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BSH Hausgeräte GmbH: End-to-End-Supply-Chain vor Augen

Feature | 25. Januar 2016 von Andreas Schmitz 0

Waschmaschinen, Kühlschränke, Einbauherde: Die BSH Hausgeräte GmbH (BSH) baut täglich viele Tausend Geräte, die wiederum jeweils aus tausenden Einzelteilen bestehen. Eine Herausforderung für die – nun SAP HANA-basierte – Produktionsplanung.

In einer einzigen Fabrik in Traunreut verbaut der Hausgerätehersteller BSH täglich über 6.000 Einbauherde. Nach Rechnung von Ernst Schroll, dem dortigen Leiter der Supply Chain, sind dafür 1,6 Millionen Einzelteile erforderlich. Damit jedes Teil rechtzeitig an der Produktionsstraße verfügbar ist, unterstützt SAP Advanced Planning and Optimisation (SAP APO) die Planungslogik und SAP HANA bringt neuerdings einen zusätzlichen Schub in der Performance. „Wir nutzen SAP APO erst richtig, seit wir SAP HANA einsetzen“, kommentiert Schroll.

Das hat entscheidende Vorteile für den Tagesbetrieb:

1. Beschleunigung der Planung:

Die Planung beschleunigt sich um 30 bis 50 Prozent und die Durchlaufzeiten verkürzen sich – Produkte werden schneller fertiggestellt. Der Grund dafür liegt nach Ansicht des Leiters der Supply Chain Factory (IT) bei der BSH , Dietmar Baumann, darin, dass die Planungslogik von SAP APO gerade im Zusammenspiel mit SAP HANA ihr Potenzial ausspielt. „Wir können nicht nur mehrstufig planen, sondern auch die Verfügbarkeit der Materialien nun deutlich häufiger prüfen“, so Baumann. Das reduziert die Bestände und spart Kosten in der Lagerhaltung.

2. Erkennen von Mängeln:

Bestehen Probleme mit Lieferungen oder zeigen sich Qualitätsmängel bei Einzelteilen, macht das System auf diese potenziellen Risiken in der Lieferkette aufmerksam. Der Disponent greift schneller ein. Das beschleunigt den Prozess.

3. Produktivität erhöhen:

Mit weniger Disponenten ein komplexes Umfeld beherrschen: Darin sieht Logistikexperte Schroll ein weiteres Plus im Einsatz von SAP HANA für die Abläufe in der Fabrik: „Wir können viel besser mit knappen Ressourcen umgehen“. Zur Not greifen Mitarbeiter aus der Planung nun von zu Hause aus auf die Programme zu, mit denen sie die Planung der Prozesse steuern.

4. Vor- statt Nachprüfung:

Bei anstehenden Produkteinführungen ist es nun möglich, über eine Vorprüfung festzustellen, ob die Prozesse voraussichtlich irgendwo haken werden und die Produktion gefährden könnten. Das war vorher lediglich im Anschluss an die Produktion möglich – im Rahmen der so genannten Nachgangsprüfung. „Wir planen nun schneller, zuverlässiger und längerfristiger“, ist Schroll überzeugt.

Letzten Endes geht es dem Konzern, der im Geschäftsjahr 2014 über elf Milliarden Euro Umsatz machte und mehr als 53.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, um die Vision der End-to-End-Supply-Chain. Das bedeutet nicht weniger als die komplette Transparenz und Rückverfolgbarkeit bis auf das kleinste Teil, das in den Waschmaschinen, Geschirrspülern und Herden verbaut ist.

Erfahren Sie mehr über den Einsatz von SAP Advanced Planning and Optimisation powered by SAP HANA bei der BSH im Video:

 

Foto: Shutterstock

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