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DemoJam 2014: Innovative Lösungen für den Alltag

24. Oktober 2014 von Derek Klobucher 0

Technikfreaks aus der ganzen Welt kamen am Mittwochabend zum Demo Jam nach Las Vegas.

Auf dem zehnten ultimativen Entwicklerwettbewerb, der einmal jährlich stattfindet, stellten SAP-Kunden, -Partner und -Mitarbeiter ihre neuen Technologien und Anwendungen vor. Acht Teams – zwei mehr als im letzten Jahr – traten live vor dem SAP TechEd && d-code-Publikum gegeneinander an.

Die Entwickler Nic Doodson (rechts) und Will Powell (links, im kleinen Bild) zeigten eine interaktive 3D-Umgebung, die die globale Zusammenarbeit vereinfachen soll.

Die Entwickler Nic Doodson (rechts) und Will Powell (links, im kleinen Bild) zeigten eine interaktive 3D-Umgebung, die die globale Zusammenarbeit vereinfachen soll.

Jedes Zweierteam hatte genau sechs Minuten Zeit, um seine App in einer Live-Demo vorzustellen. PowerPoint, Screenshots oder ähnliche Hilfsmittel waren nicht zugelassen. Das Publikum bestimmte mit seinem Applaus das Siegerteam. Hier kam wieder das berühmt-berüchtigte Clapometer zum Einsatz.

Los ging’s mit acht Teams

Die dreimaligen Gewinner des Demo Jams Nic Doodson und Will Powell vom britischen SAP-Partner Keytree stellten als Erstes ihre Entwicklung vor. Zu ihrem HANADeck aus dem vergangenen Jahr bauten sie eine interaktive 3D-Umgebung, die die Zusammenarbeit der Nutzer aus aller Welt verbessern könnte. Mit einer topmodernen Virtual-Reality-Brille von Oculus Rift oder einem normalen Tablet erstellten sie aus einer Papierskizze ein interaktives 3D-Dashboard, mit dem der Nutzer auch Daten verwalten kann.

„Wirklich toll ist, dass diese Entwicklung in der SAP HANA Cloud verfügbar ist. Das bedeutet, dass mehrere Nutzer gleichzeitig mit den Daten arbeiten können“, sagte Doodson.

Als Nächstes stellten John Appleby und Brenton O’Callaghan vom Beratungsunternehmen Bluefin Solutions ihre mobilen ERP- und CRM-Anwendungen vor, die auf der Programmiersprache Swift basieren. Nutzer der App haben damit erstmals die Möglichkeit, jederzeit von ihrem iPhone aus detaillierte Kundendaten abzurufen.

Die Entwickler Chris Rae und Clint Vosloo verwendeten SAP Lumira, um Twitter-Daten und Wettervorhersagen für Surfer auszuwerten und so die besten Surfgebiete und die optimalen Surfzeiten grafisch darzustellen.

Die Entwickler Chris Rae und Clint Vosloo verwendeten SAP Lumira, um Twitter-Daten und Wettervorhersagen für Surfer auszuwerten und so die besten Surfgebiete und die optimalen Surfzeiten grafisch darzustellen.

Diego Menese und Lucas Lopez von der Kimberly-Clark Corporation, einem der führenden Hersteller von Hygieneartikeln, hatten ihre neu entwickelte App bereits optimiert. Mit der Antwortzeit bei größeren Abfragen waren sie jedoch noch nicht zufrieden. Also entwickelten sie den Algorithmus Super-Fast Cache for Mobile, mit dem sie die Antwortzeiten auf unter eine Sekunde reduzieren konnten. Die Anforderungen der Data Level Security werden dabei trotzdem eingehalten.

SAP-Mitarbeiter John Astill hatte sein Laufband vom letzten Jahr gegen ein iPhone getauscht. Zusammen mit Eric Vallo vom BI-Beratungsunternehmen EV Technologies entwickelte er eine App zur Verbesserung der Haussicherheit. Mit der offenen Entwicklungsumgebung SmartThings erstellten sie eine einfach zu bedienende mobile Anwendung. Diese hilft Nutzern, Wohnungen und Hausgeräte zu überwachen und die Sicherheit für Kinder und ältere Familienmitglieder zu erhöhen. „Wir haben in SmartThings einen Gerätetyp entworfen, der auf SAP HANA aufbaut“, erläutert Astill. „Dieser kommuniziert mit SAP HANA, wenn im Haus etwas nicht stimmt.“

Tom Turchioe und Bill Griep von Critigen vereinten unter anderem mobile Technologien und die Verarbeitung geografischer Ereignisdaten, damit Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen schneller zu ihren Serviceterminen kommen. Diese Neuentwicklung führt Produkte und Innovationen von SAP, Critigen und Esri, einem Anbieter von Geoinformationslösungen, zusammen. So können Unternehmen die Kundenzufriedenheit steigern und Wettbewerbsvorteile ausbauen.

