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Die coolsten Tech-Entwicklungen 2015

30. Dezember 2015 von Uta Spinger 0

Autos aus dem 3D-Drucker, intelligentes Parken oder wirklich smarte Brillen. Die interessantesten technischen Neuerungen dieses Jahres und was 2016 kommt.

Der Körper wird zum Netzwerk

Alle Welt spricht von Wearables. Darunter versteht man meist Datenbrillen, Smart Watches oder Fitnessarmbänder. Doch nun geht die Wissenschaft einen Schritt weiter. Über ein Netzwerk, das magnetische Felder verwendet, können diese Geräte miteinander kommunizieren – und zwar über den Körper. Der Mensch wird quasi mitsamt seinen Gadgets selbst zum Netzwerk. Der Vorteil: Die Geräte brauchen kleinere Batterien und sind sicherer.

Die Forscher der University of California in San Diego haben bereits ein Test-Netzwerk am Körper eines Doktoranden des Labs installiert. Dabei nutzen sie Kupferdrähte, die um die Arme des Studenten laufen. Und das ist auch die Voraussetzung, die Daten müssen zirkulieren, dafür eignen sich Fitnessbänder oder Smartwatches, Sensoren funktionieren nicht. Eine Gefahr durch die Magnetfelder bestünde nicht, die Auswirkung sei geringer als die natürlichen Magnetfelder der Erde auf den Körper hätten.

Lesen Sie dazu den Blog von SAP-Vorstandsmitglied Bernd Leukert: From Fiction to Functionality: Wearables at Work

Autos aus dem 3D-Drucker

Local Motors präsentierte auf der Detroit Motor Show das erste Auto aus dem 3D-Drucker. Der Zweisitzer heißt Strati und besteht fast ausschließlich aus Karbon und Plastik, der Motor kommt von Renault. Das druckfrische Auto ist derzeit nach 44 Stunden fertig, der Hersteller strebt an, die Fertigung in 24 Stunden zu bewerkstelligen. Local Motors wird die erste Reihe von 3D-Autos, den LM3D, Anfang 2017 herausbringen.

Lesen Sie dazu: Wie der 3D-Druck die Welt verändern wird

Brillen werden zu Smart Glasses

Google Glasses braucht in Zukunft keiner mehr, wenn es nach den skandinavischen Forschern des VTT Technical Research Centre of Finland geht. Sie haben ein 1-Millimeter dünnes Augmented-Reality-Display entwickelt, das in jede Brille passen soll. Statt Smartphone-Apps können die Benutzer künftig mit der smarten Brille ihre Fitness überprüfen und sich beispielsweise Puls und gelaufene Strecken anzeigen lassen.

Lesen Sie dazu: Bosch: Was Smart Glasses in der Logistik bringen

Smartes Parken

Wäre es nicht schön, wenn die lästige Parkplatzsuche im Parkhaus ein Ende hätte, und das eigene Auto diesen Job übernehmen würde? Leider noch ein Zukunftstraum, doch emsige Forscher arbeiten bereits an einer Lösung. In einem Parkhaus in Ingolstadt testet Audi diese verlockende Vision bereits mit Hilfe komplexer Elektronik.

Bereits Wirklichkeit ist das Cloud-Angebot von SAP: SAP Vehicles Network ermöglicht es Autofahrern in Nordamerika, über digitale Bezahldienste oder per App Daten aus dem Internet der Dinge zu teilen, Zapfsäulen zu aktivieren, direkt an der Zapfsäule zu bezahlen, einen Parkplatz zu reservieren, Schranken zu Privatparkflächen zu öffnen und an gebührenpflichtigen Parkplätzen zu bezahlen.

Lesen Sie dazu: SAP Vehicles Network ermöglicht cloud-basierte Services rund ums Fahrzeug

Drohnen versus Kartoffelkäfer

Mit einem Mikrowellen-Radar scannen die Drohnen des chinesischen Herstellers DJI den Boden ab und planen die richtige Menge an Sprühschutzmitteln in der richtigen Distanz ein. Analysten schätzen, dass die Landwirtschaft immer weiter technisiert wird und Geräte wie Drohnen dazu beitragen, die Bauern mit Informationen in Echtzeit zu versorgen. Die digitalisierte Landwirtschaft verhilft Landwirten zu höherer Produktivität. Die SAP HANA Cloud Platform unterstützt hierbei.

