SAP auf BlackBerry – iPhone nicht

Feature | 25. Juni 2009 von Frank Völkel 0

Unterwegs auf SAP-Kundendaten zugreifen (Foto: SAP.info)

Im Business-Umfeld ist die Firma RIM mit den BlackBerry-Geräten unangefochten der Favorit bei Managern und Entscheidungsträgern. Bei dieser Klientel geht es hauptsächlich darum, Orts-unabhängig Emails zu empfangen und zu versenden. Dazu verfügt BlackBerry über eine ausgereifte und vollwertige QWERTZ-Tastatur, eine lange Akkulaufzeit und den berühmten Push-Dienst. Der BlackBerry Enterprise Server (BES) im Backoffice bereitet die Daten so auf, dass sie komprimiert und portionsweise an das Smartphone gesendet werden.

BlackBerry Bold 9000 mit hochauflösendem Display für Geschäftsgrafiken

BlackBerry Bold und Curve: Fit für SAP CRM

Einen Schritt weiter geht das gemeinsame Angebot von SAP und RIM, welches im Mai auf der Hausmesse SAPPHIRE in Orlando präsentiert wurde. Mit Hilfe des BlackBerry Sales Client for SAP CRM ist es möglich, auf SAP CRM direkt zuzugreifen. Die Datensynchronisation erfolgt per bekannter Push-Technik, so dass sich beispielsweise Kontaktdaten, Auftragsstatus oder Finanzkennzahlen abrufen und verändern lassen. Damit könnte ein zusätzlich mitgeführtes Notebook für den Datenzugriff obsolet werden.

Die Anforderungen an Administratoren in einem Unternehmen halten sich auch im Rahmen, denn der BlackBerry-Client für SAP CRM kann drahtlos an die Teilnehmer ausgeliefert werden. Zusätzliche Investitionen in die IT-Infrastruktur sind marginal – so die Kommentare auf der SAPPHIRE zum Thema BlackBerry-Integration. Aus der Produktpalette lassen sich jetzt die Modelle Curve und Bold mit SAP-Software ausstatten. Erste Eindrücke liefert folgende Demonstration

Wer Interesse hat, kann hier einen Demo-Client erhalten.

iPhone: Technisch gute Voraussetzungen für Business-Grafiken

iPhone 3G (S): Mobiles CRM über Umwege

Die Rolle des Platzhirsches unter den Smartphones am Markt übernimmt eindeutig das Apple iPhone – aktuell in der Modell-Variante 3GS erhältlich. Besonders durch die Firmware-Updates auf die Version 2.xx und kürzlich auf die Version 3.0 ist die Funktionalität und damit die Business-Tauglichkeit gestiegen. Letzteres gilt für die älteren Geräte 3G und 2G. Geht es um das Thema mobiles Internet, dann landet das iPhone eindeutig auf dem ersten Platz und kann laut Ergebnissen von Marktforschern die gesamte Konkurrenz hinter sich lassen. Hier sind vor allem das außerordentlich gute Display und die einzigartige Bedienerführung hauptverantwortlich.

Ein direkter Vergleich mit dem BlackBerry offenbart: Die Mini-Bildschirme sind zumindest von ihren technischen Daten her vergleichbar. Sowohl BlackBerry Bold als auch iPhone 3GS bieten eine Auflösung von 480×320 Bildpunkten – die Basis für eine gute Grafikdarstellung von CRM-Prozessen. Allerdings fällt das Display mit 2,4-Zoll-Diagonale beim BlackBerry deutlich kleiner aus als beim Apple iPhone mit 3,5 Zoll.

Während das iPhone aktuell über vergleichbare Push-Dienste verfügt, gibt es noch keine direkte SAP-Anbindung. Es soll in Kürze über Sybase iAnywhere möglich sein, den Zugriff auf SAP-Kundendaten zu realisieren.

Grafische Darstellungen beherrscht das iPhone deutlich besser als der eher Text-basierende BlackBerry. Und Prozesse lassen sich anhand von Grafiken einfacher auf einem Smartphone abbilden. Ein spannendes Rennen zweier Plattformen mit einem Ziel: Dem mobilen Zugriff auf sämtliche Abläufe in einem Unternehmen.

Ausschließlich virtuelle Tastatur: iPhone 3 GS mit Touchscreen

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