Soccer team in a huddle

Das beste Social Startup in der Metropolregion

30. Oktober 2014 von Laura Ebinger 0

Social Impact LAB Berlin und SAP suchten das beste Social Startup in der Metropolregion Rhein-Neckar. Ein Team, das sich um die Behandlung von traumatisierten Menschen in Entwicklungsländern kümmert, machte das Rennen.

Matthias Berends und sein Team von Healing Souls können nun auf einen Monat umfangreiches Coaching & Beratung, Mentoring durch SAP, themenspezifische Qualifizierung, sowie einen Platz im Social Impact Lab in Berlin gespannt sein. Über den Publikumspreis darf sich das Team um die Who.am.I-Rap Workshops freuen.

SAP Business Development Officer Carsten Link, der die Gewinner des Abends bekanntgeben durfte, meinte zur Juryentscheidung: „Für uns als Jury ist es wichtig, dass der Gewinner ein klares Problem identifiziert hat und das auch möglichst sehr fokussiert angeht, und das ist der Fall, es ist nämlich die Behandlung von traumatisierten Menschen in Entwicklungsländern. Es geht nicht darum, quasi einmal zu therapieren, es geht darum, andere Menschen zu befähigen zu therapieren. Das hat uns sehr gut gefallen.“

Folgende Projekte wurden vorgestellt:

1. Annika Hoffmann – Quizz-App für Medizinstudenten:

Da Medizinstudenten viel Lernstoff auswendig lernen müssen, besteht die Idee darin, eine Quiz-App zu entwickeln, welche Prüfungsfragen im Multiple-Choice-Format und im genauen Wortlaut abfragt, die auch in einer tatsächlichen Prüfung verwendet werden. Das Projekt soll hauptsächlich durch Werbeträger und Sponsoren, hauptsächlich Pharmaunternehmen, finanziert werden.

2. Kerstin Eberhardt, Janosch Sadowski, Maximilian Stauß – Nachhaltige Kaffeekapseln:

Um Alu-Müll zu reduzieren und Ressourcenverschwendung vorzubeugen, sollen Einwegkaffeekapseln entwickelt werden. Diese Kapseln sollen aus Edelstahl oder biologisch abbaubaren Kunststoffen gefertigt und mit Fair-Trade-Kaffee gefüllt werden, um Nachhaltigkeit gewährleisten zu können. Das Team möchte die Kapseln vor allem in Kooperation mit sozialen Hilfsorganisationen herstellen.

3. Matthias Berends – Healing Souls:

Das Konzept hinter Healing Souls versteht sich als „Buy One Give One“-Modell: Privat- und Firmenkunden können Psychotherapie-Trainings und Coachings, die von Healing Souls angeboten werden, erwerben. Mit dem Erlös, der aus dieser Partnerschaft hervorgeht, können Trainings für Psychologen und Therapeuten in Entwicklungsländern finanziert werden. Da das Projekt sich hauptsächlich über Spenden finanziert, wird auch über mögliche Patenschaften mit Therapeuten nachgedacht.

4. Daniela Costa Walther – Virtuelle Schule für Migrantenkinder:

Zielgruppe hier sind Auswandererfamilien in Deutschland und insbesondere deren Kinder. In der angestrebten „virtuellen Schule“ soll Schülern Kultur und Sprache ihres neuen Heimatlandes nahegebracht werden. Eltern können anhand der Lernfortschritte ihres Kindes Lernmodule und personalisierte Lernprogramme aktivieren. Einzel- und Gruppenunterricht sind möglich und werden in Live Sessions mit zertifizierten Lehrkräften angeboten.

5. Kieran Stanley – Who.am.I Rap-Workshop:

Das Team von Who.am.I aus Mannheim, das sich scherzhaft als „Rapagogen“ bezeichnet, bietet mehrere Workshops für Kinder und Jugendliche an, u.a. Einzelcoachings, das QueenzCamp für Mädchen und Teambuilding-Workshops. Nun wollen sie ihr Konzept ausweiten und professionell durchstarten.

6. Jan Pawellek – Nichtschule:

Viele Studenten plagt in und nach ihrem Studium das Gefühl, nicht ausreichend auf Berufs- und Sozialleben vorbereitet worden zu sein. Im „Master of Life“ sollen Studenten nach einem abgeschlossenen Bachelor-Studium die Möglichkeit bekommen, durch freiwillige Praktika bei Unternehmen, soziale Projekte und Auslandsaufenthalte (begleitet von Coaches und Trainern) Grenzen auszutesten und Leidenschaften neu zu entfachen.

 

Mehr Informationen zu Stipendienprogrammen für Social Startups finden Sie hier. Außerdem finden in Mannheim und Berlin regelmäßig die Social Impact Bars statt, wo man sich über soziale Ideen austauschen und mit Experten aus verschiedensten Branchen ins Gespräch kommen kann.

Auch das Innovation Center in Potsdam veranstaltet regelmäßig ein Startup Forum (im Rahmen des SAP Startup Focus Programms), an dem vielversprechende Startups aus den Bereichen Big Data sowie Predictive und Real-Time Analytics teilnehmen.

Bilder. privat

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