cormeta und Trigon Data – elektronische Mahnbescheide aus SAP heraus

Feature | 16. Dezember 2005 von admin 0

Die von der cormeta ag und der Trigon Data GmbH entwickelte Lösung generiert aus SAP IS-U heraus elektronische Mahnbescheide und übermittelt sie per OSCI (Online Services Computer Interface) direkt an die zuständigen Gerichte. OSCI ist der Protokollstandard für die deutsche Kommunalwirtschaft und die Grundlage für alle geplanten und zum Teil schon realisierten Schnittstellen im elektronischen rechtsverbindlichen Geschäftsverkehr. Angestoßen wird der Prozess im kaufmännischen Mahnwesen innerhalb von SAP IS-U: Nach Ablauf der letzten Frist löst das System automatisch einen Prozess aus, bei der alle notwendigen Daten zusammengetragen, aufbereitet und per Schnittstelle an die Software TriMahn übertragen werden. Diese wiederum überprüft die Daten auf ihre Plausibilität hin, ergänzt sie gegebenenfalls und erzeugt schließlich den Mahnbescheid für das Gericht. Umgekehrt informiert das Gericht – ebenfalls auf elektronischem Weg – den Versorger über den Stand der laufenden Mahnverfahren. Die Rückmeldungen fließen über TriMahn ebenfalls automatisch in das IS-U-System.
Versorger profitieren in mehrfacher Hinsicht: Der Aufwand sinkt, da die Daten nicht mehr manuell zusammengesucht werden müssen. Außerdem entfällt der Versand per Post. Zum anderen verkürzt sich die Bearbeitungsdauer, denn die Monierungsrate geht – im Gegensatz zu manuell erstellten Mahnbescheiden – gegen Null. Der Grund: Die in TriMahn integrierten Plausibilitätsprüfungen decken schon im Vorfeld mögliche Ungereimtheiten auf. So kommt es nur noch in Ausnahmefällen zu Fehlern. Hinzu kommt ein anderer Aspekt: Durch die vorherige Plausibilitätskontrolle kann das Gericht den Mahnbescheid direkt maschinell verarbeiten und verschicken. Es ist kein Rechtspfleger mehr notwendig. Der Gesetzgeber garantiert eine Bearbeitung der Anträge innerhalb von 24 Stunden – im Gegensatz zur klassischen Formularbearbeitung, die fehleranfälliger ist und einer entsprechenden manuellen Prüfung bedarf. Beim elektronischen Verfahren werden die Kosten für den Mahnbescheid automatisch vom Konto des Antragstellers abgebucht.
“Die sinkende Zahlungsmoral und die steigende Zahl von Forderungsausfällen zwingen Energieversorger förmlich dazu, ihr Debitorenmanagement zu verbessern”, erläutert Wolfgang Dörr, Vorstand der cormeta ag. “Vor allem Unternehmen mit einem hohen Mahnaufkommen müssen Prozesse wie Forderungsverwaltung und Zwangsvollstreckung schneller und transparenter machen. Mit der Lösung TriMahn bieten die branchenerfahrenen Systemhäuser cormeta und Trigon dafür die entsprechende technologische Unterstützung.”

Quelle: cormeta ag

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