Aber der Applaus des Publikums reichte für keines der bisher genannten Teams …

… dann waren es nur noch drei

Der dritte Platz ging an das Team von Swell Analytics, das mit SAP-Software durchgeführte Stimmungsanalysen, geocodierte Tweets und Wettervorhersagen für Surfer nutzt, um die besten Surfgebiete der Welt und die optimalen Surfzeiten zu ermitteln. Chris Rae vom australischen Einzelhandelsunternehmen Super Retail Group und Clint Vosloo von EV Technologies zeigten, wie sie SAP Lumira Server einsetzen, um eindrucksvolle Visualisierungen zu erstellen.

„Ich surfe seit 30 Jahren“, berichtete Vosloo, der im Neoprenanzug auf die Bühne kam. „Wenn ich ganz sicher sein will, dass die Reise sich lohnt, dann kann ich Daten aus insgesamt 17 Jahren auswerten und so sicherstellen, dass ich die richtigen Surfbretter mitnehme.“

Der zweite Preis ging an Thomas Wilder und Cynthia Johnson von der California State University in Chico. Die beiden hatten bereits in der gleichen Woche den SAP InnoJam gewonnen. Der von ihnen konstruierte Roboter lässt sich als zuverlässiger Helfer in Garten oder Landwirtschaft einsetzen. Durch Abgleich mit einer SAP-HANA-Datenbank ist er in der Lage, Unkraut zu erkennen und bei Bedarf sofort die richtige Menge des passenden Unkrautbekämpfungsmittels einzusetzen. Gleichzeitig registriert die Software auch den Rückgang des Unkrauts und folgert daraus einen niedrigeren Bedarf an Herbiziden.

„Nach drei Monaten ist das Unkraut deutlich zurückgegangen. Und wenn vereinzelt neue Pflänzchen hervorlugen, können wir sie jäten, solange sie noch klein sind“, so Wilder. „Und das ist das Schöne daran: Umso weniger Chemie wir einsetzen, desto besser ist das für uns.“

Und der erste Preis geht an …

Santosh Kumar von SAP und Simranjeet Kaur von Magna zeigten, wie ihre HCP-gestützte Anwendung Objekte mithilfe eines GPS-Geräts ausfindig macht.

Santosh Kumar und Simranjeet Kaur entwickelten eine cloudbasierte App, die vermisste Gegenstände aufspürt. Damit gewannen sie den ersten Preis auf der DemoJam 2014 in Las Vegas. Anstelle des üblichen Glaspokals erhielten die beiden Medaillen – wie bei einer Olympiade.

Santosh Kumar und Simranjeet Kaur entwickelten eine cloudbasierte App, die vermisste Gegenstände aufspürt. Damit gewannen sie den ersten Preis auf der DemoJam 2014 in Las Vegas. Anstelle des üblichen Glaspokals erhielten die beiden Medaillen – wie bei einer Olympiade.

Die App kann sogar helfen, Kinder aufzuspüren – und das weltweit von jedem Laptop oder einem anderen mobilen Endgerät aus. Spot On verwendet die vorausschauende Analysefunktion von SAP HANA. Sie untersucht, an welchen Orten die Benutzer normalerweise Objekte verlieren, und erstellt auf dieser Grundlage Prognosen, wo der vermisste Gegenstand zu finden sein könnte.

Statt des üblichen Glaspokals erhielten Kumar und Kaur – wie bei einer Olympiade – eine Medaille als Preis. Leider war der Pokal im Vorfeld zerbrochen. Die Medaillen werden sich hoffentlich als haltbarer erweisen.

Und sollten sie tatsächlich einmal verloren gehen, dürften sie nun einfach aufzuspüren sein.

Sehen Sie einen Zusammenschnitt der Veranstaltung im Video:

 

 

Folgen Sie Derek Klobucher auf Twitter: @DKlobucher

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