B-to-B: LinkedIn effektiv nutzen

13. Mai 2013 von Jennifer Lankheim 0

linkedin

Das soziale Netzwerk LinkedIn hat sich zu einer wichtigen Plattform für Geschäftskontakte entwickelt, die von den Mitgliedern längst nicht mehr nur für die Veröffentlichung ihres Lebenslaufs genutzt wird. Und ob man solche Netzwerke nun mag oder nicht: ein ansprechendes LinkedIn-Profil kann die Karriere durchaus beflügeln. Wie ist es um Ihr Profil bestellt? Konnten Sie über LinkedIn schon wichtige Kontakte knüpfen, oder behandeln Sie Ihr LinkedIn-Konto eher stiefmütterlich?
Auch mein Profil musste lange ein kümmerliches Dasein fristen, weshalb ich es kürzlich komplett überarbeitet habe. Zuvor ließ ich mich allerdings von Bill Robb und Brian Rice, den Social-Media-Experten bei SAP, ausführlich beraten. Sie gaben mir tolle Ratschläge, wie ich mein Profil verbessern und die Netzwerkfunktionen der Plattform gezielt nutzen kann. Diese hilfreichen Tipps möchten wir auch den Lesern von SAP.info nicht vorenthalten. Robb und Rice erläutern, wie Sie sich mit LinkedIn über wichtige Branchenthemen auf dem Laufenden halten, Kontakte knüpfen und pflegen und sich in der Geschäftswelt einen Namen machen können.

Auch von mir gibt es ein paar Tipps dazu, wie sich durch richtiges Formulieren maximale Wirkung erzeugen lässt.

 

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Das Profil regelmäßig aktualisieren

Wenn das regelmäßige Aktualisieren für Sie eine Selbstverständlichkeit ist, können Sie diesen Abschnitt überspringen. Wenn Sie jedoch der Meinung sind, LinkedIn sei nur für die Jobsuche wichtig, sollten Sie diese Meinung überdenken. „Bis vor ein paar Jahren war LinkedIn eine Stellenbörse, bei der man seinen Lebenslauf im Internet veröffentlichen konnte“, so Rice, Director Social Media bei SAP. „Heute ist das Netzwerk ein wichtiger Content-Anbieter. Die Plattform musste diese Entwicklung vollziehen, um mehr Mitglieder zu gewinnen. Und es hat funktioniert. Für viele Menschen gehört es heute zum Arbeitsalltag, ihre Kontakte auf LinkedIn zu pflegen und die dort veröffentlichen Inhalte zu lesen.“
Nachdem ein Profil auf LinkedIn mehr oder weniger Normalität geworden ist, kann es einen unprofessionellen Eindruck erwecken, wenn man nicht über ein solches Profil verfügt. Deshalb sollte man darauf achten, dass das Profil zumindest aktuell und vollständig ist. Das ist nicht weiter schwierig: LinkedIn führt den Benutzer durch die einzelnen Schritte und zeigt an, wie vollständig das Profil ist. Zwar ist ein zu 100 Prozent vollständiges Profil Rice zufolge ideal, doch auch mit Werten ab 90 Prozent erfüllt das Profil seinen Zweck.

Optimieren Sie Ihre Botschaften in Hinsicht auf SEO

„Wenn man von anderen gefunden werden möchte, sollte man das Profil wohlüberlegt formulieren und für Suchbegriffe optimieren“, erläutert Bill Robb, der ebenfalls als Social Media Director bei SAP tätig ist. „Am besten verwendet man Suchbegriffe, die auf die eigenen Qualifikationen verweisen, und platziert diese an der richtigen Stelle. Bestimmte Teile eines Profils wie die Zusammenfassung werden in den Suchergebnissen weiter oben angezeigt.“

Bringen Sie Ihre Botschaften auf den Punkt

Die Zusammenfassung am Anfang des Profils wird von den Besuchern Ihres Profils höchstwahrscheinlich zuerst gelesen. Damit sie auch weiterlesen, müssen Sie ihr Interesse wecken – und dies möglichst schnell. Robb rät hier, ein gesundes Maß zwischen Kreativität und Zweckmäßigkeit zu finden.
Anders ausgedrückt: Wenn Sie Ihre Vorstellung auf Klingonisch verfassen, sagt das zwar viel über Ihre Persönlichkeit aus, wird aber vermutlich für die meisten Besucher noch nicht einmal lesbar sein. Auch hier sind die richtigen Suchbegriffe entscheidend. Verwenden Sie Begriffe, die man mit Ihnen verbinden soll, auch wenn sie Ihnen sehr allgemein erscheinen. Selbst die einfachsten Begriffe können die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn sie auf interessante Weise angeordnet werden. Ein Beispiel, wie Sie dabei vorgehen können, finden Sie in meinem Profil.

