Der Mineralölbranche wärmstens empfohlen

Feature | 4. Mai 2005 von admin 0

„Wir haben mit der Programmumstellung auf SAP Business One den richtigen Schritt getan und eine sehr gute Entscheidung getroffen“, bewertet die stellvertretende Geschäftsführerin Lucia Leikermoser von der Leikermoser MineralölhandelsgesmbH aus heutiger Sicht die Ablösung ihres ehemaligen Handelsprogramms. Die auf MS-DOS-basierende Software wurde zum 1. März 2004, dem Beginn des Wirtschaftsjahres, ausgetauscht. Das Salzburger Unternehmen vertreibt als Vertreter der Esso Austria seit 1987 Kraftstoffe für Großhandelskunden (zum Beispiel Speditionen oder Skilifte) und Heizöle für private Abnehmer. Zudem zählen vier eigenständige Tankstellenbetriebe, drei angeschlossene Autowaschanlagen sowie ein Reifenhandel zum Geschäft. Auf der Suche nach „der praktikabelsten Software-Lösung“ entschied sich der Dienstleister für das SAP-Produkt, das gegen drei weitere Anbieter antrat.
„Insbesondere die zahlreichen Auswertungs- und Berichtsmöglichkeiten haben uns überzeugt“, begründet Lucia Leikermoser die Entscheidung. Und auch die einfache Verknüpfung mit Word oder Excel, die Möglichkeit des direkten E-Mail-Versands, die Schnittstellenanbindung zwecks Datentransfer mit den autarken Tankstellensystemen sowie der persönliche Kontakt zum SAP Business Partner AxxessPoint Business Solution & Consulting, der die Betreuung vor Ort übernahm, punkteten als Auswahlkriterien auf der Habenseite.

Preisschwankungen im Einkauf bereinigt

„Der Einkauf von Mineralöl ist vom Kurs des US-Dollars abhängig, wobei sich der Preis manchmal bis zu zweimal im Lauf des Tages ändert“, umreißt Lucia Leikermoser eine branchentypische Problematik. Durch diese starken Schwankungen ist zum Zeitpunkt des Verkaufsabschlusses der tatsächliche Einkaufspreis am Tag der Lieferung noch nicht bekannt.
Außerdem berechnen die verschiedenen Öllagerstellen, von denen die Ware bezogen wird, unterschiedliche Einkaufspreise, womit sich die Ermittlung des Deckungsbetrages äußerst komplex gestaltet oder gar erst zum effektiven Lieferdatum möglich wird. Die neue SAP-Software löst dieses Problem, indem die faktischen Einkaufspreise im Nachhinein erfasst und den einzelnen Aufträgen zugeordnet werden. Dadurch lassen sich negative Deckungsbeiträge vermeiden. „Wir bewegen uns mit dem Artikelpreis somit in einer stabilen Preisspanne und können tägliche Auswertungen, das Kaufverhalten der Kunden, die Lagerführung, Rohertragsrechnungen oder auch sämtliche Zahlungsein- und ausgänge per Knopfdruck aus dem System in aussagekräftige Statistiken überleiten“, freut sich die stellvertretende Geschäftsführerin.

Sämtliche Informationen über Kundennummer abrufbar

„Für uns war auch die Übernahme der alten Daten immens wichtig, da wir diese Kundeninformationen über die Jahre gesammelt und verwaltet haben“, gibt Mineralölhändlerin Leikermoser einen detaillierten Einblick in die Geschäftsgebaren. „Unsere Kunden kaufen ihr Heizöl ein- bis zweimal pro Jahr. Uns interessiert dabei nicht nur der vom Abnehmer in den vergangenen Jahren bezahlte Literpreis, sondern vor allem die Zufahrts- und Zugangsmöglichkeiten, benötigte Schlauchlängen oder der jeweilige Lkw-Fahrer als Lieferant und Repräsentant des Unternehmens beim Kunden.“ Diese Informationen sind unmittelbar über die jeweilige Kundennummer aufrufbar. Die Anlaufschwierigkeiten in diesem Bereich – die alten Leikermoser-Kundennummern (zum Beispiel auf Kundenkarten) waren durchgehend vierstellig, während heutzutage sechsstellige Zahlenkombinationen Usus sind – wurden ebenfalls innerhalb der ersten Woche der Live-Schaltung gelöst. Und auch der Sonderstatus deutscher Kunden, die innergemeinschaftlichen Erwerb betreiben, aber ausländische Steuernummern besitzen, wurde bei der Verrechnung der Mehrwertsteuer in der Finanzbuchhaltung bedarfsgerecht erschlossen.

Neue Branchenlösung für den Brennstoffhandel

„Die Mitarbeiter können nun die komplette Kundengeschichte und Bestellungen per Knopfdruck abrufen und somit beispielsweise bei Reklamationen besser auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen, da sie die Möglichkeit besitzen, zwischen Auftrag, Rechnung, Kundendaten und Buchhaltung hin und her zu wechseln“, erzählt Mag. Walter Roth vom SAP Business Partner AxxessPoint Business Solution & Consulting. Der Experte des in Salzburg ansässigen Unternehmens verbrachte die erste Woche Echteinsatz im März permanent beim Kunden, um die auftretenden „Kinderkrankheiten“ des Systems kurzerhand zu beheben und Anwenderschulungen abzuhalten. „Für das Unternehmen Leikermoser stellt SAP Business One die optimale Lösung dar, da es sehr flexibel und auch ausbaufähig ist. Mittlerweile besteht die Möglichkeit, in der Buchhaltung die jeweiligen Kundenkonten zusammenzuführen, also auch die externen Tankstellensysteme mit einzubinden“, berichtet er von den zuletzt getätigten Bemühungen. Und mit einem Anflug von Stolz fügt der Beratungs-Fachmann hinzu: „Wir haben aus diesem Projekt heraus eine eigene Branchenlösung für den Brennstoffhandel entwickelt.“

Leave a Reply