„Durchbruch kommt 2013“

31. Juli 2012 von Andreas Schmitz 0

Foto: iStockphoto

Herr Reuter, ab Ende August will der Handelskonzern Media Saturn die von Ihnen entwickelte App „Contract2Go“ für sich testen. Ein wichtiger Schritt in ein neues Geschäftsfeld?

Nein, sicher noch nicht. Wenn wir von Business-Apps alleine leben müssten, würden wir verhungern. Klar ist aber auch, dass sich das Tablet zu einem personal device entwickeln wird. Neben dem Handy wird jeder sein Tablet haben. Die Prozesse werden sich wandeln und das Sicherheitsargument als vorgeschoben entlarvt werden.

Was hält Business-Apps dann auf auf ihrem Weg?

IT-Abteilungen stehen vor der Frage, ob sie auf iOS, Windows 8 oder Android setzen sollen. Egal wie sie sich entscheiden: In zwei Jahren könnte der Markt wieder komplett anders aussehen. Dieses Finanzierungsrisiko hinsichtlich der IT-Infrastruktur hält Entscheider aktuell davon ab, auf Business-Apps zu setzen und deren Mehrwert für das Unternehmen zu nutzen.

Der da wäre?

Der Einkäufer kann während des Verkaufsgesprächs die Konditionen simulieren, beispielsweise mit dem Skonto zwar runtergehen, dafür für eine bestimmte Produktgruppe einen höheren Rabatt gewähren. Unsere App Contract2Go hat Zugriff auf alle Lieferantendaten, bisherige Verhandlungsergebnisse und bietet Instrumente für Analyse und Simulation. Diese App ist Teil des Einkaufsprozesses und damit wesentlicher Bestandteil des  Konditionsmanagements. Deswegen ist eine solche Business-App Teil einer betriebswirtschaftlichen Softwarelösung und kann Stand-Alone nicht aus einem Appstore bezogen werden.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ein Prozent weniger Kosten entsprechen 18 Prozent mehr Umsatz

"Wenn wir von Business-Apps alleine leben müssten, würden wir verhungern", sagt Hans Jakob Reuter, Geschäftsführer gicom.

Jakob Reuter, gicom

Ja, Verhandlungsdaten fließen direkt in das ERP-System ein und stehen damit auch den Innendienstmitarbeitern direkt zur Verfügung. Wenn man bedenkt, dass ein Prozent weniger Kosten in der Regel einem Umsatzplus von 18 Prozent entspricht, kann man erkennen, wie wichtig genau dieser Schritt für den Prozess ist.

Das ist auch einer der Gründe, weswegen Sie die SAP-Partner-Appiade für sich entschieden haben,  einen einen Wettbewerb, in dem Partnerunternehmen der SAP Business Apps für konkrete Anwendungen entwickeln sollten…

Wir haben mit unserer App eine sehr konkrete betriebswirtschaftliche Anwendung abgebildet. Und sie zielt auf eine klar umrissene potenzielle Kundschaft mit etwa 4000 Einkäufern allein im deutschen Handel. Das ist der Vorzug. Obwohl jeder Einkäufer dieses Instrument sofort nutzen möchte, gestaltet sich die Einführung aus den oben genannten Gründen immer noch schwierig. Wir kommen mit unserer Business App zwei Jahre zu früh – und wir bekommen immer wieder Durchhalteparolen zugerufen. Es wird noch eine Durststrecke auszuhalten sein, das ist klar, aber der Durchbruch für integrierte Business-Apps kommt 2013.

Hier ein paar Eindrücke der App:

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