Business Objects mehr als Business Intelligence

Feature | 24. September 2008 von admin 0

Auf dem Business Objects Influence Summit 2008 diskutierten SAP- und Business Objects-Vertreter gemeinsam mit Partnern und Experten aktuelle Trends, Strategien und Lösungsansätze.

Wissensverlust und fehlendes Risikomanagement

In den nächsten zehn Jahren wird etwa ein Drittel der arbeitenden Weltbevölkerung in den Ruhestand gehen. „Diese Menschen haben einen Großteil ihres Berufslebens mit Geschäftsprozessen zu tun und werden ihr Wissen und ihre Erfahrung mitnehmen, wenn sie ihr Unternehmen verlassen“, so Jonathan Becher, Senior Vice President für den Bereich Marketing bei Business Objects. Diese demografische Entwickung zwinge Unternehmen, das Wissen der älteren Mitarbeiter zu erfassen und der nächsten Mitarbeitergeneration zugänglich zu machen.

Hinzu kommt das unterschiedliche Nutzungsverhalten älterer und jüngerer Mitarbeiter. Vor zehn Jahren waren Prozesse das A und O, erklärte Becher. Unternehmen identifizierten Schritte, die sich wiederholen ließen, optimierten sie und überarbeiteten diese fortlaufend. Obwohl dadurch eine erhebliche Effizienzsteigerung bei den Prozessen erreicht werden konnte, seien auch häufig isolierte Informationen die Folge gewesen. Anwendungen, mit denen jüngere Arbeitnehmer vertraut sind, erfordern dagegen eine größere Informationsfreiheit. „Unternehmensanwendungen müssen Platz für diesen Gegensatz aus Freiheit und Kontrolle bieten“, argumentierte Becher.

Ein weiteres wichtiges Thema für Unternehmen sei Risikomanagement, so Dan Miller von IBM. Laut einer CFO-Umfrage hätten zwei Drittel der befragten Unternehmen in den vergangenen Jahre mit schwerwiegenden Risiken umgehen müssen; die Hälfte dieser Unternehmen habe über kein formelles Risikomanagementsystem verfügt. Diejenigen, bei denen ein formelles System implementiert war, konnten eine deutliche Steigerung des Umsatzes und Aktienkurses verzeichnen.

Die Lücken schließen

Eine Verbindung zwischen Strategie, Informieren und Umsetzen stellen die Lösungen von SAP und Business Objects sicher. Mit ihnen bekommen Unternehmen die Informationen, die häufig in den Prozessen selbst enthalten sind.

Das Lösungsportfolio konzentriert sich derzeit auf die zwei Kategorien:

  • Performance-Optimization-Applikationen (POA) – dazu zählen auch Enterprise Performance Management (EPM) und die SAP-Lösungen für Governance, Risk und Compliance (GRC)
  • Business-Intelligence-Plattform (BIP)

„EPM und GRC sind eng miteinander verwoben – Gewinn muss immer auch unter dem Aspekt der Compliance betrachtet werden, Strategie immer auch im Hinblick auf das Risiko“, erklärte Sanjay Poonen, Senior Vice President und General Manager, Performance Optimization Applications (POA). „Wenn Sie dies beachten, dann verfügen Sie über ein effektives Governance-Modell.“

Stärkere Entwicklungskooperation mit SAP

Insbesondere im Bereich EPM haben die Lösungen von Business Objects die Führungsrolle übernommen, so Doug Merritt, Exceutive Vice President und General Manager für den Bereich Business User Global Sales. Ausschlaggebend hierfür seien deren Anwenderfreundlichkeit und die sofort einsetzbaren Funktionen – nicht nur im Bereich Planung und Konsolidierung, sondern auch bei der Profitabilität und Strategie. Laut Merritt hilft das kombinierte Business-Objects-Portfolio Unternehmen zudem, Einblicke in alle Standorte und Tochtergesellschaften zu gewinnen.

Eine stärkere Entwicklungskooperation mit SAP strebt die Business Intelligence Platform (BIP)-Group an. Ihr Ziel ist es, hohe Datenqualität zu gewährleisten und Werkzeuge bereitzustellen, mit denen Unternehmen und ihre Mitarbeiter die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt abrufen können. Und zwar über eine einzige Plattform, die mit jeder Datenbank und Anwendung zusammenarbeitet. „Schließlich brauchen alle Mitarbeiter im Unternehmen zuverlässige und zeitnahe Informationen, um ihre Ziele zu erreichen“, so Marge Breya, Executive Vice President und General Manager der BIP-Gruppe.“

Jonathan Becker betonte am Schluss der Veranstaltung noch mal, dass Business Objects kein reiner BI-Anbieter sei, sondern Lösungen zur Informationsbeschaffung und –analyse (Information Discovery and Delivery) sowie Informationsmanagement anbietet. „Unsere Plattform umfasst nicht nur Business-Intelligence-Software, sondern auch Anwendungen, mit denen Sie Ihre Unternehmensleistung steigern.“

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