Die richtige Dosis Mobilität

11. Oktober 2012 von Shandy Lo 0

Foto: Messe München

Unter dem Motto „ITelligent mobility“ präsentiert die Communication World 2012 in München die Gegenwart und Zukunft mobiler Technologien, Strategien und Lösungen für die Geschäftswelt. Die Referenten, Besucher und Aussteller diskutieren rund um die IT in Zeiten mobiler Business-Apps, Smartphones, Cloud Computing und Tablets. In vier thematischen Kernbereichen beschäftigte sich der Kongress mit mobilen Technologien und Strategien, Lösungen für Unternehmen und Mitarbeiter, Branchen-Lösungen für die Bereiche Automotive, Handel sowie Public Services und Lösungen zur Kundenansprache.

Und das “rollende Office” kommt doch

Im Futurepanel diskutierten beispielsweise die Referenten über die „Kommunikation und Mobilität in den Ballungsräumen der Zukunft“. Der Trend Urbanisierung wird in den kommenden Jahren einen Großteil der Menschen erfassen. Laut den Vereinten Nationen werden im Jahr 2030 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Diese Zunahme von Menschen, Ressourcen, Waren und Kapitalismus stellt uns vor gewaltigen Herausforderungen. Besonders die städtischen Infrastrukturen stehen vor neuen Hürden. Welche Anforderungen stellt das an die Mobilität?

Das Mobilitätsverhalten der Menschen hat sich in den letzten Jahren verändert. Gerade durch die Entwicklung von Smartphones und Tablets wird sich der Prozess in den nächsten Jahren noch weiter beschleunigen, so Irene Feige vom Institut der Mobilitätsforschung der BMW Group. Was heißt das für Unternehmen und Arbeitnehmer? Das Auto als „rollendes Office“ hat sich bisher zwar noch nicht durchgesetzt, doch glaubt Marc Ennemann Consulting Partner bei der KPMG, dass es das mobile Büro künftig geben wird. Es ist ein Prozess, der gerade stattfindet, keine Momentaufnahme, so der Diplom-Kaufmann.

Unternehmen brauchen mobile Endgeräte, die alles können und die verschiedenen Informationen von unterschiedlichsten Datenträgern in einem zusammenführen. Stellt sich die Frage nach der exakten Dosis Mobilität, die in Zeiten von Cloud Computing-,und  Big Data und BYOD, nötig ist. Kann etwa eine Telefonkonferenz Geschäftsreisen ersetzen? Dirk Lindemeier, Head of Application Product Management bei Nokia Siemens Networks, glaubt, dass der Mensch nach wie vor ein soziales Wesen ist. Die Telepräsenzsysteme vereinfachen das Arbeitsleben zwar immens, doch bleibe der Mensch gerne mit anderen in Kontakt und viele Prozesse ließen sich nicht über Technik klären. BMW-Expertin Feige sieht indes keinen Konkurrenzkampf zwischen Mobilitätsaktivitäten und Kommunikationstechnologien. Im Gegenteil: Beide Pole ergänzen sich und geben neue Perspektiven.

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