On-Premise plus Cloud

24. Juli 2013 von Susan Galer 0

Foto: iStockphoto

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Wenn bestehende Geschäftsmodelle durch neue Technologien wie Cloud Computing abgelöst werden, müssen Unternehmen ihre Strategien und ihr Angebot anpassen. Sie müssen in der Lage sein, Cloud-basierte Software schnell und flexibel einzuführen und das Tempo dabei selbst zu bestimmen. Um die Kunden bei diesem Prozess bestmöglich zu unterstützen, hat die SAP ein neues Modell entwickelt, das die Erweiterung bestehender Lösungslandschaften um Cloud-Anwendungen beispielsweise von Ariba und SuccessFactors ermöglicht.

Damit vollzieht die SAP den nächsten Schritt bei der Umsetzung ihrer Strategie für ein einheitliches Cloud-Portfolio, die das Unternehmen erst kürzlich bekannt gegeben hatte. Und so funktioniert das Modell: Ein Kunde verfügt über eine Lizenz für die On-Premise-Software SAP Human Capital Management (HCM) für 100 Nutzer. Er möchte diese Zahl um 50 Nutzer verringern und seine Anwendungslandschaft um die Cloud-basierte Software von SuccessFactors erweitern. Im Rahmen des neuen Erweiterungsmodells kann der Kunde nun die Lizenz und den Wartungsvertrag für die On-Premise-Software auf ein Abonnement für die entsprechenden Cloud-Lösungen von SAP umstellen und damit bereits getätigte Investitionen weiter nutzen.

Lizenz und Wartung von On-Premise auf Cloud umstellen

Nach Angaben von Josh Greenbaum, Branchenanalyst und Chef von Enterprise Applications Consulting, gibt es auf dem Markt derzeit kein vergleichbares Angebot, weshalb die SAP mit ihrem neuen Modell über einen klaren Wettbewerbsvorteil verfügt. „Ein Anbieter, der seinen Kunden verspricht, sie bei der Umstellung auf die Cloud zu unterstützen, ihnen ein interessantes Angebot zur Aussetzung ihrer Wartungsverträge unterbreitet, wenn sie sich für die Cloud-Lösungen von SAP entscheiden, und ihnen auch bei der Optimierung ihrer Infrastruktur für Cloud-Anwendungen unter die Arme greifen möchte, bietet seinen Kunden enormen Mehrwert.“ (Video-Interview mit Josh Greenbaum)

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Warum die Softwareinvestitionen geschützt sind

Obgleich immer mehr Unternehmen auf Cloud-Lösungen setzen, stellen diese Greenbaum zufolge nur eine von mehreren Bereitstellungsoptionen dar. Und daran werde sich auch vorerst nichts ändern. „Die eigentliche Erkenntnis aus der zunehmenden Verbreitung von Cloud-Lösungen besteht darin, dass die Kunden meist auf ein Hybrid-Modell setzen und Hilfestellung benötigen, was ihre Verträge, die erforderliche Wartung und den Support betrifft. Genau diese Hilfestellung kann ihnen die SAP bieten.“

Nachdem sich die erste Euphorie gelegt hat, hätten die Unternehmen außerdem erkannt, dass sich ein reiner Cloud-Betrieb ihrer Lösungen nicht realisieren lässt. Die Kunden benötigen daher Integrationsmöglichkeiten, um sowohl On-Premise-Lösungen als auch Cloud-Lösungen effektiv nutzen zu können. „Dadurch stehen die Funktionen mehr Benutzern zur Verfügung, und Prozesse lassen sich wesentlich besser automatisieren“, erläutert Greenbaum. „Denkbar sind beispielsweise Szenarien, bei denen der Vertrieb teilweise mit Cloud-Lösungen arbeitet, während die Mitarbeiter im Callcenter On-Premise-Software nutzen. Zugleich haben beide Gruppen Zugriff auf das Bestellsystem, das aus einer klassischen On-Premise-Installation besteht und an eine On-Premise-Software für die Lagerverwaltung angebunden ist.“

Softwareinvestitionen im neuen Modell geschützt

Zweifelsohne bringt das Cloud Computing grundlegende Veränderungen für die Softwarebranche und die Geschäftsabläufe von Unternehmen mit sich. Mit dem Erweiterungsmodell der SAP können Kunden wesentlich einfacher auf neue Cloud-Lösungen umstellen, da sie auf den Schutz ihrer Softwareinvestitionen vertrauen können.

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