Branchenkompetenz trifft Software

Feature | 6. April 2005 von admin 0

Herr Behrens, wie ist command auf den härter werdenden Wettbewerb im mittelständischen ERP-Markt vorbereitet?

Wir haben zwei große Vorteile. Zum einen besitzen wir langjährige Erfahrungen im Mittelstand. Wir sind ja selbst ein mittelständisches Unternehmen, kennen deshalb die Wünsche und Sorgen von kleinen und mittleren Betrieben ganz genau und berücksichtigen sie in unserem Leistungsportfolio. Solch eine Kompetenz kann man nicht kaufen, man muss sie sich erarbeiten. Zum anderen besitzen wir nicht nur virtuelle Beratererfahrung, sondern verfügen auch über selbst entwickelte, mittelstandsgerechte Softwarelösungen für die Pharma- und Lebensmittelindustrie, den technischen Großhandel und für Energieversorger. Der Vorteil dabei ist, dass unsere Lösungen auf dem SAP-Standard basieren, also auf einer leistungs- und ausbaufähigen Software, die wir konkret auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen einstellen. Insofern denke ich, dass wir mit dieser Kombination aus Mittelstandserfahrung, Branchenfokussierung und innovativem Software-Know-how gut im Wettbewerb aufgestellt sind.

Gibt es konkrete Gründe, warum beispielsweise ein technischer Händler zu command gehen sollte, wenn er eine ERP-Software braucht?

Ja, die gibt es. Unsere Lösungen basieren nicht nur auf einer zukunftssicheren Technologie, 80 Prozent aller branchenspezifischen Prozesse sind darin bereits voreingestellt. Deshalb kann die Software in überschaubarer Zeit eingeführt werden. So bieten wir zum Beispiel dem Handel durch die Filialabwicklung, die Kassenintegration und den Web-Shop ein maßgeschneidertes System, das nur noch an die individuellen Kundenbedürfnisse angepasst und mit den entsprechenden Daten gefüttert werden muss.

Bei mittelständischen Unternehmen spielen transparente Kosten und Fixpreise eine wichtige Rolle. Wie wird command diesen Anforderungen gerecht?

Bei uns dauern Projekte maximal zwölf Monate und werden zu Festpreisen umgesetzt. Die Kosten sind dadurch kalkulierbar. Und genau diese Überschaubarkeit braucht ein mittelständisches Unternehmen, wenn es eine neue Software einführt. Oftmals erstrecken sich Projekte über Jahre, so dass die Kosten dann meistens aus dem Ruder laufen. Bei command gibt es so etwas nicht, denn unsere Berater arbeiten mit detaillierten Checklisten, mit denen bereits im Vorfeld der eigentlichen Implementierung die Besonderheiten eines Unternehmens ermittelt werden. Wir berücksichtigen darin Punkte wie die Lagerorganisation oder die Anzahl handelsrechtlicher Firmen und Vertriebsstellen. Anhand der Ergebnisse unserer Überprüfungen entsteht eine so genannte To-do-Liste, auf deren Basis wir dann den Festpreis für die Einführung ermitteln.

Läuft command angesichts einer Angebotsbandbreite, die von Food bis Utilities reicht, nicht Gefahr, die individuellen Besonderheiten einer Branche zu vernachlässigen?

Nun, streng genommen ist die Bandbreite gar nicht so groß, denn die Abläufe in der Lebensmittel- und in der Pharmaindustrie ähneln sich weitestgehend. In beiden Branchen spielen Prozesse wie Chargenrückverfolgung, Rezepturverwaltung oder die Anbindung von Labor-Informationssystemen eine wichtige Rolle. Die Regularien gleichen sich immer mehr an. Insofern ist das Know-how aus der pharmazeutischen Industrie auch auf den Food-Bereich übertragbar. So besaßen wir zum Beispiel lange vor der Diskussion zur EU-Verordnung 178/2002 schon fundierte Kenntnisse zur Chargenrückverfolgung. Wir kannten diesen Prozess aus der Pharmaindustrie und wussten deshalb, worauf es dabei ankommt.

Und für Kunden aus der Versorgungsindustrie, die ja sehr spezifische Anforderungen haben, besitzt command eine eigene Abteilung. Die Mitarbeiter dort, die oftmals selbst aus dem Utilities-Bereich kommen, beschäftigen sich ausschließlich mit dieser Branche. Letztlich konzentrieren wir uns somit auf nur drei Kernbranchen: die Prozessindustrie, den technischen Handel und die Versorger.

Branchenkompetenz und Solidität sind das eine, Zuverlässigkeit und Offenheit das andere Kriterium, wenn ein mittelständisches Unternehmen einen Einführungspartner sucht. Wie schafft command bei den Kunden entsprechendes Vertrauen?

Allein die Tatsache, dass wir ausschließlich auf den Mittelstand ausgerichtet sind, baut bei unseren Kunden Vertrauen auf. Wir sprechen gewissermaßen dieselbe Sprache. Hinzu kommt, dass wir unsere Kunden nicht um jeden Preis dazu überreden wollen, unsere Software eins zu eins zu übernehmen. Vielmehr gehen wir den umgekehrten Weg: Zusammen mit den Anwendern analysieren unsere Berater die vorherrschenden Unternehmensprozesse. Dann überlegen beide gemeinsam, wie sich die Abläufe in unseren Lösungen abbilden lassen. Der Kunde fühlt sich durch diese Vorgehensweise ernst genommen und hat nicht das Gefühl, dass wir nur verkaufen wollen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man als Kunde bei command nicht einer unter Tausenden ist. Jeder wird individuell betreut. Auch das schafft Nähe und damit Vertrauen. Egal welche Anliegen oder Fragen der Kunde hat – wir sind für ihn der alleinige Ansprechpartner, gewissermaßen der Single Point of Contact für Software, Beratung und Betreuung. Über eine Service-Hotline ist bei jedem Projekt immer ein command-Berater erreichbar, der über den aktuellen Status eines Projektes informiert ist. Durch diese Transparenz lassen sich alle Probleme schnell lösen.

Carsten Lüdtge

Carsten Lüdtge

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