Streng nach Vorschrift

25. August 2011 von Tim Clark 0

Die passende SAP-Software für das Einhalten von Auflagen. (Foto: J.J. Keller)

Die passende SAP-Software für das Einhalten von Auflagen. (Foto: J.J. Keller)

J. J. Keller & Associates, Inc. ist ein Privatunternehmen mit Sitz in Neenah im US-Bundesstaat Wisconsin, das Unternehmen in ganz Nordamerika bei der Einhaltung komplexer und immer neuer Vorschriften in den Bereichen Transportwesen, Anlagensicherheit, OSHA, Gefahrstoffe, Umweltschutz, Lebensmittelverarbeitung, öffentliche Sicherheit und Personalwesen unterstützt. Das Unternehmen bietet rund 6.000 unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen an und verfügt über mehr als 400.000 Kunden mit insgesamt über einer Million Lieferanten. Mit 1.100 Angestellten ist J. J. Keller ein mittelständisches Unternehmen, hat mit der Vielzahl seiner Anforderungen und unterstützten Geschäftsprozesse jedoch eher den Charakter eines Großunternehmens.

Funktionen für CRM, Logistik, Controlling und Finanzwesen

Während andere Unternehmen häufig ein großes Geschäftsvolumen mit relativ wenigen Geschäftsprozessen abwickeln, benötigt J. J. Keller viele Geschäftsprozesse für ein kleines Geschäftsvolumen (durchschnittlich rund 2.000 Aufträge täglich). Das Unternehmen unterstützt unter anderem Publikationen mit Aktualisierungsdiensten, kundenindividuelle und Standardformulare, gefertigte Produkte, Produkte für den Wiederverkauf, Maklerprodukte, Software und professionelle Dienstleistungen.

Nach Aussagen von Thomas Hupf, Vice President für IT-Systeme bei J. J. Keller, bildet Technologie die Grundlage für die bereitgestellten Kundenlösungen. Eine neue Lösung für die Auftragsabwicklung, die sich derzeit noch in der Blueprint-Phase befindet, soll nun das bisherige System von J. J. Keller ablösen, das vor mehr als 30 Jahren intern entwickelt worden war. „Unser bisheriges System ist innerhalb eines bestimmten Rahmens sehr effizient und effektiv, bietet jedoch keine Flexibilität oder Integrationsmöglichkeiten für zukünftiges Wachstum. Aus diesem Grund implementieren wir derzeit Vertriebs- und CRM-Funktionen von SAP sowie weitere Funktionen für Finanzwesen, Controlling und Materialwirtschaft“, berichtet Thomas Hupf. Robert Keller, Chairman und CEO, fügt hinzu: „Unsere großen Kunden verwalten ihre Logistikprozesse mit SAP-Lösungen, und wir möchten diesen Unternehmen Lösungen für das Supply Chain Management anbieten.“

Auftragsabwicklung modernisiert

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden IT-Projekte häufig auf Eis gelegt, selbst wenn die Analysten den Unternehmen raten, sich durch Investitionen in innovative IT-Lösungen für den konjunkturellen Aufschwung zu rüsten. J. J. Keller kennt diese Herausforderung nur zu gut und treibt seine IT-Projekte nach einer kurzen Unterbrechung nun wieder gezielt voran.

„2009 hatten wir dieses Projekt zurückgestellt, da auch wir mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen hatten“, erläutert Thomas Hupf. „Wir haben das Projekt wieder aufgenommen, den Implementierungsansatz überarbeitet und die endgültige Implementierung für den Sommer 2012 geplant. Mit diesem Projekt möchten wir unsere Systeme und Prozesse für die Auftragsabwicklung modernisieren, die globale Lieferkette stärker integrieren und die Voraussetzungen dafür schaffen, flexibler und schneller auf die Anforderungen unserer Kunden zu reagieren. Wir gehen davon aus, dass wir mit der neuen Lösung unsere Umsätze steigern und zugleich die Zufriedenheit und Treue unserer Kunden verbessern können.“

Rund 40 Prozent der Mitarbeiter von J. J. Keller sind im Marketing und Vertrieb beschäftigt. Da die Kundenbetreuung zum größten Teil telefonisch erfolgt, muss J. J. Keller monatlich knapp 60.000 eingehende Anrufe und rund 300.000 ausgehende Anrufe bewältigen.

BI-Software für Umsatzanaysen

Auch für die Finanz- und Datenanalyse verwendet das Unternehmen Lösungen von SAP. Im Januar 1999 implementierte J. J. Keller die Komponenten FI/CO (für Haupt- und Kreditorenbuchhaltung), MM (für Bestand und Beschaffungswesen) sowie HR (für Gehaltsabrechnung und grundlegende HR-Daten). Robert Keller resümiert: „Wir konnten unsere Bestandskosten um mehrere Millionen Dollar senken und zugleich unseren Auftragsrückstand deutlich reduzieren. Außerdem haben wir unsere durchschnittliche Auslieferungszeit auf weniger als einen Tag verringert.“

2008 implementierte das Unternehmen Business-Intelligence-Lösungen für Marketing und Umsatzanalysen und -berichte sowie den SAP Modification Assessment Service für Mitarbeiter- und Manager-Self-Services. Mit den Berichts- und Analysefunktionen der Business-Intelligence-Lösungen ist J. J. Keller nun besser in der Lage, seine Kunden gezielt anzusprechen und deren Anforderungen gerecht zu werden. „Mithilfe der Mitarbeiter- und Manager-Self-Services konnten wir Prozesse automatisieren, die sehr arbeits- und zeitaufwendig waren. So können wir Aufträge schneller abwickeln“, so Thomas Hupf.

„Die Integrationsmöglichkeiten der SAP-Lösungen, ihre weite Verbreitung, die Forschung und Entwicklung von SAP sowie die vielfältigen Lösungen sind auf unterschiedlichste Anforderungen und Zielgruppen ausgerichtet. Dies sind wesentliche Voraussetzungen für den Ausbau unseres Produktportfolios und das Wachstum unseres Unternehmens.“

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