BI-Suite: BusinessObjects 4.0

11. Juli 2011 von Daniel Hardt 0

Alles drin: BusinessObjects 4.0 kommt mit zahlreichen BI-Tools daher (Grafik: SAP AG)

Alles drin: BusinessObjects 4.0 kommt mit zahlreichen BI-Tools daher (Grafik: SAP AG)

Das Release von BusinessObjects BI 4.0 ist eigentlich eine große Sache. Trotzdem wurde dem Thema auf der SAPPHIRE NOW 2011 weniger Platz eingeräumt, als In-Memory-Computing und Mobility. Dabei hat sich einiges getan: BusinessObjects unterstützt SAP HANA, neue Schnittstellen erweitern den Nutzerkreis wie die Anzahl der verwendbaren (mobilen) Endgeräte und eine vereinheitliche Oberfläche macht die BI-Tools verständlicher.

SAP.info hat die Informationen zusammengetragen und zeigt, mit welchen Neuerungen das Release aufwartet.

Semantic Layer

Semantic Layers – bei BusinessObjects Universes genannt – strukturieren Unternehmens-Daten, so dass Anwender in der Lage sind Reports und Queries zu erstellen. Unterstützt werden alle BI Clients, Multi-Source Universes sind über verschiedene Daten-Quellen – inklusive SAP HANA –  hinweg erstellbar – auch dank einer standarisierten Schnittstelle für alle BI Tools. Kenntnisse  der Datenbank-Sprache SQL sind nicht erforderlich.

Die Verbindung zwischen SAP BusinessWarehouse und SAP BEx Queries erfolgt durch BI Consumer Services (BICS), die auf dem OLAP-Analyseprinzip basieren. SAP HANA wird von BICS ebenfalls unterstützt. Die DSAG sieht in der verbesserten Integration der SAP BusinessObjects BI Clients mit SAP Netweaver BusinessWarehouse die wichtigste Neuerung. Eine Besonderheit: Mit SAP BusinessObjects XI erstellte universes, können ohne Migration oder Konvertierung weiter genutzt werden.

Zudem vergünstigt sich die Integration neuer Projekte, da keine komplexen ETL-Prozesse notwendig sind, um Datenquellen in einer Zieldatenbank zusammenzuführen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Information Design Tool & User Experience

Strukturierte und unstrukturierte Daten werden über BI-Tools ausgegeben (Grafik: SAP AG)

Strukturierte und unstrukturierte Daten werden über BI-Tools ausgegeben (Grafik: SAP AG)

Das neue Query Panel für die gesamte BI Suite (Screenshot: SAP AG)

Neues Query Panel für die gesamte BI-Suite (Screenshot: SAP AG)

Information Design Tool

Erstellt und veröffentlicht werden Universes mit dem neuen Information Design Tool. Neue Features bei der Entwicklung einer Semantic Layer sind:

  • Universes die OLAP unterstützen
  • Multisource universes erlauben den Einsatz mehrerer relationaler Datenquellen
  • Ein Security Editor für Daten und Metadaten
  • Ein erweitertes Connection Management
  • Einfachere Verwaltung der Repositories

Die erstellten Universes können von BusinessObjects Web Intelligence, Explorer, Dashboard Design und Crystal Reports for Enterprise – jeweils in der aktuellen Version BI 4.0 – genutzt werden. Das Tool generiert automatisch OLAP Universes für Microsoft Analysis Services OLAP Cubes, der Security Editor legt den Sicherheitsrahmen für Anwender fest. Zudem sorgt das Information Design Tool für eine einheitliche User Experience und erlaubt, dass mehrere Personen gleichzeitig an einem BI-Projekt zu arbeiten.

User Experience: einheitliche Vielfalt

Die User Experience zielt auf eine moderne und einheitliche Gestaltung ab. Die Nutzeroberfläche (UI) der BusinessObjects-Anwendungen wie Crystal Presentation Design, BO Web Intelligence und BO Explorer wurden angeglichen. Anwender die mit einem Tool vertraut sind, finden sich so auch in anderen Anwendungen leichter zurecht. Egal ob Dashboard oder Report, die UI bleibt einheitlich über alle Geräte wie PCs, Smartphones und iPads hinweg. Für die Anbindung mobiler Geräte wird auf die Sybase Unwired Platform zurückgegriffen.

Zudem verfügt BusinessObjects 4.0 über verbesserte Icons, Menüs und Funktionsleisten, typische Workflows wie Data Access, Format und Page Setup besitzen einen höheren Wiedererkennungswert. Weiterhin wurden aus dem SAP BusinessObjects Explorer bekannte Diagramme um grafische Funktionen erweitert und auch BO Analysis und BO Web Intelligence hinzugefügt.

Lesen Sie auf der nächsetn Seite: BI Launch Pad & Monitoring

Monitoring-Tool (SAP AG)

Per Monitoring die Performance überwachen (SAP AG)

BI Launch Pad & BI Workspace

Für die BusinessObjects Business Intelligence Platform steht der Aspekt Self-Service mittels BI Launch Pad und BI Workspace im Fokus. Nutzer sollen sich damit relevante Informationen problemlos selbst beschaffen können. BI Launch Pad ist das Self-Service BI Portal, hat eine erweiterte Suchfunktion und ermöglicht das Arbeiten an mehreren Dokumenten gleichzeitig.

