Soccer team in a huddle

DemoJam: Gärtnern mit dem Smartphone

12. November 2014 von Derek Klobucher 0

Sieben Teams kämpften beim zehnten DemoJam um den Sieg. Studenten vom Hasso Plattner Institut konnten den Sieg mit einer App davontragen, die sich jeder Hobbygärtner wünscht.

Auf dem zehnten Entwicklerwettbewerb, der einmal jährlich stattfindet, stellten SAP-Kunden, -Partner und -Mitarbeiter ihre neuen Technologien und Anwendungen vor. Sieben Teams traten live vor dem Publikum gegeneinander an.

Jedes Team hatte genau sechs Minuten Zeit, um seine App in einer Live-Demo vorzustellen. PowerPoint, Screenshots oder ähnliche Hilfsmittel waren nicht zugelassen. Das Publikum bestimmte mit seinem Applaus das Siegerteam. Hier kam wieder das berühmt-berüchtigte Clapometer zum Einsatz

Grüner Daumen dank App
Michael Weisz zeigt die Gewinner-App „Remote farm”, mit der Gärtner ihre Pflanzen überwachen können.

Michael Weisz zeigt die Gewinner-App „Remote farm”, mit der Gärtner ihre Pflanzen überwachen können.

Studenten des Hasso-Plattner-Instituts gewannen die Entwickler Challenge. Sie hatten bereits InnoJam am Montag gewonnen. Michael Weisz und Stephan Schultz präsentierten eine App im Stil von FarmVille, mit der Gärtner ihre Pflanzen überwachen können, von der Aussaat bis zur Ernte. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Garten vor dem Haus ist oder auf der anderen Seite der Welt. Via Sensoren melden die Pflanzen, ob sie Wasser brauchen oder von Schädlingen befallen sind. „Gärtner können nun endlich mit ihren Pflanzen in Kontakt treten“, so Weisz. „Und wir erhalten unsere Daten in Echtzeit.“ Nicht nur Hobbygärtnern hilft die App ihre Pflanzen besser zu „verstehen“. Eine genaue Analyse des Schädlingsbefalls könnte beispielsweise helfen, den Pestizideinsatz in der Agrarwirtschaft zu reduzieren.

Von Cyber-Crime und Hirnscannern
Nic Doodson (links) führt den Gehirnscanner zusammen mit  Will Powell vor.

Nic Doodson (links) führt den Gehirnscanner zusammen mit Will Powell vor.

Die dreimaligen DemoJam-Gewinner Nic Doodson and Will Powell von Keytree kamen auf Platz zwei. Mit einem 3D-Drucker stellten sie einen Gehirnscanner her, der die Gehirnwellen von Testkäufern misst. Die App misst emotionale Ausschläge, mit der Verkäufer einschätzen können, wie ein Produkt beim Kunden ankommt. „Die Hälfte der Kommunikation erfolgt nicht verbal“, beschreibt Doodson. „Aus diesem Grund versuchten wir unsere Gehirnströme zu visualisieren und sie mit SAP HANA zu verarbeiten und daraufhin Entscheidungen zu treffen.“

Den dritten Platz belegten Leo van Hengel von Ciber und Twan van den Broek von The Next View. Für ihre App Care-MIT (wie Kermit der Frosch) ließen sie Muppets sprechen. Geboten wird ein virtueller Marktplatz, über den man seine Unterstützung für Hilfsbedürftige anbieten kann. Die Nutzer können sogenannte Care Points sammeln. „Wir haben Care-MIT entwickelt, um Hilfsbedürftige und Helfer zu verbinden“, erklärt van den Broek.

Leo van Hengel (links) und Twan van den Broek stellen ihre App Care-MIT für Hilfsbedürftige vor.

Leo van Hengel (links) und Twan van den Broek stellen ihre App Care-MIT für Hilfsbedürftige vor.

Tomer Steinberg von SAP stellte eine App vor, die der Polizei helfen kann, Verbrechen zu verhindern. “Wir haben öffentlich zugängliche Verbrechensstatistiken von Chicago analysiert und einen Algorithmus erstellt, der vorhersagen kann, wo und wann Verbrechen passieren könnten”, erklärte Steinberg. Die Polizei könnte dann Einsatzkräfte zur richtigen Zeit an den richtigen Ort schicken. Das Ganze basiert auf einem BusinessObjects Dashboard mit Esri-Integration.

Ronald Kleijn and Peter Combee von The Next View hievten das alte Fundbüro am Bahnhof ins digitale Zeitalter. Über eine App können Passagiere ihren Verlust sofort melden, Bahnangestellte können gefundene Gegenstände fotografieren und diese in einen Katalog hochladen.

Heiko Maurer und Andreas Rotaru von SAP zeigten eine App, mit der Versicherungen detaillierte und visualisierte Informationen über Katastrophen wie Tornados erhalten und eine künftige Projektion der zu erwartenden Schäden, runtergebrochen auf Länder bis hin zu einzelnen Häusern.

Dirk Ras und Craig Haworth von SAP brachten die Cloud zu Kleinunternehmern. Sie führten vor, wie ein Klempner Kundendaten via Sprachsteuerung in sein Smartphone geben und daraufhin automatisierte Terminvorschläge an den Kunden senden kann.

Bildquelle Titelbild: Shutterstock

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