Aufgelesen – IT in der Presse

19. Juli 2013 von Nicolas A. Zeitler 0

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Die Medienberichte über Prism drehen sich vorrangig um die Asylsuche von Whistleblower Edward Snowden und das diplomatische Hin und Her zwischen den USA und anderen Staaten – wenig bekannt ist weiterhin darüber, wie eng Unternehmen wie Microsoft, Google und Yahoo mit dem US-Geheimdienst NSA zusammengearbeitet haben, ob sie der Behörden direkten Zugang zu ihren Servern gewährt haben und ob sie von dem Programm wussten. Laut einem Bericht von ZDNet könnte die Öffentlichkeit darüber aber in Kürze mehr erfahren. So darf Yahoo laut einer Gerichtsentscheidung jetzt offenbar juristische Schriftsätze veröffentlichen, die belegen sollen, dass das Unternehmen um die Privatsphäre seiner Nutzer gekämpft und sich gegen die Teilnahme an Prism gewehrt habe.

In der Empörung über Prism ging fast unter, dass Yahoo unlängst mit einem ganz anderen Thema Schlagzeilen gemacht hatte: Chefin Marissa Mayer hatte der Heimarbeit eine Absage erteilt. Seit Juni müssen die Beschäftigten wieder grundsätzlich im Büro arbeiten. Die Anordnung löste weithin ein negatives Echo aus und wurde als anachronistisch gescholten. Auf der Konferenz DLD Women sagte Yahoo-Managerin Jackie Reses diese Woche in München gleichwohl, die Büropflicht komme gut an. ICT-Kommunikation zitiert sie, die Mitarbeiter hätten erkannt, dass es besser sei, Kollegen und Führungskräften persönlich im Büro über den Weg zu laufen.

SAP-Plattform bei Sport Scheck

Heiß diskutiert wird weiterhin auch die Netzneutralität, nachdem bekannt wurde, dass EU-Kommissarin Neelie Kroes nicht mehr für den gleichberechtigten Transport aller Daten im Internet eintritt. Die Wirtschaftswoche berichtet, dass das Thema auch die Redaktion entzweie, und veröffentlicht zwei Kommentare dazu: einen pro und einen contra Netzneutralität.

Eine neue digitale Strategie hat sich Handelsriese Otto Group verordnet. Wie CIO berichtet, fährt der Hamburger Konzern nach der Abkehr von einer umfassenden IT-Zentralisierung nun einen Mittelweg zwischen zentralen Diensten und Einzellösungen, etwa einer SAP-Plattform bei Sport Scheck.

Gegen Mangel an Experten in einem speziellen Bereich haben die Universität Mannheim und SAP-Dienstleister b2tec ein „SAP Banking Curriculum“ entwickelt, wie Computerwoche.de schreibt. Ein Mangel an SAP-Bankberatern sei schon absehbar, der Kurs soll Studenten mit den Möglichkeiten einer SAP-Plattform für Retail-Banken vertraut machen.

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