Kaum Erfolgsmessung bei Mobility

28. Februar 2014 von Claudia Linke 0

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Mobilität ist für fast die Hälfte der Unternehmen erste oder zweite Priorität unter den digitalen Technologien – das fand die Unternehmensberatung Accenture bei einer Umfrage unter 1.468 Top-Managern heraus. 77 Prozent der Unternehmen bezeichnen Mobilität als eines ihrer top fünf Themen, gefolgt von Big Data Analytics (72 Prozent) und „Connected Products“ (65 Prozent), also Objekten, die mittels eingebundener Software Daten sammeln, senden und empfangen.

4 Schlussfolgerungen leiten die Studienautoren aus den Ergebnissen ihrer Umfrage ab:

  1. Digitale Projekte sind keine Einzelfälle mehr
  2. Aggressive Mobility-Strategien
  3. Formale Evaluierung Fehlanzeige
  4. Mobilstrategie bei jedem zweiten Unternehmen der Spitzengruppe

1. Digitale Technologie als strategisches Investment

Drei Viertel der Befragten sehen den Einsatz von digitalen Technologien als strategisches Investment und nicht als Einzelfallentscheidung. Von ihnen erwarten 29 Prozent, dass diese Technologien zusätzliche Einnahmen generieren werden. 28 Prozent planen, ganz neue digitale Unternehmungen oder Services aufzubauen und weitere 27 Prozent rechnen damit, neue Geschäftsfelder zu erschließen.

2. Aggressives Vorgehen bei Mobilität

Laut der Accenture-Studie führen Unternehmen sehr zielstrebig mobile Technologien und Anwendungen ein. Vier von zehn Befragten gaben an, eine aggressive Mobility-Strategie verfolgt und stark in mobile Technologien investiert zu haben. Darüber hinaus betrachteten sie Mobility als zentralen Teil ihrer Geschäftsstrategie. 44 Prozent der Befragten gaben an, dass es eine unternehmensweite Mobilitätsstrategie in ihrer Firma gäbe und weitere 43 Prozent berichteten von einer Mobilitätsstrategie in bestimmten Business Units und Funktionen. Der Fokus bei der Entwicklung von mobilen Anwendungen liege vor allem auf der Verbesserung von Zuverlässigkeit und Nutzerzufriedenheit (46 Prozent), der Einführung von neuen Anwendungen um die allgemeine mobile Präsenz zu verbessern (44 Prozent) und der Implementierung von neuen Features und dem  Ausnutzen neuester Technologien (42 Prozent).

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Was Mobilität in Unternehmen behindert

3. Mobilität wird im Alltag ausgebremst

Viele Unternehmen haben keine großen Fortschritte gemacht, was ihre Prioritäten im Bereich Mobilität angeht: Nicht mehr als 18 Prozent gaben an, zufrieden damit zu sein, während 40 Prozent von wenig Fortschritten berichteten. Darüber hinaus beschrieben weniger als die Hälfte der Befragten den Einsatz von mobilen Technologien als effektiv und zwei Drittel berichteten von Problemen beim Roll-out. Acht von zehn Unternehmen fehlt der formale Prozess, um die Vorteile mobiler Technologien zu identifizieren, zu evaluieren und zu priorisieren und 85 Prozent haben keine passenden Methoden, deren Effizienz zu messen.

4. Mobilstrategie bei  jedem zweiten Unternehmen der Spitzengruppe

In der Studie werden fünf Eigenschaften von Unternehmen genannt, die im Bereich Mobilität bereits erfolgreich sind. Bei diesen Unternehmen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie das ganze Spektrum der neuen digitalen Technologien unter ihren wichtigsten fünf Prioritäten ansiedeln. Außerdem nutzen sie mobile Technologien eher für ganz neue digitale Unternehmungen oder Services. Außerdem fanden die Autoren der Studie heraus, dass diese Unternehmen häufiger eine unternehmensweite Mobilstrategie haben (54 Prozent im Vergleich zu 43 Prozent aller Unternehmen). Die Unternehmensführung war häufiger verantwortlich für die Mobilstrategie und war stärker involviert. Darüber hinaus  verfolgen diese Unternehmen eine aggressive Strategie für Mobilität, investieren mehr und behandeln mobile Technologie als Teil der Geschäftsstrategie. Um die Technologie intern besser zugänglich zu machen, konzentrieren sich führende Unternehmen außerdem auf den Aufbau eines Unternehmens-App-Stores.

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