Mobile Applikationen: Überblick und Roadmap

7. Dezember 2011 von Christiane Stagge 0

Mobile SAP-Software gibt es nicht nur in Form von Apps im iTunes-Store. Für einige SAP-Anwendungen gibt es auch spezielle mobile Versionen, die im Zusammenspiel mit der Backend-Software funktionieren. Ob iPhone, iPad, Blackberry, Windows-Phone oder Android-Gerät – die Anwendung lässt sich auf jedem Mobilgerät nutzen. SAP verspricht ein konsistentes „Look & Feel“ über alle Geräte hinweg. Voraussetzung ist, dass die entsprechende Software auf den Firmenrechnern installiert ist. Die Daten werden mit dem Mobilgerät synchronisiert. Nimmt der Nutzer unterwegs Änderungen vor, werden diese automatisch in das Backend eingespeist.

Damit mobile Software funktionieren kann, ist in der Regel eine WLAN- beziehungsweise Datenverbindung zum Mobilfunknetz erforderlich. Es gibt jedoch hybride Anwendungen, die auch dann funktionieren, wenn keine Internetverbindung verfügbar ist.

Die mobile Software von SAP richtet sich an drei verschiedene Arten von Nutzer:

  • Process User, dazu gehören die Anwendungen für Sales und Service, Mobile Asset Management, Yard Management und Retail Execution
  • Knowledge User, bei denen Analysen im Vordergrund stehen. Hier kommt es darauf an, alle wichtigen Daten sofort verfügbar zu haben. Knowledge User nutzen Anwendungen wie Travel, Medical Records, HR, Approvals and Procurement, Analytics und Business Intelligence
  • Consumer User. Hier stehen die Endkunden im Mittelpunkt. Hierzu zählen die Sybase-Lösungen eCare, eCitizen, eBanking und eRemittance.

Für Servicetechniker und Logistikmitarbeiter ist es entscheidend, dass entsprechende Wartungsprozesse mit der Software abgebildet werden, während das Management eher an mobilen Dashboards, Analysen, Freigaben und Workflows interessiert sind.

Auf der TechEd 2011 in Madrid gab es ausgewählte mobile Applikationen inklusive Roadmaps zu sehen. 2011 standen mobile Anwendungen für Sales-Mitarbeiter im Vordergrund. Mit ihnen können Vertriebsmitarbeiter unterwegs Kundendaten abrufen, auf relevante Daten zugreifen und sich auf ihren nächsten Termin vorbereiten. Auch Analysefunktionen sind mit den Applikationen möglich.

Geplant sind Anwendungen fürs Beschaffungsmanagement, Personal- und Finanzwesen sowie weitere branchenspezifische Mobilsoftware.

Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen folgende Applikationen inklusive Roadmap vor:

SAP CRM Mobile Sales

Mit SAP CRM Mobile Sales, früher unter den Namen Sybase Mobile Sales bekannt, sind Marketing- und Vertriebsmitarbeiter bestens für ihren nächsten Kundenbesuch gerüstet. Mit der Anwendung haben Sie unterwegs Zugriff auf Accounts, Kontakte, Opportunities, Leads und Activities. Sie können Bestellungen einsehen, Reports generieren und Workflows überwachen. Falls Sie keine Internet-oder Datenverbindung haben, funktioniert die Software trotzdem: SAP CRM Mobile Sales unterstützt auch Offline-Funktionen.

 

SAP Retail Execution Mobile

SAP Retail Execution Mobile ist für Außendienst- und Salesmitarbeiter für den Einzelhändler optimiert. Mit Hilfe der Software lassen sich Kundenbesuche vorbereiten und auf Marktstudien zugreifen. Auch auf Fotos oder Kartenmaterial können Nutzer von unterwegs aus zugreifen. Retail Execution Mobile basiert auf der Sybase Unwired Platform. Die Software funktioniert unter Apple iOS für iPhone und Windows Mobile. Einige Funktionen sind auch offline verfügbar.

2012 soll die Software auch auf dem iPad und auf Android-Geräten laufen. Außerdem sind erweiterte Funktionen für Service Requests, Reporting und Bestellaufnahme geplant. 2013 soll es Features für Routenplanung und Rechnungswesen geben.

SAP Field Service Mobile

Die Anwendung richtet sich an Servicetechniker, die im Außendienst unterwegs sind. SAP Field Service Mobile greift auf Daten aus SAP CRM Service zu. Unterwegs können Techniker ihre Änderungen über die mobile Bedienoberfläche eintragen. Anschließend werden die Daten mit dem Backend synchronisiert.

In SAP Field Service sind Google Maps integriert. Alerts benachrichtigen den Nutzer bei wichtigen Ereignissen. Die Software funktioniert auch ohne Internetverbindung. Derzeit werden nur Geräte mit Windows Mobile unterstützt. Ab 2012 soll SAP Field Service auch auf iPhone und iPad funktionieren. 2013 sollen Android-Geräte hinzukommen. In zwei Jahren sind außerdem Funktionen für Knowledge- und Vertragsmanagement geplant.

 

 SAP Enterprise Asset Management (EAM) Work Order

Auch diese Software ist für Außendienst- und Servicetechniker konzipiert. Mit der Funktion „Work and Service Order Management“ lassen sich Serviceaufträge ansehen, erstellen und bearbeiten. Mit „Notification Management“ können Wartungsmitarbeiter eigene Benachrichtigungen und Aufgaben erstellen.

Mit SAP EAM Work Order lassen sich Aufträge zuordnen, Auftragsinformationen übermitteln, Rechnungen erstellen und Kundenrückmeldungen erfassen. Technische Equipments und Arbeitsplätze lassen sich ebenfalls anzeigen. Sogar die Verwaltung eines gesamten mobilen Lagers ist möglich.

ERP-Software gibt es auch in der mobilen Version. (Foto: Christiane Stagge)

SAP Business ByDesign auf dem iPad: ERP-Software gibt es auch in der mobilen Version. (Foto: Christiane Stagge)

 

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