Das neue BI Workspace – eine Weiterentwicklung des Dashboard Builder – ist eine browserbasierte Applikation zur Zentralisierung und Vereinheitlichung regelmäßig benötigter, personalisierter Informationen. Neben Content aus der Business Intelligence Suite sind Inhalte aus externen Websites, MS Office und PDFs verwendbar. Workspaces können mit OpenDocument oder über das Unternehmensportal angesehen werden, wenn das Portal Integration Kit eingesetzt wird.

Alerting und Monitoring

Neu sind auch die Funktionen Alerting und Monitoring. Alerting erlaubt schnellere Reaktionen bei Änderungen im Geschäftsbereich, indem Anwender in Echtzeit mit kontext-spezifischen Informationen versorgt werden. Die dazu in Frage kommenden Tools sind SAP Chrystal Reports, SAP BO Event Insight Software und die Central Management Console. Alarmmitteilungen werden per E-Mail oder BI Launch Pad versendet.

Das Monitoring erfasst Performance-Indikatoren von Servern und Applikationen von BusinessObjects 4.0 für Reportings und Benachrichtigungen. Wichtige Schlüsselkennzahlen (KPIs) werden in Dashboards angezeigt, Testsysteme führen Prüfungen über simulierte Workflows durch. Die Monitoring Applikationen kann mit Applikationen wie SAP Solution Manager oder IBM Tivoli integriert werden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: BI-Tools & bessere Integration

BusinessObjects Analysis (SAP AG)

BusinessObjects Analysis (SAP AG)

Business Intelligence Tools

Von der auf dem Datenpool aufsetzenden BusinessObjects Business Intelligence Platform, zweigen fünf BI-Tools ab: BusinessObjects Analysis, BO Dashboards, BO Web Intelligence, BO Explorer und Crystal Reports. Neben der Angleichung der Nutzeroberflächen und der einheitlichen Schnittstelle für verschiedene Datenquellen, gibt es weitere Neuerungen.

BO Analysis

BO Analysis führt multidimensionale Analysen durch, verfügt über ein Drag und Drop-System und soll das Arbeiten mit bereits existierenden Inhalten vereinfachen. Dazu zählen auch für SAP NetWeaver Business Warehouse entwickelte Cubes und mit SAP Business Explorer (SAP BEx) erstellte Queries. Angeboten wird BO Analysis in einer MS Office und einer OLAP Version.  Die erste Version liefert Funktionen zur Analyse innerhalb von Excel und PowerPoint, ist leicht in die SAP Landschaft zu integrieren und vereinfacht den Übergang von BEx Tools zu BusinessObjects-Lösungen. Die OLAP Version beinhaltet zusätzlich Self-Service Analysis Workspaces für die persönliche oder geteilte Verwendung über das Internet.

BO Dashboards

Das frühere SAP BusinessObjects Xcelsius Enterprise setzt auf der BI Plattform auf und erfordert keine Investitionen in die Infrastruktur. Die Schnittstelle ist für alle Datenquellen geeignet und es reicht ein Dashboard aus, dass in unterschiedlichen Regionen und in verschiedenen Sprachen eingesetzt werden kann. Die Verwendung von MS Excel ist nicht mehr notwendig.

BO Explorer

Neben mehr grafischen Auswahlmöglichkeiten ist die verfeinerte Suchfunktion erwähnenswert, welche die Datenauswertung einem größeren Anwenderkreis zugänglich macht. Alle Innovationen des BOE 3.2 sind über das BI Launch Pad verfügbar.

BO Web Intelligence

Laut SAP wurden hauptsächlich drei Aspekte verbessert: Interoperabilität, Interaktivität und Datennavigation. Die Navigation erlaubt unmittelbares Stöbern in Providern, Objekten und Daten. Oberflächen inklusive Toolbars und die Möglichkeit, häufig genutzte Funktionen schneller aufrufen zu können, verbessern die Handhabbarkeit.

Crystal Reports

Auch Crystal Reports hat ein aufgefrischtes Desing, nutzt das selbse Meta-Datenmodell wie die übrigen Tools und unterstützt die neuen Semantic Layer vollständig.

Bessere Integration

BusinessObjects 4.0 erlaubt Embedded Analytics für ERP Financial, CRM und HCM Applications der SAP Business Suite.  BI Anwendungen sind zudem in SAP EPM und SAP GRC integrierbar. Neben dem direkten Zugang zu SAP NetWeaver Business Warehouse, sorgen auch SAP Solution Manager und SAP Change & Transport System+ für eine Integration in die SAP-Landschaft.

Beide Schwergewichte von BusinessObjects – BI 4.0 und EIM – besitzen ähnliche UIs und sind in die gleiche Infrastruktur integriert. Alles Wissenswerte zu BusinessObjects EIM 10.0 finden Sie im Artikel „BI-Analysen auf dem iPad“. Kollaboratives Arbeiten und Nutzung von Social Media ist durch die Anbindung an SAP Streamwork eine weitere Option. Im Artikel „Volle Ladung: BusinessObjects 4.0“ lesen Sie alles zu SAP Streamwork und den neuen Tools BusinessObjects Event Insight und BusinessObjects Information Steward.

(SAP AG)

Embedded Analytics für die SAP Business Suite (SAP AG)

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