Partnerbörse: Anschluss für Techniker

Feature | 18. Januar 2010 von Sophie Kirsten 0

Kontakte gesucht (Collage: grasundsterne)

Kontakte sind essenziell innerhalb der User Groups (Collage: grasundsterne)

Bis vor gut anderthalb Jahren hatte Huub Montanus noch nicht viel mit deutschen oder amerikanischen SAP-Anwendern zu tun. „Wir arbeiteten immer nur innerhalb der niederländischen Grenzen mit verschiedenen Interessengruppen zusammen“, erzählt er. Montanus ist seit zehn Jahren in der niederländischen SAP-Anwendergruppe VNSG Mitglied und leitet dort den Arbeitskreis SAP NetWeaver Process Integration (PI).

Wesentliche Anforderungen

Für viele Kunden stellt SAP NetWeaver PI als zentrale Integrationsplattform eine wichtige grundlegende Komponente in ihrer IT-Landschaft dar. Die Anforderungen der Unternehmen an diese Lösung sind deshalb existenziell wichtig. Das weiß auch Holger Himmelmann, Co-Sprecher des Arbeitskreises Application Integration bei der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG): „Wir befragten unsere Mitglieder zu ihren Anforderungen an SAP NetWeaver PI. Aus den Ergebnissen ermittelten wir eine Liste der ‚Top Ten-Anforderungen‘.“

Diese Top-Ten-Liste erwies sich als äußerst nützlich, um Einfluss auf die SAP zu nehmen. „Die Anforderungsliste reichten wir an die Ansprechpartner vom SAP Solution Management weiter und diskutierten die einzelen Punkte“, so Himmelmann. „Relativ schnell setzte SAP viele der Anforderungen um oder nahm sie in Planung.“ Wegen des Erfolgs der ersten Umfrage plante der Arbeitskreis der DSAG eine zweite zu den Themen Einsatzszenarien und Kundenzufriedenheit mit SAP NetWeaver PI im Bereich EDI. Um den Ergebnissen noch mehr Ausdruck zu verleihen, sollten an dieser Umfrage zusätzlich Mitglieder der amerikanischen SAP-Anwendergruppe ASUG und der holländischen VNSG teilnehmen. Der erste Schritt zur internationalen Zusammenarbeit in Sachen SAP NetWeaver PI war getan.

Internationale „Hot-Topic-Liste“

Im August 2008 fiel der Startschuss in Form eines gemeinsamen Kick-Off-Meetings in Walldorf. „Unser Ziel war ein regelmäßiger internationaler Erfahrungsaustausch mit den deutschen und amerikanischen Kollegen“, erinnert sich Huub Montanus. „Von diesem Austausch erhofften wir uns, unsere Entwicklungsanforderungen gebündelt noch besser und schlagkräftiger bei SAP einzubringen.“ Holger Himmelmann fügt hinzu: „Unseren Mitgliedern konnten wir als unmittelbar greifbare Ergebnisse gemeinsame Webex-Themenvorträge und internationale Best-Practices-Dokumente, unter anderem in den Bereichen Monitoring und Naming Conventions, anbieten.“

Die niederländischen, deutschen und amerikanischen Arbeitskreise tauschten sich fortan regelmäßig in Telefonkonferenzen, per E-Mail und im SAP Collaboration Workspace aus. „Wir erarbeiteten eine internationale Hot-Topic-Liste“, so Montanus. „Anschließend arbeiteten wir jedes dieser Themen zusammen ab.“

Handhabung SAP NetWeaver PI

Insgesamt ging es allen Beteiligten darum, Anwendern eine bessere Handhabung von SAP NetWeaver PI zu ermöglichen und bessere Ergebnisse zu erreichen. „Allein schon der Erfahrungsaustausch mit den Mitgliedern der VNSG und ASUG war sehr hilfreich“, meint Himmelmann. „Wir erkannten gemeinsame Probleme und konnten viel voneinander lernen. Als internationale Gruppe stehen wir mit unseren Anforderungslisten gegenüber SAP stärker da.“ Die Best-Practces-Dokumente erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Sie dienen zahlreichen Anwendungsunternehmen als nützliche Hilfe bei Einführung, Betrieb und Optimierung von SAP NetWeaver PI.

Holger Himmelmann zieht eine positive Bilanz der internationalen Zusammenarbeit zwischen den Arbeitskreisen der DSAG, VNSG und ASUG: „Insgesamt wurden die Erwartungen aller Beteiligten übertroffen. Wir sind als Anwendergruppen stärker geworden, und konnten für unsere Mitglieder viel erreichen.“ Daher wollen alle die Zusammenarbeit fortführen und ausbauen.  Weitere Anwendergruppen wie die schwedische SAPSA haben ebenfalls schon Interesse signalisiert. „Wir freuen uns darüber, dass der Austausch so gut funktioniert und Nachahmer findet“, ergänzt Huub Montanus.

Partnerbörse für User Groups

Der Fokus soll auch in Zukunft auf aktivem Engagement und der Erarbeitung von Best-Practices-Dokumenten liegen. „Gerade für kleinere Anwendergruppen oder Arbeitskreise ist die internationale Zusammenarbeit eine wertvolle Plattform zum Austausch und zur besseren Adressierung von Produktanforderungen an die SAP“, meint Himmelmann. SAP unterstützt die Zusammenarbeit durch die Bereitstellung des Collaboration Workspace, gemeinsame Workshops und konkrete Ansprechpartner, mit denen die Entwicklungsanforderungen diskutiert werden können.

Um die Zusammenarbeit zwischen Anwendergruppen zu erleichtern und weiter auszubauen, plant SAP den Aufbau einer Art „Partnerbörse“ für User Groups. Hier sollen sich Arbeitskreise oder Interessengruppen aus verschiedenen Ländern suchen und finden – und gemeinsam mehr erreichen. Die Arbeitskreise zu SAP NetWeaver PI haben zudem eine Art Anleitung verfasst, die anderen Arbeitskreisen internationale Zusammenarbeiten erleichtern soll. Das macht auch für SAP den Dialog mit den Kunden und Anwendern einfacher.

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