Weniger CO2 dank SAP BusinessObjects

10. April 2012 von Susan Galer 0

Millionen von Verbrauchern auf der ganzen Welt lassen sich täglich die Produkte von Danone schmecken. Mit seinem breiten Produktsortiment möchte Danone nicht nur eine gesunde Ernährung unterstützen, sondern zugleich durch ein ganzheitliches Konzept den Verbrauchern die Möglichkeit bieten, nachhaltig gefertigte Produkte zu kaufen.

Danone erwirtschaftet mit seinen rund 35.000 Artikeln jährlich 17 Milliarden Euro. Die wichtigsten Rohstoffe sind dabei Wasser, Milch, Obst und Pflanzen. Angesichts dieser wertvollen Ressourcen überrascht es nicht, dass das Unternehmen Nachhaltigkeit zu seinen strategischen Prioritäten zählt und seine Ertragskraft mit nachhaltigen, gesunden Produkten sichern möchte. Franck Riboud, Vorstandsvorsitzender von Danone, fasstzusammen: „Wir möchten Danone zu einem Unternehmen machen, das nicht nur wirtschaftlichen Wert, sondern auch einen gesellschaftlichen Wert schafft.“

Durch gezielte Maßnahmen hat Danone nachhaltige Prozesse und Vorgehensweisen in allen 160 Werken eingeführt, die über 120 Länder auf fünf Kontinenten verteilt sind. Der Lebensmittelkonzern hat die Verringerung der CO2-Emissionen in seinen Nachhaltigkeitsleitlinien verankert und sogar einen „Vice President for Nature“ ernannt. Die Konzernführung hat außerdem die Nachhaltigkeitsleistung mit den Geschäftszielen gleichgestellt und die Bonuszahlungen für die 1.400 weltweiten Führungskräfte an ihre Leistung bei der Umsetzung der Umweltziele gekoppelt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Verringerung des Wasserverbrauchs, da die Produktionsprozesse sehr ressourcenintensiv sind. Weitere Grundpfeiler für die nachhaltige Wachstumsstrategie von Danone sind ein Höchstmaß an Transparenz für Verbraucher und Handel sowie die Einhaltung neuer Standards und Gesetzesvorschriften an den weltweiten Standorten.

Partnerschaft mit SAP

Um Nachhaltigkeit zum integralen Bestandteil seiner Geschäftsabläufe zu machen, arbeitet Danone eng mit SAP zusammen. Beide Unternehmen setzen auf innovative IT-Strategien, um den Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden, die zunehmende Zahl nationaler Vorschriften einzuhalten und zugleich einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.  In einer Welt mit begrenzten Ressourcen spielt der schonende und verantwortungsvolle Umgang mit eben diesen auch für die Verbaucher eine immer wichtigere Rolle. Danone und SAP sind sich jedoch bewusst, dass Nachhaltigkeit weit mehr umfasst als Umweltschutz und Recycling. Ein dauerhafter Wandel ist nur durch ein ganzheitliches Konzept möglich, das die Kosten für Materialien und Produkte über die gesamte Lieferkette berücksichtigt.
Danone setzt deshalb die SAP-BusinessObjects-Lösungen ein, um die CO2-Emissionen für das gesamte Sortiment zu erfassen, zu messen, zu analysieren und durch gezielte Maßnahmen zu verringern. Mit Hilfe von SAP BusinessObjects Profitability and Cost Management, SAP BusinessObjects Financial Information Management und SAP BusinessObjects Data Services werden jeden Monat umfassende Informationen zum gesamten Lebenszyklus jedes einzelnen Produkts ausgewertet – von der Beschaffung von Rohstoffen über die Produktion bis hin zum Verbrauch und zur Entsorgung der Verpackung. Aufgrund der vollständigen Integration in SAP ERP kann Danone automatisch Informationen zu Stücklisten, Produktions- und Auslieferungsaufträgen und internen Transporten abrufen. Darüber hinaus können verschiedene Umweltdaten für die Produkte schnell und einfach analysiert werden. Emissionen und Kosten der einzelnen Prozesse werden den jeweiligen Artikeln zugeordnet.

Erfolgreiche Einbindung der Mitarbeiter

Die Lösungen von SAP haben nicht nur die  Arbeitsweise von Danone grundlegend verändert, sondern auch wie seine Mitarbeiter denken, arbeiten und sich engagieren. Die Angestellten empfinden größeren Stolz auf ihre Arbeit, da sie persönlich für die Qualität der Umweltdaten in ihrem jeweiligen Geschäftsbereich verantwortlich sind. Experten aus dem Lebenszyklusmanagement erfassen und analysieren Informationen aus der Lieferkette. So zum Beispiel standortspezifische Emissionsfaktoren für Komponenten, die bei der Verpackung der Rohstoffe zum Einsatz kommen. Zusätzliche Daten kommen von Mitarbeitern, die für Umwelt- und Stammdaten zuständig sind, aber auch von Anwendern aus der Fertigung, dem Einkauf und dem Transportwesen. Das können beispielsweise Informationen zu den Emissionsfaktoren nach Transportart oder auch zum Energieverbrauch sein. Mit Hilfe mehrdimensionaler Modellierungen und Analysen können die Teams die Emissionsdaten auf Produktebene genauestens berechnen und auswerten. Mit den Berichten und Dashboards der SAP-Software können Mitarbeiter dann den ökologischen Fußabdruck von einzelnen Produkten anzeigen, in Gramm CO2-Äquivalenten (CO₂e) pro Kilogramm oder pro sowie in Tonnen CO₂e-Emissionen.

Integration in SAP ERP

Danone leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer wertvollen, begrenzten Ressourcen für zukünftige Generationen. Der Lebensmittelkonzern hat seinen CO2-Ausstoß bereits um 22% verringert und ist zuversichtlich, bis Ende 2012 die anvisierte Emissionsreduzierung um 30% realisieren zu können. Künftig sollen bei der Einführung neuer Rohstoffe oder Prozesse in einem Produkt, einer Marke oder einem Land die damit verbundenen Emissionen simuliert werden. Auf diese Weise können bessere Entscheidungen bei der Produktentwicklung und Lieferantenauswahl getroffen, Investitionen optimiert und markenspezifische Ziele besser umgesetzt werden. Mit der Implementierung der Lösung SAP Sustainability Performance Management möchte Danone außerdem ein ganzheitliches Konzept verfolgen was die Datenerfassung und -analyse sowie Berichterstattung für alle sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Initiativen des Unternehmens betrifft. Zu diesem Zweck arbeitet das Unternehmen auch mit seinen Lieferanten eng zusammen. Diese können ihre Daten direkt in SAP ERP eingeben, wodurch der Zeitaufwand für die Datenerfassung verringert und zugleich die Qualität der Daten verbessert wird.

Danones Pläne gehen über die Darstellung des ökologischen Fußabdrucks der einzelnen Produkte hinaus. In Zukunft sollen in den Umweltberichten auch die Emissionen nach Produkt, Produktionswerk, Sparte, Land, Marke, Kunde und Zeitraum dargestellt werden. Auf Grundlage der erfassten Daten können dann Indikatoren definiert werden, die zum Leistungsvergleich dienen. Ziel der Geschäftsführung ist es, monatliche „Nachhaltigkeitsabschlüsse“ ähnlich den Finanzabschlüssen zu erstellen, die ein Höchstmaß an Transparenz bieten und zum Ausbau des Wettbewerbsvorteils beitragen.

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