Soccer team in a huddle

Auf die Fußballstars von morgen setzen

30. Juni 2016 von Stefan Wagner 1

Wie der DFB und andere Sportverbände mit Datenanalysen talentierte Nachwuchssportler fördern.

Heutzutage ist alles digital – auch der Sport. Es ist mittlerweile ganz normal, Data Science und Sportmanagement zu kombinieren. Die SAP war wirklich ein fester Bestandteil (der „zwölfte Mann“) für den Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2014. Vergangenen Monat gab die SAP bekannt, dass das deutsche Team während der Fußball-Europameisterschaft 2016 zwei neue Prototypen nutzen wird. Und jetzt wird die katarische Aspire Academy mit der SAP eine Kooperationspartnerschaft eingehen, um die Schnittstelle zwischen Jugend, Sport und Technologie neu zu definieren.

Sehen Sie im Video, wie die Elfmeterkiller-App von SAP Sports One die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der EM 2016 unterstützt.

Das Geheimnis von Siegerteams wie der deutschen Nationalmannschaft oder Clubs wie Rekordmeister Bayern München sind Programme zur Talentförderung. Damit sie langfristig sportliche Höchstleistungen erbringen können, müssen Mannschaften kontinuierlich Spitzenathleten aufbauen, die in fünf oder gar zehn Jahren ins Team nachrücken werden.

2014 begann der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sein „Jahrhundertprojekt“ und investierte 89 Millionen Euro in eine DFB-Akademie in Frankfurt am Main. Die Akademie, deren Bau bis Ende 2018 abgeschlossen sein soll, wird die Talentschmiede des deutschen Fußballs werden. Dort können Experten zusammenarbeiten und vor allem Spieler dazulernen und sportlich weiterkommen. Deutschland ist damit nicht allein – auch andere Länder investieren auf nationaler Ebene in den Jugendsport. Bahrains Minister für Jugend und Sport hat sich in Gesprächen mit Regierungsbeamten in Bahrain für Initiativen im Nachwuchssport stark gemacht. Und nachdem in den USA die aktive Sportausübung immer weiter zurückging, wurde vom Kongress ein Gesetz vorgeschlagen, das mit Steuererleichterungen einen Anreiz für die Jugend (oder besser gesagt, für die Eltern) schaffen soll.

Doch die jüngsten Entwicklungen stammen aus Katar: Dort hat sich die Aspire Academy mit der SAP zusammengetan, um gemeinsam den Jugendsport des Landes zu fördern. Seit der Gründung 2004 ist es das Ziel der Aspire Academy, Nachwuchstalente aus Katar aufzubauen und gleichzeitig eine gute schulische Ausbildung zu ermöglichen. Im Zentrum befindet sich das größte Indoor-Stadion der Welt, in dem 13 verschiedene Sportveranstaltungen gleichzeitig stattfinden können. Außerdem gibt es noch viele weitere Anlagen, darunter sieben Fußballfelder im Außenbereich, Sporthallen, eine hochmoderne Schule und Wohnräume für die Leistungssportler. Da die Einwohnerzahl von Katar gering ist, möchte das Land seine talentiertesten Sportler schon in jungen Jahren möglichst früh sichten. Danach werden diese dann gefördert, damit sie ihr sportliches und akademisches Potenzial voll ausschöpfen können. Aspire hat bereits mit einigen Sportlern bei der Olympiade und bei der Weltmeisterschaft beachtliche Erfolge erzielt.

Spitzensportler mit SAP HANA fördern: der digitale Athlet

Durch die Innovationspartnerschaft mit SAP stellt Aspire sicher, dass Trainer und Athleten auf wichtige Daten zugreifen können. Auf Basis dieser Daten können sie Taktiken ableiten, um einmal ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen. SAP HANA ist die schnellste Datenbank der Branche und bietet zahlreiche Anwendungen und Lösungen, die für Datenanalysen im Sport eingesetzt werden können. Damit ist die SAP optimal dafür aufgestellt, die Aspire Academy bei der Ausbildung von Spitzenathleten zu unterstützen. Die Daten für Aspire werden in Echtzeit auf einem mobilen Gerät zur Verfügung gestellt, um neben der Spielerleistung, der Entwicklung und der Fitness auch die Trainingsstrategie und den allgemeinen Ablauf zu verbessern.

Die SAP-Lösungen helfen Spielern dabei, ihre Leistung zu steigern, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein und Verletzungen zu vermeiden.

Da Technologie eine immer größere Rolle für sportliche Höchstleistungen spielt und die Nachfrage auf dem Markt nach Sportanalysen steigt, hat die SAP das Digital Athlete Framework entwickelt. Dieses Framework nutzt SAP-Lösungen, damit Sportler ihre Leistung steigern, ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus sein und Verletzungen vermeiden können. Es basiert auf den folgenden vier Säulen:

  1. Vernetzung von Sportlern: mit Hilfe des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT) Sportler vernetzen und Daten sammeln
  2. Digitaler Kern für Sportler: in Echtzeit von verschiedenen Geräten und Systemen Daten konsolidieren und verarbeiten
  3. Intelligente Sportanalysen: anhand der Analysen riesiger Datenmengen Informationen gewinnen und schnell reagieren
  4. Bündelung von Teamaktivitäten: alle Disziplinen auf einer Echtzeit-Plattform zusammenzuführen

Mit diesem Framework hat die SAP eine umfassende Lösung für Sportmanagement mit dem Namen SAP Sports One entwickelt. Damit können Spieler, Trainer und Verantwortliche gleichermaßen zum Erfolg der Mannschaft beitragen.

Stefan Wagner verantwortet als General Manager und Executive Vice President den Bereich Sport und Entertainment bei der SAP.

Bild oben via Shutterstock

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