BTC und KDO entwickeln Musterlösung für die Umstellung auf die kommunale Doppik

Feature | 22. September 2005 von admin 0

Bis zum Jahr 2011 ist Niedersachsen gefordert, die Reform des Gemeindehaushaltsrechts zu vollziehen und das traditionelle Buchungssystem auf die Doppik umzustellen. Auch bundesweit wird der Wechsel – allerdings ohne konkrete Terminierung – in allen Ländern angestrebt. Das bisherige kameralistische System, das nur Einnahmen und Ausgaben abbildet, ist den Aufgaben einer modernen Kommunalverwaltung nicht mehr gewachsen. Durch die Gegenüberstellung von Ertrag und Aufwand im kaufmännischen Doppik-System lässt sich zukünftig auch der Ressourcenverbrauch innerhalb der kommunalen Haushalte feststellen und beispielsweise der Verfall öffentlicher Gebäude deutlich auf der Passiva-Seite ablesen.
Um die Kommunen bei der Erfüllung aller in der Doppik notwendigen Buchungen zu unterstützen, entschloss sich die KDO gemeinsam mit der BTC eine vorkonfigurierte SAP-Lösung zu entwickeln, die auch von den vielen kleinen und mittleren Kommunen eingesetzt werden kann. Dr. Karl-Heinz Wolff, verantwortlich für den Public Sector bei der BTC AG betont: „Die Implementierung der SAP-Musterlösung wäre für kleine Kommunen zu teuer geworden.“ So entstand auf Basis der vorkonfigurierten SAP-Musterlösung (SAP 4.7.2.) ein an die spezifischen Bedürfnisse kleiner und mittlerer Kommunen angepasstes Doppik-Template. „Die Doppik-Lösung verkürzt die Projektlaufzeit erheblich, verringert die Kosten der Einführung und schützt vor zu hohen Investitionen in der Einführungsphase“, sind sich der BTC-Branchenverantwortliche Dr. Karl-Heinz Wolff und der Geschäftsführer des kommunalen Dienstleisters KDO, Dr. Rolf Beyer, über die Vorzüge des SAP-Templates einig.

Schnittstellen zu kommunalen Fachanwendungen

doppik&more bildet die kommunalen Geschäftsprozesse für Haushaltsplanung, Hauptbuchhaltung, Kasse, Kostenrechnung, Anlagenbuchhaltung und Investitionsmanagement ab. Die Software-Lösung verfügt über Schnittstellen zu den wichtigsten kommunalen Fachanwendungen. Auch ein automatisiertes Verfahren zur Veranlagung kommunaler Steuern, Abgaben und Gebühren ist vollständig in die Lösung integriert. Die Standardausprägung berücksichtigt die derzeit bekannten rechtlichen Regelungen, weitere Ergänzungen und Änderungen können fortlaufend eingepflegt werden. Auch eine sukzessive Ausweitung und Verbreiterung der Software ist durch ihre Skalierbarkeit und die Integration weiterer Fachmodule möglich. Rolf Beyer ist überzeugt: „Durch den Einsatz einer Standardsoftware des starken Partners SAP haben die Kommunen eine hohe Investitionssicherheit.“
Im Einsatz ist die Doppik-Lösung von BTC und KDO bereits im Landkreis Diepholz und in der Stadt Barsinghausen. In beiden Kommunen findet auf Basis von doppik&more eine sanfte Migration vom kameralen Finanzwesen in das Neue Kommunale Rechnungswesen statt. „Die Doppik in Kommunen unterscheidet sich sehr von der in Wirtschaftsunternehmen, aus diesem Grund waren wir sehr froh darüber, dass wir in der Pilotphase unsere eigenen Vorstellungen einbringen konnten, was bei großen Partnern nicht möglich ist“, berichtet Stefan Müller, Leiter des Fachdienstes Finanzen bei der Stadt Barsinghausen. „Die vollständige Einführung der Musterlösung können wir nun mit einem im Vergleich zur Standard-SAP um rund 60 Prozent reduzierten Aufwand realisieren“, weiß Karl-Heinz Wolff von der BTC aus ersten Erfahrungen. Als Implementierungs- und Vertriebspartner der KDO wird die BTC AG das Doppik-Template bundesweit vertreiben und einführen.

Quelle: BTC AG

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