Wer zu spät kommt…

23. September 2011 von Christoph Zeidler 0

Business Transformation Summit

SAP Business Transformation Services unterstützt Firmen beim Wandel. (Foto: Stefan Schädeli)

Nein, wie der letzte Samurai fühlt sich eigentlich niemand der 200 Teilnehmer des SAP Business Transformation Summit – tapfer kämpfend bis zum Schluss, aber aufgrund technologischer Nachteile unterlegen und vom Zahn der Zeit überholt. Im Gegenteil. Doch die Mahnungen und Warnungen der vertretenen Experten sind deutlich.

„Wie viel Zeit verwenden Sie darauf, über die großen Herausforderungen unserer Zeit nachzudenken und sich ihnen intellektuell zu stellen?“ fragt zum Beispiel Prof. Dr. Adrian Done von der IESE Business School, wohlwissend, dass unter den Teilnehmern der Druck des Tagesgeschäfts oft keine Zeit für das „Big Picture“ lässt. „Zwei Drittel der Unternehmen, die 1966 noch zu den Top 100 gehörten, gibt es heute nicht mehr“, führt er aus, weil sie die großen Umwälzungen ihrer Zeit nicht erkannt hätten.

„Die Samurai unterschätzten die Entwicklung der Kanonen und Gewehre – was unterschätzen Sie? Wohin entwickelt sich die Welt und sind Sie darauf vorbereitet?“ Nicht gerade Standardfragen, die heute jedoch drängender denn je nach Antwort verlangen: die Wirtschafts- und Finanzkrise, die globale Erwärmung, die demographische Entwicklung, die Energiekrise, die Welthungerkrise… eine schier endlose Liste globaler Negativtrends, die „business as usual eigentlich verbieten“, so Done. Unternehmen müssten reagieren und, dort wo sie es tun, täten sie es zu langsam.

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Business Transformation Summit in Barcelona (Foto: Stefan Schädeli)

Lars Gollenia über globale Trends und Herausforderungen. (Foto: Stefan Schädeli)

Lars Gollenia über globale Trends und Herausforderungen. (Foto: Stefan Schädeli)

Globaler Trend: Megacities

Steve Lewis, als ehemaliger Microsoft- und IBM-Manager erfahren in der IT-Welt, sieht die Dinge ebenso kritisch und bringt einen weiteren Aspekt ein: die Verstädterung, die „Megacities“. Menschen drängten in die Städte in der Hoffnung auf Wohlstand, auf bessere medizinische Versorgung und auf Bildung, doch seien sowohl die Wirtschaft als auch die öffentliche Hand nicht darauf vorbereitet, das gigantische Städtewachstum zu steuern oder auch nur zu begleiten.

„Im Jahre 2050 werden 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Wie sollen diese Städte aussehen? Wie werden sie versorgt werden? Wie steuern wir die Ströme an Menschen, Daten und Gütern?“ Seine Antwort: mit schlauer Technik, schlauen Städten und höchstmöglicher Effizienz. Technologische Entwicklung, die Lewis als Gründer und Geschäftsführer von PlanIT für die Stadt der Zukunft vorantreibt.

Und Technologie ist es auch, womit Unternehmen heute schon ihre Abläufe steuern, effizienter werden und Spielräume für Innovationen schaffen. Eine Aufgabe, der sich auch SAP verschrieben hat, wie Lars Gollenia, Leiter Business Transformation Services, ausführt. Veränderungen im Großen ziehen Veränderungen im Kleinen nach sich und diese sinnvoll zu steuern, dabei hilft sein Bereich SAP-Kunden aus der ganzen Welt wie Daimler oder Hilti (siehe Artikel „Smart für gewisse Stunden“) zusammen mit dem Netzwerk der SAP Business Transformation Academy. Dieses Netzwerk aus Akademikern und Vordenkern arbeitet daran, Forschung zu Veränderungsprozessen mit den Erfahrungen der Geschäftswelt zusammenzubringen, ermöglicht Wissens- und Erfahrungsaustausch und entwickelt Methoden und fundierte Empfehlungen, um Transformationsprojekte zu optimieren.

