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Was SAP BW/4HANA für die Analyse und das Reporting bedeutet

15. März 2017 von Andreas Schmitz 13 Hot Story

Mit SAP BW/4HANA sind Nutzer näher an den Daten. Mit Hilfe geeigneter Frontends sind sie in der Lage, Analysen und Reports im Self-Service zu erstellen – immer häufiger mit Hilfe der SAP BusinessObjects Cloud.

1.Wie Daten aus dem SAP BW/4HANA ins Frontend gelangen
2. Warum die SAP BusinessObjects BI Suite künftig mehr Szenarien ermöglicht als der SAP Business Explorer (SAP BEx)
3. Was die Szenarien so individuell macht
4. Wie BI zum Self Service für den Fachbereich wird
5. Was die BI-Tools in der Cloud attraktiv macht
6. Wie Unternehmen die Analyse-Tools für SAP BW/4HANA beziehen können


1.Wie Daten aus dem SAP BW/4HANA ins Frontend gelangen

SAP BW/4HANA ist ein modernes Data Warehouse, in dem Daten persistent gespeichert oder für die weitere Nutzung aufbereitet werden. Die eigentliche Analyse und Visualisierung erfolgt im Frontend über Werkzeuge der SAP BusinessObjects BI Suite. „Wir liefern vorgefertigten Content, d.h. betriebswirtschaftlichen Inhalt aus, der den Datenfluss in das Data Warehouse und die Datenspeicherung beinhaltet. Hier gibt es sowohl branchen- als auch fachbereichsspezifische Ausprägungen, etwa für den Bereich Marketing, Vertrieb oder Controlling“, erläutert Thomas Ast, Presales Senior Specialist Business Intelligence bei SAP, die Funktion des Business Warehouse. Dann greifen die „Frontends“ auf die Daten zu und ermöglichen Analysen, etwa in Microsoft Excel oder im Web.

2. Warum die SAP BusinessObjects BI Suite künftig mehr Szenarien ermöglicht als der SAP Business Explorer (SAP BEx)

Mit dem SAP Business Explorer konnten in der Vergangenheit Daten des SAP BW mittels Excel Add-In multidimensional dargestellt werden. Das ist nach wie vor möglich. Doch erweitert SAP nun das Funktionsspektrum und ermöglicht mit SAP BusinessObjects Analysis for Microsoft Office beispielsweise, Excel-Analysen in PowerPoint-Präsentationen zu überführen und auf jedem mobilen Endgerät darzustellen. Die altbekannten „SAP BEx-Werkzeuge“ wie der SAP Business Explorer Analyzer und der SAP Business Explorer Web Application Designer „werden von SAP BW/4HANA nicht mehr unterstützt“, erläutert Ast. Der Nutzer muss künftig also SAP-BusinessObjects-Tools verwenden, die für SAP BW/4HANA und SAP S/4HANA optimiert sind und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

3. Was die Szenarien so individuell macht

Welche Analysewerkzeuge eingesetzt werden sollten, hängt vom individuellen Szenario beim Kunden ab. Einem Vertriebsmitarbeiter oder Marketingchef reicht es vielleicht aus, nach Region und Produktgruppe über die Ampelfarben rot, gelb und grün erkennen zu können, ob sich die Geschäfte plangemäß entwickeln und wo nachjustiert werden sollte. Ein Controller hingegen sucht nach den Gründen für mögliche Abweichungen. Er fragt: Gibt es neue Wettbewerber, ist die Marge zu klein? Für SAP BW/4HANA stehen generell alle Tools der SAP BusinessObjects BI Suite entweder als On-Premise-Version oder mittels der SAP BusinessObjects Cloud als Cloud-Lösung zur Verfügung. Der Kunde muss sich jedoch nicht zwingend für eine der beiden Lösungen entscheiden. Denn SAP bietet auch eine hybride Lösung an, in der beide Versionen zum Einsatz kommen. Hier einige Beispiele für mögliche Szenarien in den Unternehmen:

    • Standard-Reporting: Für Standardberichte, die pixelgenau und druckbar sein sollen und keine individuellen Anpassungen erfordern, bietet sich SAP Crystal Reports an.
    • Microsoft-Excel-Analysen: Controller, die ihre Zahlen auf Basis von Microsoft Excel analysieren wollen, nutzen SAP BusinessObjects Analysis for Microsoft Office.
    • Agile Business Intelligence: Fachbereiche, die über zusätzliche Daten verfügen, mischen sie mit Daten aus dem System, bevor sie Analysen mit Hilfe von SAP BusinessObjects Lumira visualisieren. Dann übergeben sie ihre Auswertungen der IT, die daraus eine neue Webapplikation baut und ins Portal oder in ein SAP-Fiori-Launchpad einbringt. „Webberichte etwa mit SAP BusinessObjects Lumira 2.x eignen sich besonders in Unternehmen, in denen Microsoft Excel skeptisch gesehen wird“, so SAP-Experte Ast.