Füllen Sie Links mit „Leben“

Mal ehrlich: „Meine Website“ und „Mein Blog” klingen einfach nur langweilig. Glücklicherweise kann auf LinkedIn der Standardtext für Links zu einem Blog, einer Website usw. geändert werden. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, achten Sie jedoch darauf, dass erkennbar bleibt, wohin der Link führt. Lassen Sie die Links für sich sprechen und/oder zu weiteren Aktivitäten auffordern:
Jennifer und die Social-Media-Welt
Lesen Sie meinen Blog zum Thema Social Media.
Wenn Sie in der Kreativbranche tätig sind, in der weniger starre Regeln gelten, dürfen Sie ruhig ein wenig frecher formulieren:
Mein Blog ist besser als Deiner.

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Passen Sie die URL für das öffentliche Profil an

Die URL für Ihr öffentliches Profil sieht in der Regel wie folgt aus: https://www.linkedin.com/content=ewiglang_zuviele32908284Zahlen23095=#?!$!?textlink/UGH!. So muss sie nicht aussehen. In nur wenigen Sekunden können Sie Ihre öffentliche Profil-URL anpassen. (In der Spalte rechts sind die verschiedenen Optionen aufgeführt.) Verwenden Sie nach Möglichkeit Ihren Namen.

Holen Sie Bestätigungen von LinkedIn-Mitgliedern ein

Mit Bestätigungen können LinkedIn-Mitglieder „bescheinigen“, dass ihre Kontakte über bestimmte Kenntnisse verfügen. Umgekehrt dienen Ihnen die Bestätigungen Ihrer Kontakte als Nachweis, dass Sie tatsächlich über die im Profil aufgeführten Kompetenzen verfügen. Was den Nutzen dieser Bestätigungen betrifft, so sind die Meinungen geteilt. Während sie von den einen geschätzt werden, halten andere sie für wenig aussagekräftig, da man Kontakte auch einfach um Bestätigungen bitten und ihnen im Gegenzug ebenfalls Bestätigungen anbieten kann. Wenn man sich jedoch auf den Grundgedanken einer Bestätigung besinnt, können sie ein sehr nützliches Instrument sein: „Ich habe mich mit den Leuten unterhalten, die diese Funktion entwickelt haben“, berichtet Robb. „Ziel war es, den Nutzern einen schnellen Überblick über die Kenntnisse einer Person zu vermitteln. Und es funktioniert: Die Nutzer können die Bestätigungen innerhalb weniger Sekunden durchsuchen und an der Zahl der Bestätigungen sofort erkennen, in welchen Bereichen die Stärken eines Mitglieds liegen.“

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Falls Sie Empfehlungen haben, gehören sie ins Profil

Nach Auffassung von Robb haben Empfehlungen zweifellos einen deutlich größeren Nutzen als Bestätigungen. „Anstatt einfach auf eine Aufforderung zu klicken, hat sich jemand wirklich Zeit genommen, eine persönliche Empfehlung zu verfassen. Das ist wesentlich aussagekräftiger.“ Rice schließt sich dieser Meinung an: „Ich liege nachts nicht wach und mache mir Sorgen, dass niemand meine Kenntnisse bestätigt. Empfehlungen sind mir lieber.“
Fazit: Konzentrieren Sie sich darauf, Empfehlungen von Kollegen oder Vorgesetzten zu erhalten, statt viel Zeit und Energie für Bestätigungen aufzuwenden. Mindestens drei Empfehlungen sind nach Einschätzung unserer Experten ideal.
Halten Sie sich mit LinkedIn Today über wichtige Themen auf dem Laufenden
LinkedIn stellt seinen Mitgliedern mittlerweile auch zahlreiche Inhalte bereit, darunter Nachrichten, Blogs und andere Informationen aus dem Internet. Mithilfe verschiedener Funktionen können Sie festlegen, welche Inhalte Ihnen über LinkedIn Today angezeigt werden. Unter anderem haben Sie die Möglichkeit, die meistgelesenen Inhalte Ihrer Kontakte zu abonnieren und sich so über Neuigkeiten und Veranstaltungen Ihrer Branche zu informieren.
Rice verweist darauf, dass auf LinkedIn auch spannende und exklusive Blogs wichtiger Meinungsführer zu lesen sind.

Informieren Sie Ihr Netzwerk permanent

Informieren Sie Ihr Netzwerk und die LinkedIn-Community bei jeder Gelegenheit über Ihre Aktivitäten. Sie werden schnell sehen, dass sich die Mühe lohnt. Wenn Sie Anerkennung suchen, ist es keine gute Idee, einer Gruppe beizutreten und die Mitglieder täglich mit neuen Selbstdarstellungen zu überschwemmen. Von Vorteil für Ihr berufliches Renommee ist es vielmehr, wenn Sie nützliche Beiträge in Form von interessanten Fragen und Diskussionsbeiträgen verfassen. Wenn Sie den Hilfebereich von LinkedIn nutzen, beantworten Sie nach Möglichkeit auch die Fragen anderer Mitglieder. „Wie bei so vielen Dingen im Leben bekommt man auch bei LinkedIn dann etwas zurück, wenn man etwas gibt“, bekräftigt Robb.

 

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