Die Idee der Datenplattform für die Landwirtschaft ist, die Vielzahl von Daten, die auf landwirtschaftlichen Betrieben anfallen, hier zentral zu sammeln und zu analysieren. Die Landwirte können so besser fundierte Entscheidungen für die Bewirtschaftung ihres Hofes treffen, die Hersteller können ihnen passgenaue Services anbieten.

Lesen Sie dazu: Mit Pipette statt Eimer aufs Feld

Wie die Apple Watch Leben retten kann

Für 20 Bluthochdruckpatienten in Louisiana hat die Zukunft der modernen Medizin bereits begonnen. Ihre Apple Watch erinnert sie an die Einnahme der lebenswichtigen Medikamente. Das Wearable zeigt ihnen außerdem die Pille im Display an, so dass sie ihre verschiedenen Medikamente nicht verwechseln. Die Patienten nehmen an einer Studie in New Orleans teil.

Auch bei SAP wird der Einsatz der Apple Watch getestet. Der Softwarekonzern will herausfinden, ob die Benachrichtigungen in Echtzeit, dazu beitragen könnten, die Pünktlichkeit der Mitarbeiter bei Meetings zu verbessern oder Sales-Leuten beim Abschluss von Deals zu helfen, indem sie sich besser auf Kundenbesuche vorbereiten können. Die SAP hat einige hundert der Apple Watches gekauft.

Lesen Sie dazu: Das Jahr der Smart Watches

Schluss mit harten Avocados dank Smartphone

In einer Studie, die sie auf der UbiComp 2015 Konferenz vorgestellt haben, schreiben die amerikanischen Forscher, dass ihre Hyperspektral-Kamera den Reifegrad von Früchten mit einer Wahrscheinlichkeit von 94 Prozent erkennen kann. Das Beste: Die Kameras sind mit rund 50 Dollar erschwinglich genug, um sie in Smartphones einzubauen.

Back to the Future: Das Hovercraft kommt

Am 21. Oktober 2015 feierten Fans auf der ganzen Welt den “Back to the Future”-Tag: In dem Film aus den Achtzigern reiste Marty McFly in die Zukunft – und landete am 21. Oktober 2015. Sogar das “Tagesschau”-Team erinnerte mit besonderen Nachrichten daran.

Während die Ankündigung des Hoverboard leider nur ein Scherz war, sieht es so aus, als ob das Hovercraft Wirklichkeit würde. Die Firma Aerofex kündigte dieses Jahr ein Gefährt an, das sie Hovercraft nannten. Das Aero-X lässt sich wie ein Motorrad fahren, doch es schwebt rund drei Meter hoch in der Luft und trägt zwei Menschen mit einer Geschwindigkeit von 72 km/h. Die ersten Flugversuche sollen 2016 starten, Käufer können das $85,000 US-Dollar teure Flug-Bike dann 2017 erwerben.

Zur Fernbeziehung via Hyperloop

Hyperloop Transportation Technologies (HTT) will in Kalifornien die Idee von Tesla-Gründer Elon Musk verwirklichen: Mit bis zu 1220 km/h sollen Menschen in Kapseln durch Unterdruck-Röhren rasen. Mit dem Bau der acht Kilometer langen Teststrecke zwischen San Francisco und Los Angeles soll nächstes Jahr im Mai begonnen werden, die ersten Passagiere könnten dann 2018/2019 transportiert werden.

Laut HTT-Chef Ahlborn könnten wir so künftig auf dem Land leben und ohne Verkehrsstau in die Stadt zur Arbeit fahren oder ohne Probleme eine Fernbeziehung führen.

So funktioniert die Hyperloop-Technik (Video: Hyperloop Transportation Technologies):

 

Foto: Shutterstock

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