Zwitschernde Bänker

7. Februar 2011 von Christiane Stagge 0

Alles im Blick: Per Software Prognosen erstellen und Gewinne berechnen (Foto: Deutsche Bank AG)

Twitter und BI-Analysen: Banken-Software wird künftig multifunktional sein. (Foto: Deutsche Bank AG)

Weltweit haben 550 Banken in 60 Ländern SAP-Software im Einsatz. Ob Kredite, Darlehen, Depotverwaltung oder Girokonto-Vorgänge – sämtliche Arbeitsabläufe des Bankenwesens werden mit der Software abgedeckt.

Bei den Finanzinstituten spielen vor allem Kundenbeziehungsmanagement (CRM), GRC, Produktmanagement, Sales, HR und Analytics eine Rolle.

Auf den folgenden Seiten lesen Sie, welche Funktionen die SAP-Bankensoftware derzeit umfasst und welche Neuerungen geplant sind.

Die SAP-Bankensoftware ist anhand folgender Geschäftsprozesse unterteilt:

  • Sales, Service und Marketing
  • Transactional Banking
  • Finance and Risk Management
  • Human Resources

Im Bereich Sales, Service und Marketing kommt es darauf an, Kundenanfragen zu beantworten, Kundenkontakte zu verwalten und den Vertrieb zu managen. SAP bietet hierzu folgende Software an:

  • Sales for Banking (Price Optimization for Banking, Sales for Banking)
  • Service for Banking (CRM Analytics for Banking, Service for Banking, Customer Information Management)
  • Marketing for Banking

Die Verwaltung von Darlehen, Depots und Wertpapiere bilden die Softwarepakete von Transactional Banking ab. SAP bietet hierzu folgende Lösungen an:

  • Retail Core Banking Loans, Retail
  • Retail Core Banking Deposits
  • Collateralization
  • Corporate Loans
  • Covered Bonds
  • Payment Engine
  • Leasing

Finanzverwaltung, Risikomanagement und GRC stehen im Mittelpunkt des Softwarepakets von Finance and Risk Management. Das Portfolio umfasst folgende Produkte:

  • Finance (Accounting for Banks, Currency Management and Optimization, Performance Management, Real Estate Life-Cycle Management, Carbon Management)
  • Risk Management (Manage Risk and Compliance)

Auch die Personalverwaltung wird mit entsprechender Software abgedeckt. SAP hat hierfür spezielle Anwendungen für HR im Angebot, wie HR & Payroll (inklusive Shared Services), Talent Management und Workforce Scheduling.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Vorschau – neue Funktionen für SAP-Bankensoftware

Vorschau: Neue Funktionen

Seit der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 sind Banken und Kreditinstitute strengeren Regularien und Compliance-Anforderungen unterworfen. Aber auch für Service- und Marketingabteilungen gibt es neue Herausforderungen. Das wachsende Online-Geschäft und der zunehmende Gebrauch von Mobilgeräten erfordern neue Kanäle und Mittel für das Kundenbeziehungsmanagement. Individualisierte Produkte und Serviceleistungen gehören zum Standard.

Die SAP-Bankensoftware wird deshalb künftig folgende neuen Funktionen abbilden:

Sales, Service und Marketing

Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter und Yelp gewinnen immer mehr Mitglieder und längst haben Unternehmen die sozialen Netzwerke als Marketinginstrument entdeckt. Auch im Bankenwesen ist man sich diesem hohen Potential bewusst, siehe Artikel zum SAP-Bankenkongress 2010: CRM 7.0 lernt Facebook und Bankgeschäfte: Client-Server war gestern. SAP-Software hilft künftig dabei, Kampagnen über Twitter und Facebook gezielt zu steuern und Kundenmeinungen aufzufangen und zu messen.

Mit der In-Memory-Technologie, siehe Artikel SAP HANA, können Kunden- und Finanzdaten in Echtzeit analysiert werden. Auch Realtime-Angebotsmanagement und Angebotspersonalisierung soll künftig möglich sein. Entscheidungen können durch diese erweiterten Analysemöglichkeiten in Sekundenschnelle getroffen werden.

Umfassende Analysen und interaktive Grafiken können Nutzer schon jetzt mit dem BusinessObjects-Produktportfolio vornehmen.  In den Software-Anwendungen für Banken wird es Mitarbeitern künftig möglich sein,  Umbrüche, Veränderungen und Prognosen in KPIs auszudrücken. Das Erstellen von Dashboards, in denen sich die Effizienz der einzelnen Abteilungen abrufen lässt, wird ebenfalls zum Standard gehören.

Transactional Banking

Alles digital: Für das Dokumentenmanagement müssen Nutzer künftig kein Papier mehr verschwenden. Die Software bildet hierfür alle wichtigen Prozesse ab.  Der einzelne Kundenaccount ist in Zukunft über verschiedene Account-Keys erreichbar. SAP verspricht zudem mehr Funktionalitäten bei der Abbildung von Rechnungen insbesondere Third-Party Payments (Subventionen).

Finance and Risk Management

Das Softwarepaket um Finance and Risk Management wird in SAP ERP und SAP BusinessObjects BI Solutions eingebunden sein. Financial Master Data Governance bekommt ein Chart für das Account Management. Ein umfassendes GRC-Rahmenwirk ist ebenfalls beigefügt und um die neuen Gesetze von Basel II aktualisiert. Financial Shared Services ist mit einem neuen Account-Interaktions-Center ausgestattet, mit dem sich Service Level Agreement Monitoring und Reporting für das Shared Service Center durchführen lassen. SAP Bank Analyzer dient als integrierte Basis für Finanzen und Risk Information. Mit den BI-Lösungen von BusinessObjects lassen sich künftig auch Risiken und Profitraten vorhersagen.

Human Resources

Personalabteilungen erhalten erweiterte Funktionen für das Talentmanagement hinzu, um Führungskräfte besser zu rekrutieren. Übersichtliche und einfach zu bedienende Dashboards sollen zudem die Arbeit erleichtern.

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