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CeBIT: Zukunft auf Bestellung

24. März 2017 von Jonas Lerch 1

Unter dem Motto d!conomy dreht sich in Hannover eine Woche lang alles um Trendthemen wie IoT, Virtuelle Realität oder Künstliche Intelligenz.

Der digitale Wandel ist längst in unserem Alltag angekommen. Doch viele Unternehmen stehen noch vor großen Herausforderungen, den digitalen Wandel in ihrem Betrieb umzusetzen und einzelne Geschäftsbereiche miteinander zu verbinden. SAP zeigt in den vier Themenclustern Produktion, Logistik, Finanzen und Kundenmanagement, wie sich neue Technologien – etwa das Internet der Dinge (Internet of Things = IoT), Blockchain oder die individualisierte Produktion – nutzen lassen.

Diesjähriges Gastland der CeBIT ist Japan, ein Land, dass sowohl sehr technologiebegeistert ist, als auch immer wieder von Naturkatastrophen betroffen ist. Wie man gegen die Folgen solcher Katastrophen vorgehen kann und wie Technologie dabei unterstützt, Schäden zu minimieren, zeigte SAP-Vorstandsmitglied Bernd Leukert im so genannten ESA Showcase dem japanischen Premierminister Shinzo Abe und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit Live-Satellitenbildern der European Space Agency und der SAP Cloud Platform lassen sich Flächenbrände, drohende Erdrutsche und Überschwemmungen vorhersagen. Die Software ermittelt im Katastrophenfall außerdem Zugangswege für Rettungswege und freie Flächen für Notunterkünfte. Merkel und Abe zeigten sich beeindruckt. Bernd bot an, die Software der japanischen Regierung zur Verfügung zu stellen.

Live und in Farbe

Herzstück des SAP-Standes sind die Praxisbeispiele, die veranschaulichen, wie man mithilfe von IoT und Virtual Reality Geschäftsprozesse zusammenführen und gleichzeitig den Kunden eine entspannte Einkaufsatmosphäre bieten kann.

„Bei unserem Live-Airport-Szenario wollen wir zeigen, wie man intelligent Dinge vernetzten kann und mit den relevanten Daten nicht nur bestehende Prozesse optimiert, sondern auch neue Möglichkeiten schafft“, erklärt Matthias Aurin den Besuchern. Im Showcase werden die Daten aus verschiedenen SAP-Produkten zusammengeführt und auf einem Dashboard visualisiert. Dadurch, dass der eigentliche Flughafenbetrieb mit der viel zitierten „Customer Experience“ verknüpft wird, hat ein Flughafenshop beispielsweise die Möglichkeit, seine Werbung auf die Besucherströme im Flughafen auszurichten und auch auf kurzfristige Änderungen wie Verspätungen oder den Wechsel des Flugsteigs zu reagieren.

Eine besondere Rolle für Flughäfen spielt das Fahrzeugmanagement. Da viele Airports auf Elektromobilität umsteigen möchten, ergeben sich durch die Integration der Ladezyklen in den Betriebsablauf ganz neue Herausforderungen. Mit den Leonardo-Produkten Vehicle Insights, Assets Intelligence Network und Predictive Maintenance lässt sich jederzeit abrufen, wo sich Fahrzeuge befinden, wie lange sie bereits in Betrieb sind und ob Probleme – wie eine defekte Batterie oder Überhitzung – vorliegen. Der Betreiber kann so flexibel auf Ausfälle reagieren und direkt Reparaturvorgänge einleiten.

Reisende profitieren von der Einbindung der Reisesoftware von Concur oder können ihre Anreise mit der Mitfahrlösung TwoGo organisieren. Zusammengeführt und ausgewertet werden die Daten schließlich in der SAP Cloud Platform. Der Anwender hat zusätzlich die Möglichkeit, Daten zu einzelnen Objekten (zum Beispiel Fahrzeuge) per Augmented Reality auf einem Tablet abzurufen. Zwar gibt es das Live-Airport-Szenario als eigenständiges Produkt so noch nicht zu kaufen, viele Bestandteile werden aber bereits an Flughäfen eingesetzt.

On-Demand-Fertigung macht Laune

Vom Kunden selbst konfigurierte Produkte, die anschließend in Losgröße 1 produziert werden – ist das die Zukunft von Mode- und Sportartikelherstellern? Dass dies durchaus vorstellbar ist, zeigt ein von adidas inspirierter Showcase, der viele SAP-Anwendungen vom Marketing bis hin zur Abrechnung kombiniert und künstliche Intelligenz nutzt, um noch besser auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Der gesamte Entstehungsprozess des Produkts sowie die beteiligten SAP-Komponenten werden am Stand durch virtuelle Realität erfahrbar.

Die CeBIT läuft noch bis zum 24. März. Insgesamt werden etwa 250.000 Besucher erwartet.

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