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Digitale Arbeitswelt: wie man die besten Mitarbeiter gewinnt

18. Juli 2016 von Susan Galer 0

Die A.O. Smith Corporation setzt auf die cloudbasierte Software SAP SuccessFactors, um den digitalen Wandel im Personalwesen zu meistern. Ein Erfahrungsbericht mit der HR-Cloud.

Bewerber in der digitalisierten Welt bringen bei der Stellensuche dieselbe globalisierte, mobile und soziale Einstellung mit, die auch alle anderen Lebensbereiche prägt. So wurde in Studien beispielsweise ermittelt, dass 42 Prozent der Bewerber, die eine schlechte Erfahrung gemacht haben, sich nie wieder bei dem betreffenden Unternehmen bewerben würden. 22 Prozent gaben an, dass sie Kollegen, Freunden und Angehörigen erzählen würden, dass sie für das Unternehmen nicht arbeiten möchten, und neun Prozent würden keine Produkte oder Dienstleistungen von diesem Unternehmen kaufen.

Unter anderem aus diesen Gründen setzt die A.O. Smith Corporation, ein führender Hersteller von Warmwasserbereitern in den USA, auf die cloudbasierte Software SAP SuccessFactors. Da sich A.O. Smith durch organisches Wachstum und Übernahmen schnell vergrößert hat, musste das Unternehmen Bewerbungsprozesse in Einklang mit den weltweiten Geschäftstransformationszielen für die 13.400 Mitarbeiter in China, den USA und anderen Ländern konsolidieren und standardisieren. Bei einem Vortrag auf der SAPPHIRE NOW + ASUG Conference berichtete das Unternehmen von seinem Umstieg auf die HR-Cloud und hob dabei die Erkenntnisse hervor, die bei der aktuellen Implementierung von SuccessFactors Recruiting gewonnen wurden, dessen Go-Live für diesen Sommer geplant ist.

„Wir hatten redundante, unverbundene und manuelle Systeme. Gemäß dem Motto von SAP wollten wir Prozesse vereinfachen“, erklärt Thayre A. Faust, IT-Leiter bei A.O. Smith. „Alles auf einer einzigen Plattform in SAP SuccessFactors zu bündeln, wird uns helfen, dieses Ziel zu erreichen. Wir möchten den Ablauf für Bewerber bei uns, die einstellenden Manager, die Personalabteilung und für Recruiter verbessern.“

Vereinfachte Abläufe von der Ausschreibung bis zur Bewerbung

Das Unternehmen hat nicht nur SAP SuccessFactors neben Englisch in fünf weiteren Sprachen implementiert, sondern mobilisiert auch das Recruiting, um Stellen schneller zu besetzen. Dabei steht die fortlaufende Kommunikation mit den Bewerbern im Mittelpunkt, unabhängig davon, ob diese eingestellt werden oder nicht.

„Wir möchten mit den Bewerbern in Kontakt bleiben, wenn sie nicht sofort eine Stelle bei uns finden. Sie könnten für künftige freie Stellen infrage kommen oder sogar potenzielle Kunden sein“, betont die Leiterin der Abteilung Global Talent Management, Mary Sue Handel. „Sie können unserer Talent Community innerhalb des Recruiting-Moduls von SAP SuccessFactors beitreten und Follower werden. Reibungslose Abläufe bedeuten, dass die Bewerber im Lauf der Zeit eine insgesamt positive Beziehung zu A.O. Smith entwickeln, was auch für unser Markenimage und unser Wachstum am Markt wichtig ist.“

Bessere Zugänglichkeit für Bewerber

Angesichts von Studienergebnissen, nach denen bei der Online-Stellensuche mit jeder zusätzlich zu durchklickenden Seite weitere 50 Prozent der qualifizierten Bewerber abspringen, sei dem Unternehmen klargeworden, so Handel, dass es sowohl die Online- als auch die mobilen Abläufe verändern musste: „Wir wollten es qualifizierten Kandidaten so leicht wie möglich machen, von jedem beliebigen Gerät aus, insbesondere mobilen Geräten, nach Stellen zu suchen und sich darauf zu bewerben.“

Bewerber finden die nötigen Stelleninformationen jetzt auf einer einzigen Seite, auf der sowohl nützliche Informationen zum Unternehmen als auch stellenspezifische Angaben aufgeführt sind. Eine Bewerbung erfordert nicht mehr ein Dutzend Klicks, sondern es reichen nun einige wenige Klicks, um die Stellenanzeigen anhand von Schlüsselwörtern nach Standort und Funktion zu durchsuchen und sich zu bewerben. Sobald sich jemand auf eine Stelle bewirbt, können seine Daten bei künftigen freien Stellen erneut verwendet werden.

„Die Bewerber können die Stellenanzeigen schnell und einfach durchsuchen und auf der Weltkarte sehen, wo unsere offenen Stellen angesiedelt sind“, erläutert Handel. „An ein und derselben Stelle können sie sich über die Unternehmensphilosophie von A.O. Smith informieren und unserer Talent Community beitreten. Wir nutzen einen mehrstufigen Bewerbungsprozess, in dem die Bewerber schnell bis zur eigentlichen Bewerbung gelangen, wobei sie mit jedem Schritt weitere Informationen anfordern können.“

A.O. Smith setzt auch den Career Site Builder (CSB) ein, eine Innovation in SAP SuccessFactors, mit dem das Unternehmen Funktionen selbst steuern kann, wenn sich die Anforderungen verändern. „Das war wirklich wichtig für uns, vor allem in China“, berichtet Faust. „Wenn wir diese Lösung nicht mobil bereitstellen können, wird sie von den Bewerbern nicht genutzt.“

Jim Newman, CEO von HRIZONS, betrachtet CSB als eine Erweiterung der Firmenwebsite. „Wir haben Marketing und Branding vollständig in dieses Projekt integriert, denn es stellt eine Fortsetzung des Markenerlebnisses für Bewerber und potenzielle Kunden dar, die widerspiegelt, wie man mit den Mitarbeitern umgeht.“

Die richtigen Partner

Faust lobt die Partner KPIT und HRIZONS sowie die weltweite Teamarbeit im Unternehmen selbst: „Das Ziel ist ein einheitliches System, ein einheitlicher Prozess für ein einheitliches Unternehmen A.O. Smith. Da es um eine weltweite Implementierung ging, haben wir zunächst ein Team mit Mitgliedern aus allen Regionen zusammengestellt, die an dieser Lösung beteiligt sein werden, um Akzeptanz bei der Einführung zu schaffen.“ „Wir brauchten sehr flexible Partner“, so Faust weiter, „die bereit waren, uns zu schulen, damit wir uns im Weiteren selbst um die Lösung kümmern können.“

Für Margaret Black, verantwortlich für SuccessFactors in der Region Nordamerika bei KPIT, ist Flexibilität der Schlüssel zum Erfolg. „Die Anforderungen ändern sich scheinbar täglich. Ohne ein gutes Team und einen guten Prozess geht es nicht, aber es sind Flexibilität und internationale Erfahrung, die ihnen den Weg zum Erfolg ebnen.“

Folgen Sie Susan Galer auf Twitter unter @smgaler.

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Foto: Shutterstock

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