Längst Realität: Social Computing, Mobility, Cloud

Prof. Dr. Axel Uhl, Leiter der Business Transformation Academy (BTA), und Lars Gollenia verbindet das Ziel, SAP-Kunden bei Veränderungsprozessen zu unterstützen, nicht nur IT-seitig sondern ganzheitlich in Zusammenarbeit mit allen Geschäftsbereichen und unter Berücksichtigung der gesamten Unternehmensstrategie. „Social Computing, Mobility, Cloud sind nicht nur Schlagworte, sondern zunehmend Realität.“

Menschen verhielten sich anders, kommunizierten anders, lebten anders als noch vor einigen Jahren, darauf müsse auch die IT reagieren, und tue sie bereits. „Der CIO ist heute nicht mehr nur der Herrscher über die Technik“, so Gollenia. „Er ist Unterstützer und Förderer der Fachabteilungen, der anderen Geschäftsbereiche, er ist strategischer Begleiter.“ – Und er hilft dabei, Veränderungen zu begleiten, Prozesse zu verbessern bzw. auf neue Rahmenbedingungen anzupassen. Dieser „Transformations-CIO“ (Gollenia) fördere Innovation, schaffe Mehrwert und erhöhe Effizienz. Damit geht er gerade nicht den Weg der Samurai, die in ihrer Disziplin exzellent waren, aber die Zeichen der Zeit verschliefen.

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Hilfe bei Veränderungen: SAP Business Transformation Services

Der IT-Leiter also als Mittler zwischen Business und IT, als Partner für das gesamte Unternehmen – eine Rolle, die SAP im Rahmen der Business Transformation Services mit sogenannten Value Partnerships unterstützt, die sie zur Zeit mit 40 Unternehmen eingegangen ist. Partnerschaften, die gemeinsam Veränderungen analysieren, begleiten und steuern. Unternehmen wie Lockheed Martin oder L’Oréal, deren IT-Landschaften ebenso vielfältig wie ihre Geschäftsbereiche sind, vertrauen der SAP, gemeinsam die Geschäftsprozesse fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen und die maximale Wertschöpfung Ihrer SAP-Systeme zu erreichen.

Je nach Situation und Unternehmen sind dies kürzere oder sogar auf mehrere Jahre angelegte Projekte, die im Kern eines im Sinn haben: Verbesserung als Reaktion auf Veränderung. Nicht als IT-Projekte sondern als Business-Projekte, die Unternehmensstrategie, äußere Einflüsse und geschäftliche Erwägungen mit der Technologie in Einklang bringen.

„Business Transformation bedeutet also nachhaltige Veränderung und Verbesserung im Einklang mit der Unternehmensstrategie“, beschreibt Gollenia die Aufgabe. Dafür stellt SAP im Rahmen der Value Partnerships einen zentralen Ansprechpartner pro Partnerschaft zur Verfügung, den sogenannten „Business Transformation Principal“. Das sind speziell ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter, die nicht nur die jeweilige Schnittstelle in die SAP hinein sind, sondern auch beim Kunden Verbesserungspotentiale identifizieren und strategisch beraten können.

Value Partnership Service

„Dafür ist Offenheit und Vertrauen auf beiden Seiten nötig“, erklärt Alexander Holzmann, Leiter des Value Partnership Service bei SAP. „Das sind keine klassischen Projekte, wo es um Veränderungen an einzelner Stelle geht, sondern unternehmensumfassende, strategische Arbeiten, die entscheidend für weiteres Wachstum und Wertschöpfung sind.“ Hierfür müssten Kunden der SAP natürlich das Vertrauen entgegenbringen, der richtige strategische Partner zu sein. Und SAP müsse sich dem Erfolg verschreiben und verpflichten, das gemeinsam vereinbarte gemeinsam umzusetzen. „Und genau das tun wir“, so Holzmann.

Ein vielversprechendes Angebot, über dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem SAP Business Transformation Summit noch bis Ende der Woche informieren und austauschen, von SAP-Kunden lernen, die diese Partnerschaft eingegangen sind und sich Veränderungen gestellt haben. Denn wer will schon der letzte Samurai sein?

Mehr Informationen zu Business Transformation Services und zu SAP Value Partnerships erhalten Sie hier.

Wenn Sie mehr zum Thema Business Transformation erfahren wollen, lesen Sie auch “360° – das Business Transformation Journal“, das vier Mal im Jahr von der BTA herausgegeben wird.

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