abdecken. Ob Großunternehmen oder Startup, Lösungen von SAP unterstützen die Branche bei Vertrieb, Logistik, Finanzwesen oder Qualitätskontrolle.

Die führende Brauerei auf Zypern, die Photos Photiades Brauerei, nutzt SAP Business All-in-One für sämtliche Vorgänge, vom Auftrag über die Planung, bis zur Auslieferung. Die lokale Mikrobrauerei Golden Story in Los Angeles verwendet SAP Business One und OrchestradedBEER, um hauseigenes Bier höchster Qualität mit Gewinn herzustellen. Fulton Beer, eine Brauerei in Minneapolis setzt ebenfalls auf SAP Business One und OrchestratedBEER ein, wenn es um die Transparenz bei Aufträgen und Lieferungen geht.

Zu ganz anderen Zwecken hat Weissberger, ein ungewöhnliches Technologie-Startup-Unternehmen, ein System namens „Alcohol Analytic Powered by SAP HANA“ entwickelt. Bars und Brauereien können damit den Bierverbrauch in Echtzeit messen. Mithilfe von Sensoren und Strömungsmessern wird jeder Liter, der durch den Zapfhahn fließt, festgehalten. Die gesammelten Daten werden dann an Server in der Cloud gesendet, wo sie umgehend analysiert und auf einem Dashboard angezeigt werden. Das macht definitiv mehr Spaß, als Fässer zu zählen.

Foto: Shutterstock

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