Der neue Perso – kaum genutzt

6. November 2012 von Linda Maier 0

Quelle: eID-Broschüre des Bundesministeriums des Innern

Ein Durchbruch der elektronischen Identität (eID) sähe anders aus. Und das, obwohl der Ausweis im Scheckkarten-Format es doch ermöglichen soll, sicher im Internet einzukaufen. Für die mangelnde Akzeptanz gibt es jedoch vielfältige Gründe. Zum einen verfügen derzeit lediglich 129 Unternehmen und Behörden über ein Berechtigungszertifikat, mit dem sie die Online-Daten aus dem Ausweis auslesen können. Und nur 94 davon bieten ihren Nutzern den Ausweis-Service überhaupt an. Zum Anderen leidet die Attraktivität unter der schwierigen Handhabe der eID-Funktion. Ganzen 76 Prozent der befragten Bundesbürger ist die Nutzung schlicht zu kompliziert.

Komplexe Systemvorraussetzungen bei der Hard- und Software, umständliche Registrierungsprozesse und gewöhnungsbedürftige Anwendungen schrecken potentzielle Nutzer ab. Außerdem ist das Shopping mit eID-Service bisher nicht per Smartphone oder Tablet-PC möglich.

Die Lösung muss demnach in einer kostengünstigen Integration in bestehende IT-Infrastrukturen bestehen – um so mehr E-Commerce-Händler dazu zu bringen, ihren Kunden den Ausweis-Service anzubieten. Auch das neue E-Government-Gesetz des Bundes, das sich derzeit in der Abstimmung befindet, könnte für eine Vielzahl neuer eID-Angebote der Behörden sorgen.

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