Grüne Software: SAP Carbon Impact

Feature | 3. November 2009 von admin 0

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Grüne Prozesse mit schwarzen Zahlen messen: SAP Carbon Impact. (Foto: SAP AG)

Was haben „grüne“ Prozesse und schwarze Zahlen gemeinsam? Vordergründig wenig, auf den zweiten Blick dagegen sehr viel. Fakt ist: je besser ein Unternehmen seine Prozesse komplett im Griff hat, desto weniger Ressourcen werden verschwendet. Sparsamere Firmenwagen, niedrigerer Stromverbrauch, weniger Geschäftsreisen oder runde Logistikabläufe drücken gleichzeitig die CO2-Emissionen – und damit letztendlich die Kosten. Unterm Strich schlägt sich das in einem besseren Betriebsergebnis nieder. Oder anders gesagt: Der CO2-Ausstoß, der während Geschäftsprozessen entsteht, ist ein Indikator für deren Leistungsfähigkeit und Effizienz. Eine Software, die übergreifend die Kohlendioxid-Emissionen überwacht, ebnet also nicht nur den Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen. Mindestens genauso wichtig. Sie identifiziert permanent Optimierungspotenzial und wird dadurch zu einem Erfolgsfaktor. Indem sie Ökonomie und Ökologie ganzheitlich zusammenführt, sichert sie die Renditestärke von Unternehmen – kurz- und langfristig.

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Die Software hilft einem Unternehmen dabei, seinen CO2-Ausstoß zu verringern.

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor

„Es ist zu erwarten, dass sich die gesetzlichen Vorgaben in den kommenden Jahren stark verschärfen. Nachhaltigkeit und CO2-Reduktion werden Geschäftsprozesse umfassend beeinflussen und verändern. Das gilt besonders für die entwickelten Märkte in Nordamerika oder Europa. Mit unserer neuen Software SAP Carbon Impact geben wir Unternehmen dafür das ideale Instrument an der Hand“, erklärt Scott Bolick, Vice President Sustainability bei SAP. „Unternehmen, die schon heute per IT den Ausstoß von Kohlendioxid reduzieren, reagieren damit nicht nur auf veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen. Sie investieren auch in ihre Wettbewerbsfähigkeit. SAP Carbon Impact als Software zur Emissionssteuerung versetzt Unternehmen somit in die Lage, von CO2-Reduktion auch finanziell zu profitieren.“

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Mit SAP Carbon Impact lässt sich der CO2-Verbrauch messen und steuern.

Das gilt im Übrigen auch für Unternehmen, denen keine gesetzlichen Auflagen drohen. Als Teil von Logistiknetzwerken stehen sie möglicherweise ebenfalls in der Pflicht, CO2-bezogene Informationen zur Verfügung zu stellen. Die weltweit größte Supermarktkette verlangt dies bereits von ihren Lieferanten. Zudem können Unternehmen beispielsweise der Konsumgüterindustrie diese Umweltschutzmaßnahmen bereits werbewirksam mit ihren Produkten vermarkten – und schlagen somit zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie senken nicht nur die Kosten, sondern verbessern auch das eigene Image.

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Die on-Demand-Lösung SAP Carbon Impact kann man sich bei Bedarf mieten.

Die richtige Lösung zur richtigen Zeit

Entwickelt vom 2007 gegründeten Unternehmen Clear Standards, ergänzt SAP Carbon Impact seit Mitte 2009 offiziell das Portfolio von SAP. Im Juni 2009 hatte das Walldorfer Unternehmen die auf Lösungen zur CO2-Reduktion spezialisierte amerikanische Softwareschmiede übernommen. SAP Carbon Impact versetzt Firmen in die Lage, die Kohlendioxid-Emissionen ihrer betrieblichen Abläufe zu erfassen, zu messen und zu senken. „Mit SAP Carbon Impact behalten Unternehmen nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern auch den Energie- und Wasserverbrauch im Blick – und können diese Faktoren positiv beeinflussen“, erklärt Richard Mendis, Mitgründer von Clear Standards und jetzt bei SAP im Management-Team für die Software tätig.

Offene Schnittstellen sichern Flexibilität

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Das Praktische: SAP Carbon Impact wird als „Software-as-a-Service“ in externen Rechenzentren betrieben. Für Anwender fallen also keine zusätzlichen Investitionen in Hardware an. Über offene Schnittstellen lässt sich die Lösung aber auch an andere ERP-Plattformen anbinden. Dort holt sich das Programm die erforderlichen Daten für seine Auswertungen und stellt sie anschaulich dar. „Das macht die Software enorm flexibel, zumal sie unabhängig betrieben werden kann und bei den Datenquellen sehr offen ist“, erklärt Bolick.

Für die Zukunft ist auch eine Version mit direkter Anbindung an SAP Business Suite und das Stammdatenmanagement von SAP geplant. „Momentan sprechen wir mit der Software die Top-2000-Unternehmen auf der Welt an. Daher ist sie auch nur in einer englischen Sprachversion erhältlich. Für die Zukunft sind aber Lokalisierungen für Region EMEA, Südamerika und die asiatischen Märkte geplant“, erläutert Mendis. Den Kohlendioxidausstoß im gesamten Ökosystem eines Unternehmens zu verringern – dafür steht der ganzheitliche Ansatz von SAP Carbon Impact. Ein Anspruch, der beispielsweise ein Unternehmen wie dem erfolgreichen Solarpanel-Hersteller Sunpower überzeugt hat. Inzwischen überwacht das Unternehmen aus dem kalifornischen San José über die neue Lösung seine weltweiten CO2-Emissionen – inklusive der Fertigungsstätten in Asien. „Letztendlich steht jedes Unternehmen in Zukunft vor ähnlichen Fragen: Welche gesetzlichen Auflagen sind künftig zu erwarten? Inwieweit lassen sich diese Vorgaben nachweislich erfüllen? Wie profitieren dabei die eigenen Prozesse? Was bedeutet das für die betriebswirtschaftliche Seite“, prognostiziert Bolick. SAP Carbon Impact kann helfen, diese Fragen zu beantworten – nachhaltig.

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