Eröffnung SAPPHIRE NOW

Feature | 18. Mai 2010 von Frank Völkel 0

Gut besucht: SAPPHIRE-NOW-Veranstaltungen in Orlando/Florida (Foto: Frank Völkel)

Volle Hallen: SAPPHIRE-NOW-Eröffnung in Orlando/Florida (Foto: Frank Völkel)

Fast schon traditionell stand der erste Tag ganz im Zeichen der Interessensvereinigung ASUG. Sie repräsentiert laut eigenen Angaben 85.000 SAP-Nutzer, die in 2.000 amerikanischen Unternehmen mit verschiedenen Software-Konfigurationen arbeiten. Die ASUG verfolgt primär das Ziel, entscheidend bei der Produktentwicklung mitzuwirken und gemeinsam mit SAP Software-Probleme zu lösen. Bridgette Chambers kommt von einer mittelständischen US-Firma und steht als neuer CEO an der Spitze der Anwendergruppe. Die Position des Vorstandssprechers (Chairman) hat Anthony Bosco, der nach wie vor beim Rüstungskonzern Day & Zimmermann beschäftigt ist.


Bridgettes Chambers ist neuer CEO der ASUG (Foto: Frank Völkel)

Bridgettes Chambers ist neuer CEO der ASUG (Foto: Frank Völkel)

Vereinigung SAP-Nutzer: Übernimmt ASUG die GBN?

Durch die Übernahme der französischen Business Objects gibt es zusätzlich 5.000 Unternehmen, die derzeit noch in der GBN-Anwendergruppe vereint sind. Diese Interessenvereinigung agiert ähnlich wie die ASUG, indem sie Fokusgruppen zu bestimmten Themen gebildet hat, die mit dem Software-Hersteller kommunizieren. Wie Chambers in ihrer Eröffnungsrede betonte, will die ASUG ihre Mitgliederzahl steigern. Die Aufnahme der GBN-Mitglieder (Business Objects Value Membership) in die ASUG wäre da nur eine logische Konsequenz, da bei SAP auf der Produkt-Seite die Software-Integration nahezu abgeschlossen ist.

Durch den Zusammenschluss der beiden Anwender-Gruppen wären dann rund 7.000 Unternehmen in der ASUG organisiert. Um innerhalb der Anwendergruppe erfolgreich zu sein, setzt Chambers auf Faktoren wie ehrenamtliche Mitglieder, den Ausbau der Gemeinschaft, den Kontakt zur ASUG, die Erhöhung des Einflusses gegenüber SAP und eine offene Kommunikation.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Al Gore und Colin Powell


Anthony Bosco ist der ASUG-Chairman (Foto: Frank Völkel)

Anthony Bosco ist der ASUG-Chairman (Foto: Frank Völkel)

Nachhaltigkeit: Al Gore und Colin Powell

Am ersten Tag mangelte es nicht an US-amerikanischer Polit-Prominenz. Die eigentliche Eröffnungsrede der SAPPHIRE NOW in Orlando hielt der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore. Der überzeugte Klimaschützer sprach über das Thema Nachhaltigkeit, das in den Unternehmen noch viel stärker Beachtung finden sollte. Schließlich sei es wichtig, das Bewusstsein bei immer mehr Leuten für nachhaltige Unternehmensausrichtung zu wecken. Immerhin hat Al Gore vor einiger Zeit die Forderung an die USA formuliert, binnen zehn Jahren ihren kompletten Elektrizitätsbedarf aus regenerativen Energiequellen zu beziehen. Al Gore wies auch auf die Nachhaltigkeitsstrategie von SAP hin.

Ex-US-Vizepräsident Al Gore bei der Eröffnungsrede (Foto: Frank Völkel)

Ex-US-Vizepräsident Al Gore bei der Eröffnungsrede (Foto: Frank Völkel)

Laut dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht 2009 setzt SAP weltweit beim Energiekonsum auf 33% erneuerbare Energien – dabei sind Bürogebäude und Rechenzentren inbegriffen. Für das Jahr 2010 soll der Anteil an erneuerbarer Energie auf 50% steigen. Auf dem Campus in Palo Alto (Kalifornien) wurden Photovoltaik-Zellen installiert, die jährlich 283.000 kWh an Energie gewinnen sollen. Ein weiteres Thema ist die Energieeffizienz in Rechenzentren, die sich durch Virtualisierung steigern lässt.

Der vollständige Nachhaltigkeitsbericht des Jahres 2009 im Vergleich zu 2008 lässt sich über diesen Link erreichen. Die Schlussrede hielt am Abend der ehemalige US-Außenminister und militärische Sicherheitsberater Colin Luther Powell. Er unterhielt nicht nur mit Anekdoten aus seiner Zeit als Politiker, sondern unterstrich, wie wichtig “gute” Führungskräfte für Unternehmen seien.

Colin Powell (Foto: Frank Völkel)

Ex-US-Außenminister und Militärberater Colin Powell (Foto: Frank Völkel)

Tags:

Leave a Reply