4. Wie BI zum Self-Service für den Fachbereich wird

Auf Basis von SAP BW/4HANA lassen sich Daten flexibler ins Frontend hineinladen und anzeigen. Mitarbeiter aus Fachbereichen sind nun in der Lage, selbständig Entwicklungen zu analysieren – ohne die IT einbinden zu müssen. „In den Frontends lassen sich Auswertungen mit Daten anreichern, die Beschriftung von Analysen anpassen und eine Analyse-Story aufbauen, die eigene Bilder und individuelle Analysen enthält“, erläutert Ast, der aktuell wahrnimmt, dass Fachbereiche immer unabhängiger von der IT werden wollen. „Der Fachbereich weiß, wie eine Analyse aussehen soll und hat zudem die Daten im Zugriff, die zum Teil noch nicht im Data Warehouse liegen. Künftig wird es möglich sein, sämtliche Daten über BI-Tools in einem Frontend zusammenzubringen“, kommentiert SAP-Experte Ast. Nutzer können selbst mit dem Befehl „Strg C Strg V“ eine Grafik kopieren und einfügen, das Merkmal ändern, eine neue Kennzahl berechnen und Referenzlinien mit einbauen – Handgriffe, für die früher die IT hinzugezogen wurde.

5. Was die BI-Tools in der Cloud attraktiv macht

„Mit SAP BW/4HANA geht es in eine neue Welt“, erläutert BI-Experte Ast von SAP. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass Unternehmen mit der SAP BusinessObjects Cloud direkt in die Cloud gehen können und sie die Tools nicht mehr lokal installieren müssen. Damit wird die SAP BusinessObjects Cloud ein Produkt für alle User mit den unterschiedlichsten Anforderungen. „Es gibt nur noch eine Webseite, die ich allen Kunden zugänglich machen kann. Zudem brauche ich mir keine Gedanken mehr über Installationen und deren Rollouts sowie Upgrades zu machen und muss weder Microsoft Excel noch eine BI-Landschaft installieren“, benennt Ast die Vorteile der Cloud – ein Thema, in das die SAP seit Jahren stark investiert. Zukünftig sollen zudem weitere Cloud-Applikationen von SAP, wie etwa SAP SuccessFactors, SAP Ariba oder Concur in einheitliche Analysen mit einbezogen werden und es soll gewährleistet werden, dass Nutzer auch auf On-Premise-Daten zugreifen und diese mit Daten aus der Cloud mischen können.

Der Nutzer ist näher an den Daten dran, flexibler und kann mehr selbst machen.

6. Wie Unternehmen die Analyse-Tools für SAP BW/4HANA beziehen können

Es gibt drei Optionen für das Cloud Deployment von SAP BusinessObjects-Lösungen für SAP BW/4HANA:

1. Hybrid On Premise/Cloud

Die SAP-Business-Objects-On-Premise-Lösungen können – ohne weitere Konfigurationsschritte – in der SAP HANA Enterprise Cloud genutzt oder über die Amazon-Web-Services-Plattform bezogen und mit SAP BW/4HANA verbunden werden, das On Premise installiert wurde. Darüber hinaus ermöglicht SAP BW/4HANA eine nahtlose Anbindung an die Lösung SAP BusinessObjects Cloud, wodurch eine leistungsfähige Umgebung für Visualisierung, Storytelling und Datenauswertung entsteht.

2. Private Cloud

Wer SAP BW/4HANA in der SAP HANA Enterprise Cloud nutzt oder als Amazon-Web-Service bezieht, kann SAP BusinessObjects Enterprise in der Private Cloud betreiben.

3. Hybrid Cloud

Die SAP BusinessObjects Cloud kann ebenso in Verbindung mit SAP BW/4HANA genutzt werden, das in der Private Cloud über die SAP HANA Enterprise Cloud oder als Amazon-Web-Service genutzt wird.

Top-Foto via Shutterstock

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