ASUG-Herbsttreffen konzentriert sich auf Fragen zur Unternehmensführung

Feature | 21. November 2008 von Sarah Z. Sleeper 0

Die aktuelle Wirtschaftslage stand im Mittelpunkt des Interesses. Das Thema zog sich durch die Keynotes und bis hin zur Abschlussbefragung der Teilnehmer. Doug Merritt, stellvertretender Executive Vice President, Business Objects, setzte seine Keynote unter die Überschrift „Leistung maximieren in einem leistungsschwachen Markt”. Angesichts des jüngsten Börsencrashs ein passendes Thema. Auch die Gespräche in den Fluren zwischen den Sitzungen wurden von Finanz-Themen bestimmt. „Wir mussten 20 Prozent unserer Angestellten entlassen. Das war ein schwerer Schlag“, sagte ein ASUG-Mitglied.

Trotz der schwierigen Wirtschaftslage blickten die Teilnehmer nach vorn, wie Steve Strout, Vorstand der ASUG, feststellte. Er erhielt von den etwa 1.650 Teilnehmern aus 800 Unternehmen reichlich positives Feedback auf der dreitägigen Veranstaltung.

In angespannten Zeiten sinnvoll investieren

„Teilnehmer haben mir gesagt, dass diese Tagungen für sie hilfreicher waren als jede andere Veranstaltung, die sie besucht haben“, sagte Strout. „Ich verstehe, dass manche Menschen denken, Bildung und Netzwerke seien freiwillige Ausgaben. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass sinnvolle Investitionen gerade in angespannten Zeiten erhebliche Gewinne bedeuten können. Auf ASUG-Veranstaltungen erhalten Mitgliedsunternehmen Informationen und lernen Menschen kennen, die ihnen dabei helfen, ihr Unternehmen besser zu führen.“

Zwei Veranstaltungen bieten mehr

Einmalig war in diesem Jahr der Inhalt der Fortbildungseinheiten. Die ASUG-Veranstaltung fand zeitgleich mit der Global Business Objects Network User Conference statt, was die starken Verbindungen zwischen SAP und ihrem neu übernommenen Unternehmen unterstreicht.

Viele Besucher nahmen an beiden Veranstaltungen teil, so Strout. Sie konnten aus hunderten von Sitzungen wählen; die Themen reichten von Analyse und Reporting bis zu Business Intelligence und Enterprise Performance Management. Daneben gab es eine Ausstellung der Partner, einige ASUG Influence Councils sowie Veranstaltungen zur Bedienbarkeit von Software. Die Teilnehmer konnten darüber hinaus am begehrten ASUG-Benchmarking-Programm teilnehmen.

SAP und Shakespeare

Trotz der düsteren Wirtschaftslage spickten viele Sprecher ihre Vorträge mit Humor. Besonders hervorzuheben ist Joe Laroque vom Treasury Board of Canada, einem Beraterkreis um den kanadischen Finanzminister. Er erhielt viele Lacher für seinen Vortrag „Alles was ich über SAP weiß, habe ich von William Shakespeare gelernt“. Dazu zitierte Larocque aus dem „Kaufmann von Venedig“: „Tut kleines Unrecht um ein großes Recht.“ So brachte er die Niedergeschlagenheit mancher Nutzer auf den Punkt, die sich häufig breit mache, wenn Unternehmen ein SAP-Upgrade durchführen.

Ideenaustausch

Wenige Stunden nach der Konferenz startete die ASUG ein zweitägiges Austauschprogramm für IT-Vorstände (CIO) und Technische Direktoren (CTO). Dieses spezielle Programm wurde entwickelt, um die Diskussionen zwischen Mitgliedern der obersten Führungsebene zu fördern. „Wir kommen zusammen, um den Entscheidern von ASUG und SAP strategische Informationen zu bieten“, sagte Don Whittington, CIO von Florida Crystals, in seiner Eröffnungsrede. Für ASUG-Mitglieder sei dies ein erfolgversprechender Weg, die Entscheidungen von SAP mitzugestalten.

Gut investiertes Geld

Strout sagte, dass ASUG dieses Jahr und jedes Jahr einen „Big Bang“ für das Geld ihrer Mitglieder liefert. Viele ASUG-Aktivitäten sind umsonst inklusive der Treffen der Ortsverbände, die vierteljährig in Städten in der ganzen Nation stattfinden. Und wenn gefragt wird, warum Mitglieder die Aufnahmegebühr zu einer ASUG-Veranstaltung zahlen sollten, selbst wenn das Geld knapp ist, sagte Strout: „Es ist gut investiertes Geld. Durch ASUG können Sie langfristige und wertvolle Beziehungen knüpfen.“

Fakten zu Upgrades

In den Sitzungen „Die Fakten zu einem Upgrade“ teilte eine Gruppe von Sprechern ihre Erfahrungen mit SAP-Upgrades.

IT-Expertin Andrea Benson vom texanischen Bezirk Tarrant County berichtete über das Upgrade des SAP-Systems im öffentlichen Dienst. Sie unterstrich die Bedeutung von „Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation“, um Fehler zu vermeiden. Das umfasse die Kommunikation zwischen technischem Personal und den so genannten Business Usern im Unternehmen genauso wie zwischen externen Beratern und den eigenen Mitarbeitern.

Van Davis von American Airlines berichtete, dass die Fluggesellschaft derzeit inmitten eines SAP-Upgrades stecke. Weil die Fluggesellschaft ihre erste SAP-Implementierung ohne Auswirkungen auf das laufende Geschäft umsetzen wollte, habe sie nun mehr Arbeit. Er riet von dieser Herangehensweise ab, da sie zu etwa 6.000 zusätzlichen Anpassungen führte, die gewartet und bei einem Upgrade mittransportiert werden müssen.

Steve Horn von Tarrant County und Jennifer Soloway von IBM boten an, ihre entscheidenden Upgrade-Erfahrungen mit allen interessierten ASUG-Teilnehmern zu teilen. Harry West vom HCM Solution Management in SAP Labs Palo Alto sprach über das eigene SAP-Upgrade: „Wir sind wie jeder andere Kunde und haben das System an vielen Stellen angepasst“, sagte er. Er erwähnte auch, dass SAP das aufgerüstete System für weltweites Training, Einhaltung der Sarbanes-Oxley-Bestimmungen, E-Recruiting und viele weitere Aufgaben nutze.

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