Chancen nutzen

Feature | 22. Dezember 2004 von admin 0

Auf der Überholspur: Die Autohaus-Bünde-Gruppe ist zusammen mit dem Autohaus Löhne ein leistungsfähiger Mobilitätspartner in Ostwestfalen. Mit einem großen Angebot an Neuwagen von Audi und VW, Gebrauchtwagen vieler Marken, Mietwagen und Services versorgt der an drei Standorten vertretene Familienbetrieb seine Kunden. Im Jahr 1999 aus einem Zusammenschluss hervorgegangen, beschäftigt die heutige Gruppe rund 120 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr wurde ein Umsatz von 32 Mio. Euro erzielt. Dieser sollte trotz Veränderungen wie der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) nicht nur gehalten, sondern ausgebaut werden. Denn: Dank der Neuregelung des Kfz-Vertriebs können Automobilhändler beim Verkauf Gas geben, fördert die Aufhebung der Markenbindung doch auch den Mehrmarkenvertrieb. Händler schaffen sich dadurch eine breitere unternehmerische Basis.

Mehrmarkenfähige Branchenlösung gesucht

Auch beim Autohaus Bünde wollte man sich die neu entstandenen Geschäftsmöglichkeiten nicht entgehen lassen. Um die frisch erlangten „Freiheiten“ adäquat nutzen zu können, musste jedoch die bislang eingesetzte VAUDIS-Lösung, die speziell auf Volkswagen- und Audi-Betriebe ausgerichtet und daher nicht mehrmarkenfähig ist, durch eine leistungsfähigere Unternehmenssoftware ersetzt werden. Zudem ließ sich anhand des Altsystems keine Konsolidierung mit einer Konzerndarstellung bei verschiedenen Buchungskreisen und Kontenplänen realisieren.

Autohaus Bünde gibt Gas mit SAP

Was das neue Car-Dealer-Management-System betraf, hatte Torsten Meyer, geschäftsführender Gesellschafter der Gruppe, dezidierte Vorstellungen. „Ich gehe zum Weltmarktführer SAP. Allein schon wegen der Investitionssicherheit. Andere Anbieter kommen für mich nicht in Frage.“ Für Torsten Meyer war die Skalierbarkeit des SAP-Portfolios entscheidend, geht der Trend im Automobilhandel doch eindeutig hin zu größeren Betrieben und Gruppen. Produkte von Softwareanbietern, die nur bis zu 400 Arbeitsplätze abdecken können, zog er daher nicht ins Kalkül. Auf spezielle Branchenfunktionalität wie Fahrzeugabwicklung, Teilewesen oder Werkstattprozesse sowie standardisierte Schnittstellen zu den jeweiligen Herstellersystemen von Audi und VW wollte man ebenfalls nicht verzichten.
So entschieden sich die Gesellschafter im Jahr 2002 für die mySAP-All-in-One-Branchenlösung DCS Quantum von CARDIS CarDealer Information Systems. Die Standardsoftware basiert auf bewährten SAP-Standardtechnologien und wurde auf die spezifischen Bedürfnisse im Autohandel zugeschnitten. „Die Funktionalität von DCS Quantum gewährleistet ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit und unterstützt gängige Industrienormen“, so Torsten Meyer. „Die Einführung verlief dank der großartigen persönlichen Unterstützung des SAP-Projekt-Teams von CARDIS reibungslos und im Zeitplan. Bemerkenswert war dabei das fachspezifische Know-how der Berater.“ Die vorgelagerte Implementierung von Finanzwesen und Controlling sowie die komfortablen Benutzeroberflächen trugen viel dazu bei, die Akzeptanz der Mitarbeiter zu erhöhen, und die hohe Zahl der nun automatisierten Prozesse tat ein Übriges. So entfällt beispielsweise die Mehrwertsteuerverprobung, die vorher einen Aufwand von bis zu einem halben Tag pro Monat bedeutete. Außerdem sind heute die aus VAUDIS bekannten manuellen Bestandsabstimmungen beim Gebrauchtwagenbestand nicht mehr erforderlich. Zudem konnte man mit der Softwareunterstützung einen weiteren Ablauf vereinfachen: die Abwicklung der Ersatzteil-Rechnungen. Da die Lagerzugänge direkt bei Wareneingang im System kontrolliert und korrigiert werden, entfällt die manuelle Eingabe in der Buchhaltung. Rechnungen und Zahlungen werden auf diese Weise sekundengenau verarbeitet. Das Ergebnis: eine stets aktuelle und aussagekräftige Buchhaltung.

Deckungsbeitragsrechnung per Mausklick

Neben dem Finanzwesen werden auch alle weiteren im Autohaus anfallenden Prozesse in den Bereichen Controlling, Teilehandel, Service/Werkstatt, Verkauf und Personalwirtschaft effizient unterstützt. Das liegt vor allem an den integrierten Geschäftsabläufen und der Leistungsfähigkeit der SAP-Software. Davon profitiert unter anderem der Vertrieb. Schließlich unterliegt auch die Autohaus-Bünde-Gruppe dem immer stärker werdenden Preisdruck in der Branche. Wichtig für den Autohändler ist dabei der vollständige Überblick über die aktuellen Sonderpreise, Rabatte oder sonstige Extras. Damit lässt sich an der Preisschraube drehen und trotzdem gewinnbringend arbeiten. „Diese Zahlen konnte ich früher nur fühlen. Heute habe ich sie dank DCS Quantum schwarz auf weiß“, so Torsten Meyer. Die Transparenz erstreckt sich dabei auf sämtliche Standorte der Autohaus-Bünde-Gruppe. Dank der Konsolidierung ist heute der aktuelle Stand unternehmensübergreifend bis in den einzelnen Posten jedes Belegs bekannt. Und mehr noch: Mit DCS Quantum lässt sich die vom Wirtschaftsprüfer geforderte Deckungsbeitragsrechnung pro Kunde und Auftrag exakt angeben.

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