Software gegen dicke Luft

Feature | 20. September 2010 von Christiane Stagge 0

Software zeigt Emissionen, Energieverbrauch und Kosten: SAP Carbon Impact 5.0

Zeigt Emissionen, Energieverbrauch und Kosten: SAP Carbon Impact 5.0

Software für den Internet-Browser ist stark im Kommen. Pakete wie beispielsweise Business ByDesign machen es vor. So gibt es SAP Carbon Impact OnDemand in seiner neuen Version 5.0 ebenfalls auf Abruf. Das Besondere daran: Die Mietsoftware läuft auf der neuen Plattform „River“. River ist der Code-Name für die neu entwickelte Cloud-Plattform, mit deren Hilfe Anwendungen schneller entwickelt werden können. SAP Carbon Impact läuft derzeit auf der Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2). Künftig sollen noch weitere Clouds an die Plattform angebunden werden.

SAP verspricht mit der neuen Version eine verbesserte Datenqualität und verkürzte Reporting-Zyklen. Einmalig: Die Software unterstützt bis zu 50 Sprachen. Damit lässt sie sich über den gesamten Globus einsetzen.

Auch wenn sich mittlerweile fast jede Firma mit  den Stempel „Green IT“ , „Öko“ oder „Sustainability“ schmückt, geht es beim Thema Nachhaltigkeit mehr als nur um knallige Werbeslogans oder Marketing-Schlagworte.  Ob Firmenwagen mit niedrigem Benzinverbrauch, energiesparende Klimaanlagen oder effiziente Logistikabläufe – mit nachhaltigem Wirtschaften sparen Unternehmen Kosten. Durch gesetzliche Vorschriften sind Firmen dazu verpflichtet, Umweltschutz-Standards einzuhalten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: So funktioniert die Software

Auf einem Blick: Welcher Vorgang innerhalb der Produktionskette erzeugt am meisten CO2?

Auf einem Blick: Welcher Vorgang innerhalb der Produktionskette erzeugt am meisten CO2?(Screenshot: SAP AG)

Carbon Impact

Carbon Impact: Statusberichte abfragen und Vorhersagen treffen (Screenshot: SAP AG)

Für jedes ERP-System

Als „grüne Software“ hilft SAP Carbon Impact Unternehmen dabei, ihren CO2-Ausstoß und Energieverbrauch zu analysieren und zu steuern. Die OnDemand-Software wird an das ERP-System angebunden. Carbon Impact unterstützt aber auch ERP-Systeme, die nicht aus dem Hause SAP stammen. Die Software sammelt automatisch Daten aus verschiedenen Quellen und Messsystemen und wertet diese aus.  So ermittelt das Programm beispielsweise die Effizienz von Logistikabläufen und analysiert den Strom- und Wasserverbrauch. Ist der Bau neuer  Firmengebäude geplant, lässt sich mit Carbon Impact der Gebäude- Energiehaushalt berechnen.

Beim Start des Programms zeigt das Dashboard Nachrichten zu geplanten Umweltvorschriften, aktuelle Statusberichte, geplante Ziele oder die Entwicklung des  CO2-Ausstoßes gegenüber den Vorjahren an. Mit einem Klick kann man sich alle Vorgänge innerhalb der Produktionskette anzeigen lassen, die am meisten CO2 erzeugen. Im Greenhouse Gas Dashboard sieht man den Kohlendioxid-Emissionswerte der gesamten Unternehmenseinheit – von Gebäuden bis hin zu Mitarbeitern. Ein Finanz-Dashboard zeigt die daraus entstehenden Kosten an. Außerdem lassen sich Vorhersagen treffen, wie tief der Emissionswert bei enstprechenden Maßnahmen sinken würde und wieviel Kosten man sparen könnte.

Autodesk, Arch Chemicals und der Elektroautohersteller Fisker Automotive nutzen die Software bereits. Auch bei SAP selbst ist Carbon Impact im Einsatz: Werden Mitarbeiter beispielsweise auf Dienstreise geschickt, schlägt die Software das nachhaltigste Verkehrsmittel vor. Zusätzlich ermittelt die Software den Energieverbrauch in den Rechenzentren und Firmengebäuden. Jedes Quartal lässt sich SAP den aktuellen Statusbericht über die CO2-Bilanz erstellen.

Neben Carbon Impact gibt es weitere Software von SAP zum Thema Nachhaltigkeit:

Carbon_Impact3

Die Software lässt sich an jedes beliebige ERP-System anbinden (Screenshot: SAP AG)

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