Außerordentliche SAP-Hauptversammlung beschließt Einführung eines Aktienoptionsprogramms

Pressemitteilung | 18. Januar 2000 von SAP News 0

Walldorf/MannheimDie heutige außerordentliche Hauptversammlung der SAP AG in Mannheim hat die Einführung des „Long Term Incentive-Plans der SAP AG 2000“ beschlossen, eines Aktienoptions- und Wandelschuldverschreibungsprogramms. Die
SAP AG wird damit ihr Vergütungssystem um eine weitere aktienbasierte Komponente erweitern können, die Führungskräfte und sonstige Leistungsträger zur Erhöhung des Unternehmenswertes motiviert und an das Unternehmen bindet. Die heutigen Tagesordnungspunkte wurden mit einer Mehrheit von jeweils mehr als 99% des anwesenden stimmberechtigten Kapitals beschlossen.

Der „Long Term Incentive-Plan der SAP AG 2000“ besteht aus zwei Kernelementen, um zum einen den Ansprüchen insbesondere der US-amerikanischen Märkte und Öffentlichkeit zu genügen und zum anderen Geist und Sinn des deutschen Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) zu entsprechen. Insofern enthält der Anreizplan erstens eine Komponente mit einer Ausübungshürde, d.h. zugeteilte Aktienoptionen dürfen nur ausgeübt werden, falls die Kursentwicklung der SAP-Vorzugsaktie innerhalb eines definierten Zeitraums die „Performance“ des Referenzindex übertrifft. Als Referenzindex dient der Software-Index aus der Familie des Goldman Sachs Technology Index (GSTI), der von der Investmentbank Goldman, Sachs & Co. errechnet wird.

Die zweite Komponente des Anreizplans enthält die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen, die innerhalb eines definierten Zeitraums in SAP-Vor-zugsaktien getauscht werden können.

Insgesamt soll die Anzahl der ausgegebenen Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen in der Summe 6,25 Mio. Stück nicht überschreiten.

Ausübungssperrfrist bis zu 4 Jahre
Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen sollen in nicht weniger als drei Jahrestranchen begeben werden, wobei keine Tranche mehr als 50% des Gesamtvolumens umfasst. Die Ausübungszeiträume für Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen sehen Sperrfristen vor. Die Sperrfrist endet für 33% der eingeräumten Optionen bzw. Rechte nach Ablauf von zwei Jahren nach Ausgabe der jeweiligen Aktienoptionen bzw. Wandelschuldverschreibungen, für weitere 33% gilt eine Sperrfrist von drei Jahren und für den Rest eine von vier Jahren. Damit verfolgt die SAP das Ziel, die Begünstigten längerfristig an das Unternehmen zu binden. Sowohl die Ausgabe wie auch die Ausübung von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen sind innerhalb bestimmter Zeitfenster ausgeschlossen, um möglichen Insiderverdächtigungen vorzubeugen.

Zum Kreis der Begünstigten zählen Mitglieder des Vorstands der SAP AG, die Mitglieder von Geschäftsführungen von Konzerngesellschaften der SAP AG sowie ausgewählte Führungskräfte und sonstige Leistungsträger der SAP AG und deren Konzerngesellschaften. Für jede dieser vier Gruppen sieht der Plan eine Höchstsumme von zuteilbaren Aktienoptionen bzw. Wandelschuldverschreibungen vor. Über den Umfang der Zuteilung an die einzelnen Mitglieder des Vorstands der SAP AG wird im Sinne einer höchstmöglichen Transparenz jeweils im Anhang des Jahresabschlusses berichtet. Dasselbe gilt für die Anzahl der jeweils ausgeübten Bezugs- und Wandlungsrechte, die dabei gezahlten Ausübungs- und Wandlungspreise und die Zahl der von Vorstandsmitgliedern zum Jahresschluss noch gehaltenen Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen.

Rückkauf eigener Aktien und Schaffung eines Bedingten Kapitals
von knapp 16 Mio. EUR genehmigt

Zur Absicherung der Bezugsrechte aus den Aktienoptionen und der Wandlungsrechte aus den Wandelschuldverschreibungen hat die außerordentliche Hauptversammlung die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien erteilt. Diese sollen zu dem Zweck erworben werden, sie zur Bedienung von Options- und Wandlungsrechten zu verwenden. Alternativ sollen die Bezugs- und Wandlungsrechte auch durch neue Aktien bedient werden können. In diesem Zusammenhang stimmte die außerordentliche Hauptversammlung der Schaffung eines Bedingten Kapitals von knapp 16 Mio. EUR zu.

Ergänzung der bisherigen aktienbasierten Anreizprogramme

Das Aktienoptionsprogramm ist eine Ergänzung der bereits etablierten aktien-basierten Vergütungs- und Anreizprogramme bei der SAP. Dazu zählen u. a. das virtuelle Aktienoptionsprogramm STAR („Stock Appreciation Rights“), das in modifizierter Form weitergeführt wird, und der Aktiensparplan der SAP, bei dem Mitarbeiter des Unternehmens zu von der SAP subventionierten Konditionen in gewissem Umfang SAP-Aktien erwerben können.

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